Das Robert-Koch-Institut meldet 4.000 Neuinfektionen an einem Tag. In Panik muss man deswegen nicht geraten, aber Vorsicht walten lassen.
Lothar Wieler hat man zum Anfang der Coronakrise sehr häufig gehört und gesehen. Damals gaben der Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI) und seine Kolleginnen und Kollegen täglich ein Update. An diesem Donnerstag meldete er sich zusammen mit dem Gesundheitsminister Jens Spahn zurück. Und seine Laune könnte besser sein.
Er mache sich große Sorgen, sagt Wieler. Die Infektionszahlen steigen immer weiter. Mehr als 4000 Corona-Neuinfektionen meldet das RKI binnen 24 Stunden. Langsam aber stetig kommt Deutschland den Infektionszahlen aus dem Frühjahr näher. In Panik müsse man deswegen nicht geraten, sagt Christina Kunkel. Doch die SZ-Wissenschaftsredakteurin empfiehlt, Vorsicht walten zu lassen.
**Weitere Themen:** Trump verweigert virtuelle Debatte, Louise Glück gewinnt Literatur-Nobelpreis.
**Moderation, Redaktion:** Jean-Marie Magro
**Redaktion:** Laura Terberl
**Produktion:** Valérie Nowak, Moritz Eder
_Zusätzliches Audiomaterial über Reuters._
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Folge vom 08.10.20204000 Neuinfektionen: Ist das schon die zweite Welle?
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Folge vom 07.10.2020Wer im Krieg um Bergkarabach alles mitmischtIm Kaukasus tobt ein Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um Bergkarabach. Auch die Türkei und Russland sind beteiligt. Droht eine Ausweitung des Konflikts? Seit eineinhalb Wochen ist der Konflikt um Bergkarabach eskaliert. Armenien und Aserbaidschan geben sich gegenseitig die Schuld an den erneuten Kämpfen und werfen sich Kriegsverbrechen vor. Auch Nachbarländer kämpfen hier gegeneinander, sagt Türkei-Korrespondent Tomas Avenarius. So unterstütze Moskau Armenien und Ankara Aserbaidschan. Die türkische Hilfe umfasse wohl auch syrische Söldner. Die Gefahr, dass sich der Konflikt über die Enklave auf die Nachbarländer ausweite, sei sehr groß. **Weitere Nachrichten:** Genforscherinnen erhalten Chemie-Nobelpreis für Forschung an Genschere, Razzia beim DFB wegen Steuerhinterziehung, "Goldene Morgenröte” ist kriminelle Vereinigung. **Moderation, Redaktion:** Lars Langenau **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Justin Patchett, Moritz Eder _Zusätzliches Audiomaterial über [Youtube](https://www.youtube.com/watch?v=bSh5tm2Hmn0&feature=emb_title)._
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Folge vom 06.10.2020Trumps wundersame Heilung: Absurdes Theater in WashingtonDonald Trump ist zurück im Weißen Haus. Nach einer Rekordgenesung von Corona innerhalb von drei Tagen. Doch nutzt ihm das Spektakel? Kaum angeblich genesen legt der US-Präsident wieder los und verharmlost erneut in einer Art absurden Theaters das Virus. Doch es gibt eine ganze Menge Missmut auch bei Mitarbeitern des Weißen Hauses, sagt US-Korrespondent Hubert Wetzel. Trump wolle mit seinem kernigen Auftritt sich und den Amerikanern zeigen, dass er das Virus besiegt habe. Alles sei halb so schlimm. Seine triumphal inszenierte Rückkehr ins Weiße Haus ziele vor allem darauf ab, seine Anhänger zu mobilisieren. Doch seine Propagandashow sei bei mehr als 210.000 Leben, das Corona inzwischen in den USA gekostet hat, vor allem eins: zynisch. **Weitere Nachrichten:** Physik-Nobelpreis an Deutschen Reinhard Genzel, EuGh beschränkt Vorratsdatenspeicherung, Zwölf Jahre für Hauptangeklagten im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach. **Moderation, Redaktion:** Lars Langenau **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Carolin Lenk
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Folge vom 05.10.2020Antisemitismus: Wut statt LähmungBundesregierung, Organisationen und Kirchen reagieren mit Entsetzen auf den Angriff auf einen jüdischen Studenten vor der Hamburger Synagoge. Doch Bestürzung allein reicht nicht aus. Fast ein Jahr ist es her, dass bei dem Angriff auf die Synagoge in Halle zwei Menschen gestorben sind. Jetzt kam es wieder zu einer körperlichen, antisemitischen Attacke. Ein jüdischer Student wurde in Hamburg verletzt. Der Täter soll ein in Bundeswehruniform gekleideter 29 Jahre alter Deutscher sein, der in der Hosentasche einen Zettel mit einem handschriftlich gemalten Hakenkreuz trug. Die Bundesregierung, jüdische Organisationen und Vertreter von Politik und Religionen haben entsetzt auf den Angriff reagiert. Entsetzen, Lähmung, Trauern und Betroffenheit reichen nicht, sagt der Politik-Redakteur Ronen Steinke. Vielmehr seien Wut und Ungeduld richtige Reaktionen. Der Rechtsstaat könne und müsse gegen Hetzer im Internet vorgehen. Die hohe Anzahl antisemitischer Vorfälle würden auf eine bessere Statistik zurückgehen, meint Steinke, aber sie seien auch Ausdruck der politischen Verunsicherung in Zeiten von Corona. Bei diesen, sogenannten Anti-Corona-Demonstrationen und durch die AfD werde die Saat des Judenhasses auch anhand antisemitischer Chiffres verbreitet. Jeder Einzelne müsse widersprechen und aufstehen gegen solch einen Hass und “antisemitische Gülle”. Gemeinsam müsse man dafür streiten, dass jüdische Einrichtungen wie Synagogen und Kindergärten irgendwann keinen Schutz mehr benötigen würden. **Weitere Nachrichten:** Medizin-Nobelpreis geht an Entdecker des Hepatitis-C-Erregers, Wirecard-Vorstand Marsalek nutze philippinischen Geheimdienst, Donald Trump. **Moderation, Redaktion:** Lars Langenau **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Carolin Lenk