NachrichtenKultur & Gesellschaft
Auf den Tag genau Folgen
Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.
Folgen von Auf den Tag genau
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Folge vom 02.10.202550 Jahre Hamburger EchoNach dem Vorwärts war das Hamburger Echo Anfang des 20. Jahrhunderts die zweitgrößte sozialdemokratische Tageszeitung in Deutschland. Erstmals 1875 als Hamburg-Altonaer Volksblatt erschienen, wurde es in den Jahren der Sozialistengesetze mehrfach verboten und unter immer neuen Namen wieder neugegründet; seit 1887 firmierte es unter dem Namen Hamburger Echo, als das es am 2. Oktober 1925 seinen fünfzigjährigen Geburtstag beging. Wie es das selbst tat, können wir heute leider nicht dokumentieren, denn ausgerechnet mit Beginn des Monats tut sich in den Archiven unseres Vertrauens eine dreimonatige Lücke bei den Beständen des Hamburger Echo auf. Dankenswerterweise unterließ es die eher konservative Konkurrenz vom Hamburger Correspondenten jedoch nicht, den sozialdemokratischen Kollegen mit einigen zurückhaltend-freundlichen Worten zum Jubiläum zu gratulieren. Welche das waren, weiß Rosa Leu.
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Folge vom 01.10.2025Reiche Amerikaner, Fleischkonsum und MeeresarchäologieIm Kleinen Feuilleton der Harburger Anzeigen und Nachrichten vom 1. Oktober 1925 finden wir eine gewohnte bunte Themenvielfalt, die uns mal ferner, mal näher ist. Ein reicher Amerikaner lässt Stein für Stein eine Klosterruine von England nach Amerikaverschiffen. Französische Forscher suchen nach Wegen, verseuchtes Wasser zu reinigen und die Ärzte sind sich einig: Wir sollten nicht so viel Fleisch konsumieren. Frank Riede berichtet all dies und entdeckt auch noch Spannendes in den Tiefen des Meeres.
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Folge vom 30.09.2025Die Erdölstadt TampicoEnergiethemen haben die Menschen auch in den 1920er Jahren umgetrieben und es entsprechend häufig auch hier in den Podcast geschafft. Mal ging es um die seit dem Versailler Vertrag chronisch knappe Kohle, mal um erneuerbare Energieformen, auf die man in der Folge auszuweichen versuchte. Immer wieder handelten Artikel indes auch von leistungsstarken gasförmigen oder sprudelnden fossilen Brennstoffen, die weltweit boomten, seinerzeit aber kaum den Weg nach Deutschland fanden. So unter anderem in Mexiko, wohin uns die Hamburger Nachrichten vom 30. September 1925 heute entführen. Die Stadt Tampico am Golf von Mexiko war seinerzeit der größte und wichtigste Ölhafen der Welt. Über die dortige Goldgräberstimmung wie über die unterirdischen Lebensbedingungen für die dort tätigen Arbeiter erfahren wir von Rosa Leu.
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Folge vom 29.09.2025Radio-Elektrizitäts-ZukunftsbildDie treuen Fans unseres Podcasts haben wahrscheinlich unser Erstaunen geteilt über so manche technische Zukunftsvision von vor 100 Jahren, die sich bewahrheitet hat oder heutzutage wieder aufgegriffen wird. Kaum sendete das Radio regelmäßig, waren sich viele einig, dass die Übermittlung von Bildern und Filmen über Wellen möglich sein würde. Das Fernsehen kam. Es wurde über die enormen Potentiale erneuerbarer Energien berichtet und deren Ausbau gefordert. Der innerstädtische Verkehr sollte, nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen, elektrifiziert werden. Es gab aber auch durch den Blätterwald rauschende Vorstellungen, die schnell wieder verworfen wurden. Offensichtlich stellte sich im Jahr 1925 die Verbindung von Radiowellen und der Übertragung von Elektrizität als sehr rationale und naheliegende Idee dar. Nicht nur einmal ist uns eine drahtlose Anlieferung von Strom vor die Linse geraten, etwa am 29. September in den Harburger Anzeigen und Nachrichten. Frank Riede schildert uns, was hätte kommen sollen.