Die Pandemie trifft die Ärmsten am härtesten. Weltweit wird die soziale Spaltung vertieft, mit gravierenden Folgen für die jeweiligen Gesellschaften. Reiche müssen Verantwortung zeigen.
Studien von Oxfam und der Weltbank haben kurz vor dem virtuellen Weltwirtschaftsforum in Davos die Stimmung der Mächtigen getrübt. Demnach steigt wegen der Corona-Pandemie erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten weltweit die Zahl der Menschen in extremer Armut rasant an. Von Peru über Kongo bis Indien kämpfen Millionen Menschen täglich schlicht ums nackte Überleben.
Aber auch in Deutschland ist die Kluft gewachsen, sagt SZ-Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken. So besitzt auch hier eine Minderheit von zehn Prozent der Bevölkerung ganze zwei Drittel des Gesamtvermögens. Dies sei eine große Gefahr für demokratische Gesellschaften wie man durch den Aufstieg von populistischen Parteien in jüngster Zeit sehen konnte. Steuern und Vermögensabgaben seien Steuerungsmechanismen, die dringend eingesetzt werden müssten um zumindest etwas Gleichheit zu schaffen.
Nachrichten
Auf den Punkt Folgen
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
Folgen von Auf den Punkt
2143 Folgen
-
Folge vom 25.01.2021Wie Corona die Kluft zwischen Arm und Reich verschärft
-
Folge vom 22.01.2021Sollten Geimpfte Grundrechte schneller zurückbekommen?Für die einen eine Scheindebatte, für andere eine Hoffnung: ein Streitgespräch über die Rückkehr von Grundrechten von Geimpften. Schon gut eineinhalb Millionen Menschen haben in Deutschland zumindest eine von zwei Impfdosen gegen das Coronavirus gespritzt bekommen. Also noch eine Minderheit. Aber sollten die Menschen, die geimpft sind, ihre vollständigen Grundrechte wieder zurückerhalten? Darüber debattieren in dieser Sendung Kristiana Ludwig und Felix Haselsteiner. Weitere Themen: Brasilianische Mutation in Deutschland nachgewiesen, AfD klagt gegen den Verfassungsschutz. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Antonia Franz **Produktion:** Valérie Nowak
-
Folge vom 21.01.2021Wie viel kann Joe Biden reparieren?Zurück im Pariser Klimaabkommen, zurück in der WHO, eine strengere Corona-Politik: Biden spielt den Reparaturbetrieb nach vier Jahren Trump. Die Vereinigten Staaten sind zurück. Zumindest soll das die Botschaft des ersten Amtstags von Joe Biden im Weißen Haus sein. Der neue Präsident inszeniert sich als verlässlicher Partner auf internationaler Bühne. Aber wie viel Schaden kann Biden nach vier Jahren Trump reparieren? Wenn eine Schale zerbricht, kann man so penibel wie möglich versuchen, sie wieder zusammenzukleben - die RIsse bleiben sichtbar. Das sagt auch Washington-Korrespondent Hubert Wetzel. Weitere Themen: Viele Tote bei Bombenanschlägen in Bagdad, Merkel will Grenzkontrollen in EU vermeiden.
-
Folge vom 20.01.2021Neue Corona-Regeln: “Der Langmut ist ausgereizt”Wieder eine Verlängerung des Lockdowns. Wieder neue Vorgaben. Die Geduld nimmt ab. Reichen all die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus? Bund und Länder haben sich auf neue Regeln und Schutzmaßnahme im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt. Der Lockdown wird verlängert. Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Gastronomie bleiben zu, Schulen und Kitas ebenfalls. Hinzu kommt eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken in Bussen, Bahnen und Geschäfte des täglichen Lebensbedarf, die natürlich auch weiter offen bleiben. Doch reicht das? Das wird jedenfalls nicht die letzte Einschränkung des Lebens in diesem Jahres bleiben, meint die Berliner SZ-Parlamentskorrespondentin Henrike Roßbach. Ziel sei, die Infektionsrate schon jetzt soweit zu drücken, dass die Mutationen des Virus handhabbar bleiben. Die weitere Schließung sei ein weiterer, harter Schlag für ganze Branchen. Die Politik habe darauf jetzt aber, zumindest beim Handel mit Saisonware, mit vereinfachten Abschreibungen reagiert. Man würde mehr Insolvenzen sehen, wenn die Regelungen dafür nicht auch gelockert worden seien. Auch beim Home Office seien die Zügel angezogen worden. Die Arbeitgeber würden jetzt verpflichtet, die Möglichkeit dazu anzubieten, es sei denn, es gehe wirklich nicht. Zudem werden FFP2-Masken für das Personal in den Alten- und Pflegeheimen verpflichtend und die Tests nochmals ausgeweitet. Nachrichten: Trump verlässt das Weiße Haus, Bidens Antrittsrede. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über ARD und Twitter.