Das Prinzip Telefonseelsorge ist einfach: Wer ein Gespräch braucht, warum auch immer, ruft an. Am anderen Ende nimmt auf jeden Fall jemand ab und hat Zeit: Manchmal für konkrete Ratschläge, vor allem aber zum Zuhören, auch wenn der Kontakt anonym und flüchtig ist. Uwe Müller gründete 1988 im damaligen Ost-Berlin die kirchliche Telefonseelsorge Berlin-Brandenburg und leitete sie fast 40 Jahre lang. Kirsten Dietrich hat mit ihm gesprochen.
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Reden mit einem Menschen. Eine knappe Stunde lang. Eine Zumutung? Im Gegenteil: es ist die pure Verführung zum Zuhören.
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Folge vom 11.01.2026Uwe Müller, Telefonseelsorger
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Folge vom 04.01.2026Visionen für Berlin - der Architekt Thomas WillemeitAls einer der drei Gründer des renommierten Architekturbüros GRAFT setzt sich Thomas Willemeit für große Projekte ein. Er möchte das Internationale Congress Centrum ICC zur größten Elektro-Ladestation Berlins weiterentwickeln und die Weltausstellung EXPO 2035 nach Berlin holen. Sein architektonisches Denken sei musikalisch geprägt, sagt er. Willemeit spielt Geige, singt im Chor und hat selbst Chöre gegründet. Über seine Visionen für Berlin und die Verbindung von Musik und Architektur hat Britta Bürger mit ihm gesprochen.
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Folge vom 01.01.2026Gabriele Stötzer, Künstlerin"Dabei sein und nicht schweigen" – das ist der Titel der bislang größten institutionellen Einzelausstellung der Künstlerin Gabriele Stötzer, die ab dem Sommer im Berliner Gropius Bau zu sehen sein wird. 1976 hatte die Studentin in der DDR gegen die Exmatrikulation eines Kommilitonen und die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann protestiert. Als sie sich im Verhör der Stasi weigerte "tätige Reue" zu zeigen, wurde sie zu einem Jahr Haft verurteilt. Nach ihrer Entlassung war sie mit Texten, Videoinstallationen und Skulpturen in der Untergrundkultur der DDR aktiv. Bis heute nimmt sie mit ihren Werken zu gesellschaftlichen Fragen Stellung. Matthias Bertsch hat mit Gabriele Stötzer gesprochen.
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Folge vom 28.12.2025Gilda Sahebi, JournalistinAuf den Schauplätzen der Polarisierung kennt sich die Journalistin Gilda Sahebi aus, unter anderem als häufiger Gast in politischen Talkshows. In ihrem neuen Buch "Verbinden statt spalten" beschreibt sie, was wir uns mit der Aufspaltung in Meinungslager bei Themen wie Sozialleistungen, Migration oder Krieg und Frieden antun. Gilda Sahebi sucht nach Mitteln gegen die Polarisierung und macht selbst einen Anfang, indem sie in ihren Texten den verschiedenen Seiten einer Geschichte Raum gibt, auch gegen ihre eigenen politischen Sympathien. Und sie erzählt von der Erfahrung, die wir alle in unserem Alltag machen können: Dass uns mehr verbindet als uns trennt. Frank Meyer hat mit Gilda Sahebi gesprochen.