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NachrichtenKultur & Gesellschaft

Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

2057 Folgen
  • Folge vom 14.04.2022
    Hymne auf Hans Poelzig
    Die alte Erkenntnis, dass Propheten im eigenen Land häufig nichts gelten, trifft, neben vielen anderen, auch auf den großen Architekten Hans Poelzig zu, der fast sechzig Jahre alt werden und vor allem im Osten des Reiches zahlreiche bedeutende Bauprojekte realisieren musste, bis man auch in seiner Geburtsstadt Berlin so langsam auf ihn aufmerksam wurde. Erst Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre verewigte sich Poelzig mit der Neugestaltung des Bülowplatzes (heute Rosa-Luxemburg-Platz) und vor allem dem heute als ikonisch geltenden Haus des Rundfunks auch hier im Stadtbild. Mit ihrer Hymne auf Poelzig als einen der künstlerischen Charakterköpfe des neuen modernen Nachweltkriegs-Berlin vom 14. April 1922 war die Berliner Morgenpost ihrer Zeit mithin weit voraus. Für uns wird sie angestimmt von Frank Riede.
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  • Folge vom 13.04.2022
    Amerika, wie es ißt und trinkt
    Mit Hans Goslar kommt bei Auf den Tag genau heute eine weitere Stimme des journalistischen Weimars zu Wort, die nach 1933 gewaltsam unterdrückt wurde und anschließend dem Nazi-Regime zum Opfer fiel. Im Falle des 1889 geborenen Goslar führte der Leidensweg über die Emigration nach Amsterdam, wo seine Familie 1943 verhaftet und ins Konzentrationslager Bergen-Belsen verschleppt wurde. Dort starb Hans Goslar im Februar 1945. 1922 war er, der Nationalökonomie studiert hatte, Leiter der Pressestelle des preußischen Staatsministeriums. Seine auf einer Studienreise in die USA gewonnenen Eindrücke fasste er im Buch mit dem Titel „Amerika 1922“ zusammen. Für die Vossische Zeitung vom 13. April beschrieb er die Ernährungsgewohnheiten der Amerikaner, und damit Schnellrestaurant-Ketten, viele frische Früchte, Milch, offiziell keinen Alkohol, aber vor allem: unglaublich viel Zucker. Für uns tingelt Frank Riede vom Grapefruit- zum Candy-store.
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  • Folge vom 12.04.2022
    Sorgen der Schweiz
    Neutral, ergo nicht am Ersten Weltkrieg beteiligt, Bankgeheimnis intakt, ergo massive Geldflüsse in den sicheren Bank-Hafen während des Weltkrieges. Man könnte meinen, dass die Schweiz 1922 wirtschaftlich gut dastand. Jedoch plagten die auf Export ausgerichtete Agrarwirtschaft und Industrie die Krisen und die sinkende Kaufkraft der Nachbarstaaten. Davon berichtet der Vorwärts vom 12. April, sowie, damit verknüpft, von den Hoffnungen der Schweiz auf einen die europäische Wirtschaft stabilisierenden Verlauf der Konferenz in Genua. Paula Leu schaut für uns hinüber zu den Sorgen der Schweiz.
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  • Folge vom 11.04.2022
    Genua - der erste Tag
    Bereits seit Tagen überboten sich die Berliner Tageszeitungen in Vorberichten – am 10. April 1922 ging die mit großen Erwartungen befrachtete Wirtschaftskonferenz von Genua endlich los, und weckte in Deutschland ein weiteres Mal Hoffnungen auf eine Neuverhandlung der als ungerecht und unbezahlbar aufgefassten Reparationsauflagen. Allzu viel war bei der feierlichen Eröffnung der Veranstaltung naturgemäß noch nicht passiert, aber das vorherrschende Narrativ der hiesigen Berichterstattung ist bereits im Auftaktartikel der Berliner Volks-Zeitung vom 11. April zu besichtigen: Die deutschen Sympathien galten eindeutig der auf das internationale Parkett zurückgekehrten russischen bzw. nunmehr sowjetischen Delegation, die Rolle des Bösewichts spielten aus Berliner Perspektive weiterhin die Franzosen unter ihrem Hardliner in Reparationsfragen, Ministerpräsidenten Raymond Poincaré. Alle weiteren Details kennt Frank Riede.
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