KI-Brillen erobern den Alltag. Doch ihre Kameras entfachen Streit um unsere Privatsphäre. Braucht es einen Marschhalt?
Smarte Brillen sind auf dem Vormarsch. Sie übersetzen live, fassen Texte zusammen, beantworten mittels KI Fragen und sind zudem für Sehbehinderte eine echte Alltagshilfe.
Doch die Technologie hat eine düstere Kehrseite. Weil die Gadgets fast wie normale Seh- oder Sonnenbrillen aussehen, können sie quasi unbemerkt Fotos und Videos aufnehmen. Die sogenannten «Smart Glasses» haben jüngst eine Debatte über den Schutz der Privatsphäre entfacht.
Kritiker sprechen von einem Frontalangriff auf die Privatsphäre. Mit diesen Brillen schaffe man ein enormes Missbrauchspotenzial für heimliche Aufnahmen – insbesondere in sensiblen Zonen wie Freibädern, Turnhallen, Saunas oder Garderoben. Deshalb fordern Politikerinnen in mehreren Kantonen Verbote im öffentlichen Raum oder ein sofortiges Verkaufs- und Importmoratorium. Eine entsprechende Petition sammelte innert kürzester Zeit über 17'000 Unterschriften.
Die Befürworter setzen auf Eigenverantwortung: Ein pauschales Verbot sei weder verhältnismässig noch in der Praxis umsetzbar. Die Schweiz dürfe sich dem technologischen Fortschritt nicht verschliessen. Stattdessen müsse die Gesellschaft lernen, sozialverträglich mit der neuen Technologie umzugehen. Befürworter betonen auch den Nutzen der Brillen als Alltagshilfe für Sehbehinderte und fordern einen mündigen Umgang mit den neuen Geräten.
Braucht es ein Verbot für Smart Glasses?
Darüber diskutieren am Donnerstag, 24. September, von 10 bis 11 Uhr im «Forum» auf Radio und Fernsehen SRF 1 folgende Gäste:
· Rahel Estermann, Co-Geschäftsleiterin «Digitale Gesellschaft» &
Luzerner Kantonsrätin der Grünen
· Jean-Claude Frick, Digital-Experte bei Comparis
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Folge vom 24.09.2026Braucht es ein Verbot von Smart Glasses – ja oder nein?
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Folge vom 17.09.2026Die Schweiz und ihre Waffen: Braucht es neue Regeln?Nach der tragischen Amoktat in Aarau Ende August 2026, wird wieder vermehrt über das Schweizer Waffenrecht debattiert. Die einen fordern schärfere Waffengesetze und ein nationales Waffenregister. Die anderen wehren sich vehement und wollen in der Prävention ansetzen. Die Amoktat in der Nacht auf den 30. August 2026 bei einem Rave in Aarau, bei der eine 22-jährige Frau durch Schüsse aus einer ehemals legal erworbenen Kalaschnikow getötet und weitere Personen verletzt wurden, hat die politische Diskussion um das Waffengesetz neu entfacht. Die aktuelle Rechtslage in der Schweiz Das Schweizer Waffenrecht ist im europäischen Vergleich liberal, wurde jedoch 2019 durch die Übernahme der EU-Waffenrichtlinie verschärft. Seither sind halbautomatische Waffen mit grossen Magazinen (mehr als 10 Schuss bei Gewehren) verboten. Sie können nur mit einer kantonalen Ausnahmebewilligung erworben werden, etwa für Sportschützen oder Sammler. Für Waffen, die vor 2019 legal gekauft wurden, gilt die Besitzstandswahrung – sie mussten lediglich nachregistriert werden. Ein nationales Waffenregister existiert in der Schweiz bis heute nicht. Die Register werden kantonal geführt. Forderungen der Befürworter Linke Politikerinnen und Politiker fordern nach der Tat weitreichende Massnahmen. Dazu gehören ein generelles Verbot und der Einzug aller halbautomatischen Waffen in Privathaushalten sowie die Schaffung eines zentralen, nationalen Waffenregisters. Sie argumentieren, das Risiko für Amokläufe, Femizide und Suizide sinke nachweislich, wenn die Verfügbarkeit von Schusswaffen im Alltag reduziert wird. Argumente der Gegner Demgegenüber wehren sich bürgerliche Kreise gegen neue Verbote. Sie argumentieren, dass eine Verschärfung die grosse Mehrheit der verantwortungsvollen Sportschützen und Jäger unter Generalverdacht stelle und die Schweizer Schützentradition bedrohe. Das bestehende Gesetz reiche bei konsequentem Vollzug völlig aus. Ein Nationales Waffenregister wäre zudem mit einem massiven Bürokratieaufwand verbunden. Braucht die Schweiz neue Regeln für Waffen? Darüber diskutieren am Donnerstag, 17. September, von 10 bis 11 Uhr im «Forum» auf Radio und Fernsehen SRF 1 folgende Gäste: · Pia Engler, Kantonsrätin SP Luzern. · Fabian Schütz, Grossrat SVP Aargau
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Folge vom 10.09.2026Müssen alle Heime und Spitäler Sterbehilfe zulassen?Im Kanton Zürich sollen künftig auch private Alters- und Pflegeheime, Spitäler und Rehakliniken assistierten Suizid in ihren Räumen dulden müssen. Befürworter sehen darin einen Schutz der Selbstbestimmung, Gegner einen Eingriff in die Freiheit der Institutionen. Am 27. September entscheidet die Zürcher Stimmbevölkerung über die neue Regelung zum assistierten Suizid. Die Institutionen müssten Sterbehilfe nicht selber anbieten und auch das Personal müsste nicht daran mitwirken. Sie dürften jedoch nicht grundsätzlich verhindern, dass eine sterbewillige Person in ihren Räumen mit Unterstützung einer Sterbehilfeorganisation aus dem Leben geht. Soll die Selbstbestimmung eines Menschen am Lebensende stärker wiegen als das Recht einer Institution, assistierten Suizid in ihren Räumen abzulehnen? Darüber diskutieren am Donnerstag, 10. September, von 10 bis 11 Uhr im «Forum» auf Radio und Fernsehen SRF 1 die folgenden Gäste: · Brigitte Röösli, SP-Kantonsrätin und ausgebildete Pflegefachfrau · Markus Schaaf, EVP-Kantonsrat und Heimleiter Moderation: Sandra Schiess
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Folge vom 03.09.2026Braucht die Schweiz eine striktere Auslegung der Neutralität?«Die Neutralität der Schweiz ist immerwährend und bewaffnet.» So soll es künftig in der Bundesverfassung stehen. Während die Initianten von wichtigen Leitplanken reden, befürchten die Gegnerinnen Nachteile für die Schweizer Aussenpolitik. Am 27. September entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung über die Neutralitätsinitiative. Diese stammt vom Verein «Pro Schweiz» und von SVP-Exponenten. Sie verlangt eine striktere Auslegung der Schweizer Neutralität. So dürfte die Schweiz künftig keine Sanktionen gegen kriegführende Länder mehr erheben – Ausnahme wären UNO-Sanktionen. Dient die Neutralitätsinitiative in Zukunft als aussenpolitischer Kompass für die Schweiz oder schränkt sie den Spielraum des Bundesrates ein? Darüber diskutieren am Donnerstag, 3. September, von 10 bis 11 Uhr im «Forum» auf Radio und Fernsehen SRF 1 die folgenden Gäste: - Stephan Rietiker, Präsident «Pro Schweiz». Er setzt sich für die Initiative ein. - Lisa Marchon, Co-Präsidentin «Operation Libero». Sie bekämpft die Initiative.