Frühe Soziologin, engagierte Friedensaktivistin, Bildungsreformerin - und doch beinahe vergessen: Hanna Meuter zählte zu den ersten Frauen mit Doktorat in Soziologie. 1926 stellte sie in Wien ihre Habilitationsforschung vor, doch die Universität Köln verweigerte ihr die akademische Laufbahn, weil man ihr als Frau die akademische Kompetenz absprach. 1933 wurde sie im Zuge der NS-Machtübernahme als politisch unzuverlässig aus dem Dienst als Bibliothekarin entlassen. Im Verborgenen analysierte sie daraufhin, wie das NS-Regime Angst, Denunziation und Gewalt in das Alltagsleben trägt. Rosemarie Burgstaller spricht mit dem Historiker Clemens Pfeffer über eine kritische Intellektuelle, deren Werk gerade wiederentdeckt wird. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24.09.2026.Gestaltung: Rosemarie Burgstaller
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Den Gedanken Raum geben - mit Reportagen, Features, Recherchen, Porträts und Gesprächen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft, Natur und Technik.
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89 Folgen
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Folge vom 24.09.2026Hanna Meuter: Die übersehene Pionierin
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Folge vom 23.09.2026Zwischen Diagnose und DeutungPhilosophie im Dialog mit Psychiatrie und PsychotherapieWas bedeutet es, psychisch gesund oder krank zu sein? Wer entscheidet darüber und nach welchen Kriterien? - Krankheitskonzepte kritisch zu reflektieren und ethische Fragen nach Zwang, Autonomie, Würde und Verantwortung in der Behandlung zu thematisieren, betrachtet die Philosophie der Psychiatrie als ihre Aufgabe. Dabei zeigt sich: Philosophische Denkwerkzeuge helfen der Psychiatrie, ihre eigenen Grundannahmen zu hinterfragen und damit Behandlungen zu verbessern. Umgekehrt profitiert auch die Philosophie von diesem interdisziplinären Dialog, da sie existenzielle Fragen des Menschseins wie Identität, Bewusstsein oder das Leib-Seele-Problem an menschlichen Grenzerfahrungen überprüfen kann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23.09.2026.Gestaltung: Sabrina Adlbrecht
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Folge vom 22.09.2026Vertriebene Veterinäre: Die Vetmeduni Wien stellt sich ihrer GeschichteAls 1938 nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich viele Rektoren an den Unis ausgetauscht wurden, war das an der Tierärztlichen Hochschule nicht notwendig. Rektor Franz Benesch war schon vor dem "Anschluss" dafür bekannt, dem Nationalsozialismus sehr nahe zu stehen. Und auch die antisemitische Gewalt begann nicht 1938: Nationalsozialistische Studenten organisierten im Mai 1933 eine Gewaltaktion, bei der sie jüdische Studierende verprügelten. Im Zuge der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Vetmeduni hat die Historikerin Lisa Rettl die Biografien vertriebener Studenten recherchiert und Nachfahren aus Israel nach Wien eingeladen, die mehr über die Geschichte ihrer Väter und Großväter erfahren wollen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22.09.2026.Gestaltung: Katharina Gruber
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Folge vom 21.09.2026Super-GAU im NationalparkWie in der Schweiz ein verseuchter Fluss saniert wirdVor 10 Jahren nahm ein beispielloses Unglück seinen Anfang, das seither den Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden beschäftigt. Am Rand des Schutzgebietes steht eine Staumauer aus den 1960er Jahren, sie bildet den Lago di Livigno in Italien. Bei einem Zwischenfall bei Sanierungsarbeiten gelangte PCB-haltiger Staub in den Fluss Spöl, der durch den Nationalpark fließt. Polychlorierte Biphenyle (PCBs) sind langlebige und hochgiftige Stoffe, die sich in der Nahrungskette anreichern: in Wasser und Kies, Kleinstlebewesen, Fischen und Vögeln. Nach jahrelangen Verhandlungen wird der Spöl saniert. Während die Schuldfrage vor Gericht noch nicht geklärt ist, werden Bachforellen umgesiedelt, das Flussbett ausgebaggert, belastetes Sediment vor Ort gereinigt oder entsorgt. Eine Reportage aus den Schweizer Bergen am 10. Jahrestag der Katastrophe. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21.09.2026.Gestaltung: Lukas Tremetsberger