In Beirut gibt es eine riesige Explosion. Die Stadt gleicht einem Schlachtfeld - und das mitten in der Corona- und Wirtschaftskrise.
Die Bilder aus Beirut sind Bilder, die einem das Fürchten lehren. Am Dienstagabend ereignet sich dort die größte Explosion, die es im Libanon je gegeben hat. Eine rote Rauchwolke schießt nach oben. Daraufhin breitet sich eine Druckwelle kreisförmig aus und bringt sogar noch kilometerweit entfernt Fensterscheiben zum bersten.
Das Rote Kreuz spricht von mindestens 100 Toten und 4000 Verletzten. Aber die Zahlen der Opfer werden immer wieder nach oben korrigiert. Die libanesische Regierung beschreibt, dass in einer Lagerhalle etwa 2750 Tonnen Ammoniumnitrat lagen. Ganz ohne Sicherheitsvorkehrungen. Die seien detoniert. Es klingt einerseits unfassbar, doch gleichzeitig symptomatisch für den Libanon, sagt der SZ-Nahostexperte Moritz Baumstieger.
**Weitere Themen:** Deutschland und EU sagen Libanon Hilfen zu, Stephan Ernst gesteht.
**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro
**Redaktion:** Laura Terberl
**Produktion:** Carolin Lenk
_Zusätzliches Audiomaterial von Twitter._
Nachrichten
Auf den Punkt Folgen
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
Folgen von Auf den Punkt
2219 Folgen
-
Folge vom 05.08.2020Explosion in Beirut: Was bisher bekannt ist
-
Folge vom 04.08.2020Corona: Wie der Impfstoff verteilt wirdObwohl die Impfstoffe gegen das Coronavirus noch an Menschen getestet werden müssen, kaufen schon viele Länder vorab mehrere Millionen Dosen. Warum das sinnvoll ist und wie der Impfstoff schließlich in der Bevölkerung verteilt werden soll. Aktuell wird an mehr als 165 Impfstoffen gearbeitet, die vor dem Coronavirus schützen sollen. Zugelassen ist davon noch keines. Immerhin sechs davon gelten als "sicher" und können nun am Menschen getestet werden. Was in Ländern wie den USA oder Brasilien bereits gemacht wird. Obwohl noch nicht klar ist, ob einer der Impfstoffe erfolgreich gegen das Coronavirus schützen kann, kaufen viele Regierungen schon jetzt große Mengen Vakzine. Die europäische Kommission will zum Beispiel 300 Millionen Dosen des gemeinsamen Präparats von Sanofi und dem Unternehmen Glaxo Smith Kline kaufen. Ob das jetzt schon sinnvoll ist und wie zu gegebener Zeit der Impfstoff verteilt wird, darüber spricht Kathrin Zinkant, Wissenschaftsredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Weitere Themen: Cum-Ex-Razzia beim Bankenverband, Laschet bricht aus Sicherheitsgründen seinen Besuch im Flüchtlingslager Moria ab, 166 Corona-Infizierte in bayerischer Konservenfabrik. Redaktion, Moderation: Christina Winkler Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth, Justin Patchett
-
Folge vom 03.08.2020Warum sich China und USA um Tiktok streitenUS-Präsident Donald Trump will die Social-Media-Plattform Tiktok verbieten - es sei denn, der jetzige Besitzer Bytedance verkauft sein US-Geschäft an Microsoft. Wie die chinesische Plattform zum Politikum wurde. Die Videoplattform Tiktok hat weltweit mehr als eine Milliarde Nutzer, allein in den USA sind es 100 Millionen. Letzte Woche kündigte Trump an, die App in Amerika verbieten zu lassen, er habe Sicherheitsbedenken und geht davon aus, die chinesische Regierung würde über die App Nutzerdaten sammeln. Seitdem zeigt die Firma Microsoft Interesse daran, unter anderem den amerikanischen Markt zu übernehmen. Aktuell besitzt die in Peking ansässige Firma Bytedance die Mehrheit der App. Wie sehr diese Firma von der chinesischen Regierung beeinflusst wird und inwiefern Tiktok nur Ausdruck des Konflikts zwischen Amerika und China ist, darüber spricht Lea Deuber, die SZ-Korrespondentin in China. **Weitere Themen:** Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Berlin, neue Autobahnbrücke "San Giorgio" in Genua **Redaktion, Moderation:** Christina Winkler **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Julia Ongyerth, Carlo Sarsky
-
Folge vom 31.07.2020Steigende Fallzahlen: Das Coronavirus schleicht sich anNach relativ sorglosen Wochen infizieren sich nun wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus. Wachsamkeit ist angesagt. Eigentlich schien es so, als hätte man sich in Deutschland an das Leben mit dem Coronavirus gewöhnt: Im Supermarkt, im Kaufhaus und in der Bahn tragen fast alle brav Mund- und Nasenschutz. Große Events gibt es nur wenige und wenn, dann möglichst im Freien. Und überhaupt ist so etwas wie eine neue Normalität eingekehrt. Das lag vor allem daran, dass es in den vergangenen beiden Monaten wenige Fälle gegeben hatte. Doch nun steigen seit ein paar Tagen die Fallzahlen wieder. Zwar nicht explosionsartig, aber stetig. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler zeigt sich beunruhigt - und er hat allen Grund dazu, meint der SZ-Datenjournalist Christian Endt. **Weitere Themen:** Reisewarnungen für drei spanische Regionen, Eurozonen-Wirtschaft bricht drastisch ein. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro **Redaktion:** Laura Terberl **Produktion:** Carolin Lenk _Zusätzliches Audiomaterial von RKI._