Manchmal führt ein galaktischer Spaziergang zuerst nach Stockholm. Nach Ende der „Nobelpreissaison“ 2026 nehmen unsere beiden Himmelspaziergänger Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach uns mit auf eine Exkursion in die Welt der geheimnisvollsten Teilchen des Universums: die Neutrinos. Denn darum ging es beim Physiknobelpreis 2026, der an Francis Halzen, einen belgisch-amerikanischen Astrophysiker, verliehen wurde. Ein kleines bisschen konnten sich aber auch die Bochumer Astronomen als mit ausgezeichnet fühlen. Warum? Weil das IceCube-Observatorium am Südpol, für das Halzen vor über 40 Jahren die entscheidende Idee hatte und das er immer noch leitet, eine internationale Kollaboration ist und Deutschland der zweitgrößte Partner, mit starker Beteiligung von Forschenden aus Bochum, Dortmund und Wuppertal. Susanne und Paul flanieren durch das Innere dieses gigantischen Detektors: ein Kubikkilometer antarktisches Eis, durchzogen von Tausenden Lichtsensoren in bis zu 2500 Metern Tiefe. Was genau fängt man dort ein, warum durchqueren Neutrinos ungebremst ein ganzes Lichtjahr Blei und wie gelingt es trotzdem, die wenigen Signale aus den energiereichsten Ecken des Kosmos herauszufiltern?In Hinter der Schlagzeile dreht sich alles um einen Planeten, der wie ein Phönix aus der Asche gestiegen sein könnte: Um einen jungen Weißen Zwerg kreist offenbar ein jupitergroßes Objekt – möglicherweise entstanden aus dem Gashüllenmaterial des Sterns, das dieser einst von sich warf. Ein recycelter Planet zweiter Generation, der aus dem Nachlass seines toten Muttersterns geboren wurde.Kopfhörer auf und auf in die Tiefe!
Wissenschaft & Technik
Gemeinsam durch die Galaxis Folgen
„Gemeinsam durch die Galaxis“ heißt der astronomische Plauder-Podcast mit Bochumer Planetariumsleiterin und Astronomin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und ihren galaktischen Mitreisen, darunter der stimmgewaltig-wortgewandte Kabarettist und Hobby-Astronom Jochen Malmsheimer in Staffel eins bis zweieinhalb, Astrophysiker Michael Büker bis in Staffel drei und Susannes langjähriger Freund und Astronomiekenner Paul Hombach ab Staffel vier.
Folgen von Gemeinsam durch die Galaxis
99 Folgen
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Folge vom 05.11.2026Episode 93: Kosmische Geisterteilchen. Nobelpreis 2026
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Folge vom 22.10.2026Episode 92: Planet 9 - Jenseits von NeptunAm Rand unseres Sonnensystems wird es unübersichtlich – und genau dorthin führt es unsere beiden Himmelspaziergänger Planetariumsleiterin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach in der zweiten Folge der Jubiläumsstaffel. Jenseits der Neptunbahn erstreckt sich ein Reich aus Eis und Fels: der Kuipergürtel, bevölkert von Zwergplaneten wie Pluto, Eris, Haumea und Makemake und vielleicht, ganz weit draußen im Dunkel, von noch etwas sehr viel Größerem.Susanne und Paul schlendern durch die Indizien: Warum legen die Bahnen einiger extremer Transneptun-Objekte die Vermutung nahe, dass dort ein unentdeckter Planet mit mehrfacher Erdmasse seine einsamen Runden dreht? Und was spricht dagegen? Die Geschichte des Sonnensystems, die Wanderung der großen Planeten in der Frühzeit und die Entdeckungsgeschichte des Neptun selbst liefern dabei überraschende Parallelen. Ob das Vera-Rubin-Teleskop mit seiner gewaltigen Himmels-Durchmusterung bald Klarheit schafft? Die Antwort könnte nur noch Jahre entfernt sein.In Hinter der Schlagzeile rückt der Saturn ins Zentrum: An seinem Südpol formt sich ein mysteriöses Zehneck aus Wolkenwirbeln, ein Gegenstück zum lange bekannten Nordpol-Sechseck. Und wer gerade ein Teleskop zur Hand hat, sollte die Ringe nicht verpassen: Geisterhafte Speichen aus elektrisch aufgeladenen Staubteilchen schweben über den Eisringen – ein Phänomen, das nur in diesem kurzen Zeitfenster nach der Kantenstellung zu beobachten ist.
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Folge vom 08.10.2026Episode 91: LichtgeschwindigkeitWillkommen zur Jubiläumsstaffel! Zum Auftakt der 10. Staffel von Gemeinsam durch die Galaxis schlagen unsere beiden Himmelspaziergänger Prof. Dr. Susanne Hüttemeister und Astronomiejournalist Paul Hombach einen Weg ein, der so rasant ist wie kein anderer: Sie flanieren entlang der kosmischen Höchstgeschwindigkeit – 299.792.458 Meter pro Sekunde, festgezurrt als Naturkonstante und gleichzeitig der Maßstab, an dem das Universum selbst hängt.Wie kam die Menschheit überhaupt auf die Idee, Licht zu messen? Von Galileis Laternenversuch über Ole Rømers geniale Beobachtung der Jupitermonde bis zu James Bradleys Aberrationsmessung im 18. Jahrhundert – Susanne und Paul wandern durch die Geschichte einer der kühnsten Entdeckungen der Physik. Und dann die entscheidende Frage, die Science-Fiction-Fans aufhorchen lässt: Ist Lichtgeschwindigkeit wirklich unschlagbar? Die beiden streifen durch Zeitdilatation und Längenkontraktion, durch scheinbare Überlichtgeschwindigkeit in kosmischen Jets, durch die rasende Ausdehnung des frühen Universums und landen schließlich bei den hypothetischen Tachyonen, die noch niemand je gesehen hat.In Hinter der Schlagzeile ist der Mond selbst die Hauptfigur: Der Lunar Reconnaissance Orbiter hat einen frischen Einschlagkrater entdeckt: 200 Meter groß, ausgeworfen aus dem dunklen Mondbasalt, erzeugt von einem vielleicht 30 Meter großen Brocken, wie er statistisch auch alle etwa 100 bis 200 Jahre auf der Erde einschlagen kann. Ein kosmischer Weckruf, der auch die Frage aufwirft, wie gut unsere Suchprogramme für erdnahe Objekte wirklich sind.Kopfhörer auf und auf zu dieser neuen Staffel Gemeinsam durch die Galaxis!
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Folge vom 27.09.2026Sonderfolge: Live-Podcast Teil 2Der Abend im Planetarium Bochum geht weiter und damit auch die zweite Hälfte unserer Live-Aufzeichnung. Wer bei Teil 1 Blut geleckt hat, findet hier nahtlos den Anschluss; wer frisch einsteigt, landet mitten in einem Streifzug durch die größten offenen Fragen der Astronomie.Denn das Publikum vor Ort hatte noch längst nicht genug: Unsere beiden Himmelspaziergänger wurden auf Wegen geführt, die von der kosmischen Einsamkeit bis an die Grenzen des Vorstellbaren reichen. Wo sind eigentlich all die Außerirdischen – und was sagt es über uns, wenn die Antwort „wir sind die Ersten" lautet? Existieren Wurmlöcher wirklich oder bleiben sie für immer Theorie und Scriptvorlage? Und wohin dehnt sich das Universum eigentlich aus, wenn es doch alles enthält, was es gibt?Susanne und Paul flanieren in dieser Folge durch Fragen, bei denen selbst die Physik irgendwann in ein Achselzucken mündet und zeigen dabei, wie produktiv dieses Staunen sein kann. Eine Folge, die mit dem Fermi-Paradoxon beginnt und beim Rand des Universums endet oder genau dort, wo es keinen Rand gibt.Jetzt hören, überall, wo es Podcasts gibt!