"Deichkind ist heute ein konzeptkünstlerisches Projekt, das im Gewand
einer Popband daherkommt", sagt Henning Besser von Deichkind im
ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Die Aufgabe des 39-Jährigen
bei Deichkind sei eher ungewöhnlich, wie er selbst sagt: "Ich kümmere
mich um alles außer die Musik und die Texte." Konkret heißt das, dass
Besser sowohl für die Ästhetik als auch die Produktion der aufwendigen
Liveshows von Deichkind zuständig ist. Besser begann seine DJ-Karriere
einst unter dem Künstlernamen DJ Phono. Im Jahr 1998 wurde er
Vizeeuropameister im Scratchen. Zu Deichkind stieß er zunächst als
Tour-DJ und wurde erst im Jahr 2006 reguläres Mitglied der Band um
Rapper Philipp Grütering. Knapp 30 Leute arbeiten heute Vollzeit für
Deichkind, darunter Ingenieure, vor allem im technischen Bereich, der
Bühnenkonzeption und im Bühnenbau. Dazu kämen, so Besser, Freelancer für
Pressearbeit, Marketing und Artwork – und nochmals gut 70 Mitarbeiter,
die mit der Band auf Tour unterwegs seien. Deichkind sei mittlerweile
"eigentlich ein veritabler Mittelständler geworden", erzählt Besser.
"Tief in meinem Herzen bin ich aber gar kein Unternehmer", sagt Besser.
"Ich bin Künstler und spiele nur Firma!"
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Talk
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Alle 14 Tage stellen Hannah Scherkamp, Elise Landschek und Daniel Erk spannenden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Gesellschaft und Wirtschaft Fragen über ihr persönliches Verhältnis zu ihrer Arbeit. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos Die ZEIT: www.zeit.de/podcast-abo
Folgen von Frisch an die Arbeit
234 Folgen
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Folge vom 01.10.2019Wie organisiert man eine Band wie Deichkind, Henning Besser?
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Folge vom 17.09.2019Wie können Sie sich als Frauenärztin von Ihren Patientinnen abgrenzen, Sheila de Liz?"Mein Fach ist mit schönen Momenten gesegnet, gerade Schwangerschaften sind immer wieder etwas ganz Besonderes", sagt die Frauenärztin und Autorin Sheila de Liz über ihren Beruf im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". "Aber wenn man gerade einen Brustkrebs-Fall hatte und die nächste Patientin reinkommt rein und wegen der Wartezeit meckert – das ist besonders anstrengend." Eigentlich, sagte die 50-Jährige, müsste man "vor jeder Patientin eine Kurzmeditation machen, das Fenster aufreißen und die Energien loswerden“. Sheila de Liz wurde in New Jersey, USA, geboren und kam als Teenager mit ihrer deutschstämmigen Mutter nach Deutschland. In Mainz studierte sie Medizin. Seit über zwölf Jahren arbeitet sie in ihrer eigenen Praxis in Wiesbaden. Im Podcast berichtet de Liz auch davon, wie viel Scham viele ihrer Patientinnen haben. Der verkrampfte und von unsinnigen Schönheitsvorstellungen geprägte Blick auf den Körper der Frau bringe Frauen in Gefahr: "Es gibt Frauen, die gehen nicht zur Mammografie, weil sie sich für ihre Brüste schämen.“ Darüber hat sie auch ein Buch geschrieben, es heißt: "Unverschämt – Alles über den fabelhaften weiblichen Körper". [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 03.09.2019Wie wird man ein Rockstar, Marco Wanda?"Ich kann noch immer mein Glück nicht fassen, dass das mein Beruf ist“, sagt der Musiker Marco Wanda im Podcast "Frisch an die Arbeit". Der 32-jährige Österreicher erzählt von seiner Arbeit an Texten, aber auch vom Hype um die 2012 gegründete Band Wanda, die mit der Single "Bologna" bekannt wurde. Marco Wanda hat Sprachkunst an der Wiener Universität für angewandte Kunst studiert. Seine Berufung sei aber immer die Bühne gewesen. "Ich bin mir sicher, ich wäre in jedem anderen Lebensentwurf grandios gescheitert", sagt Wanda. "Ich bin überall rausgeflogen, wo man rausfliegen kann." Die Arbeit als Songschreiber und Musiker heute nehme er dagegen sehr ernst. Lieder schreiben sei für ihn wie ins Büro zu gehen, auch wenn ihm ein bisschen Alkohol dabei helfe und er beim Schreiben extrem viel rauche – im Grunde eine Schachtel für jede Strophe, sagt er im Podcast. Die Leidenschaft und Begeisterung im Publikum würden seine Band und ihn am meisten anstacheln. Sie würden versuchen, "jedes Konzert so zu spielen, als ginge es um Leben und Tod". Das neue Album "Ciao!" von Wanda erscheint am 6. September 2019. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 20.08.2019Wie schafft man es, lange Zeit am Stück konzentriert zu arbeiten, Nora Markard?"Bei einer guten Vorlesung sieht man in den Gesichtern, da passiert was im Kopf", sagt die Juristin Nora Markard im ZEIT-ONLINE-Podcast "Frisch an die Arbeit". Die 41-Jährige ist Juniorprofessorin für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Universität Hamburg. In ihren Vorlesungen sitzen bis zu 400 Studierende. "Da muss man ziemlich ackern, um die Leute zu erreichen und die nicht dahinten drinsitzen und das über sich ergehen zu lassen", sagt sie. Markard hat Jura und Internationale Beziehungen in Berlin, Paris und London studiert. Derzeit sitzt sie an ihrer Habilitationsschrift. Im Podcast erzählt Markard von – wie sie sie nennt – manischen und depressiven Phasen im Arbeitsleben von Juristen. In den sogenannten manischen Phasen arbeite man unglaublich viel, alles funktioniere. In depressiven Phasen unterschätze man seine Expertise und halte die eigene Arbeit für banal. Sie spricht auch vom Hochstaplersyndrom: der Angst, dass man in Wirklichkeit gar nichts kann und andere es nur noch nicht bemerkt haben. Markard sagt: "Es geht darum, eine nachhaltige Art der Arbeit zu finden, die man über lange Zeit durchhält, ohne unglücklich oder krank zu werden." Und: "Zu viel ist grundsätzlich ein Problem in unserem Beruf. Man hat immer das Gefühl, es ist nicht genug." [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.