Seit jeher interessiere ich mich für alle Branchen und Geschäftsmodelle, deren Entwicklung in Zukunft stark durch das Internet beeinflusst wird. Mein letzter „aufklärender“ Beitrag ist schon etwas älter und sollte ein wenig Licht ins Dunkel der Optikerbranche bringen. Tenor: Fielmann gewinnt das Spiel wohl langfristig. Ich hatte in den letzten Monaten einige interessante Kontakte in die Versicherungsbranche, die seit Jahren verschiedene Versuche unternommen hat, den internet-ökonomischen Effekten aus dem Geschäft zu entgehen oder diese in bestimmten Fällen zu forcieren. Ein oberflächlicher Blick auf diese Branche würde aus
E-Commerce-Sicht zu einer Aussage á la „In Zukunft werden alle Versicherungen online & direkt verkauft“ führen. Das klingt auch erst einmal ganz einleuchtend, da durch Direktvertrieb im Internet die Wertschöpfungskette deutlich effizienter gestaltet werden kann und damit auch die Konsumententarife attraktiver würden. Es gibt allerdings gute Gründe, warum das heute noch nicht der Fall ist und warum das auch in Zukunft nicht der Fall sein wird.
http://www.kassenzone.de/2014/10/22/versicherungen-internet-quo-vadis-allianz-axa-huk-hdi/
Wirtschaft
Kassenzone | CEO Interviews Folgen
Kassenzone.de analysiert E-Commerce Strategien und Geschäftsmodelle. Wöchentlich sprechen Gründer und CEOs von Händlern, Marken und Herstellern über ihr Geschäftsmodell und die eigene E-Commerce Strategie. Die Gäste werden befragt Karo Junker de Neui, Geschäftsführerin von Etribes und von Alexander Graf, Geschäftsführer & Gründer von Spryker Systems.
Folgen von Kassenzone | CEO Interviews
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Folge vom 18.01.2015K#59 Versicherungen & Internet: Quo Vadis Allianz, Axa, HUK & HDI
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Folge vom 18.01.2015K#58 Gefangenendilemma & AmazonIn den letzten Tagen hatte ich verschiedene Gesprächsrunden mit großen Herstellern und Händlern, in denen es um die Veränderung der Handelslandschaft ging und um die Herausforderungen durch Amazon. Im meinem Artikel “Hersteller und Amazon” habe ich aufgezeigt, in welche Richtung sich Amazon momentan gegenüber den Markenherstellern bewegt. Die Diskussion zum Artikel hat noch mal ein paar Punkte verdeutlicht. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehört sicherlich, dass die beschriebenen Verhaltensweisen erst der Anfang sind und es ohne Zweifel im Interesse von Amazon sein wird die eigene Rendite zu steigern. Wenn das heißt, dass eigene Produkte bzw. Produkte mit besseren Margen in der Produktübersicht über andere “Marken” Produkte gestellt werden, dann wird Amazon das tun. Zudem steigt bei fast allen befragten Herstellern der Umsatzanteil über Amazon erheblich. Die 2-8% Umsatzanteil heute werden innerhalb von 2-3 Jahren locker an die 15-30% reichen. Kein Hersteller kann schlüssig erklären, warum Amazon innerhalb seiner Sortimentes keine Eigenmarken entwickeln sollte, solange Aufwand und Ertrag in einem sinnvollen Verhältsnis stehen. http://www.kassenzone.de/2014/11/29/gefangenendilemma/
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Folge vom 18.01.2015K#57 Hersteller und AmazonEine für mich sehr wichtige Erkenntnis in 2014 ist, dass in der Amazon Economy sogar die meisten Hersteller in eine schwierige Situation gelangen können. Das ist alles andere als intuitiv verständlich. Im Kassenzone Duktus wird es schwer für alle Zwischenhändler und ohnehin schwierig für alle Onlinehändler, die mit Amazon konkurrieren, aber bei einem Hersteller mit wahrnehmbarer Marke und halbwegs innovativen Produkten würde man eine starke Position vermuten. Wer auch sonst sollte in einer zunehmend wettbewerbsintensiveren Handelswelt gewinnen? Und einen Gewinner muss es doch geben, oder? http://www.kassenzone.de/2014/11/16/hersteller-und-amazon/
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Folge vom 18.01.2015K#56 Möbelmarkt, Intermediäre und Moebel.deVor ein paar Wochen habe ich noch über die Ergebnisse der digitalen Aktivitäten von ProSiebenSat1 geschrieben, und schon in dieser Woche war moebel.de Gründer und Vorstand Arne Stock mit auf unserer kleinen & exklusiven K5 Cruise, um mir ein paar Fragen Geschäftsmodell zu beantworten. Moebel.de ist als klassischer Intermediär gestartet und versucht nun u.a. über die Medienkooperation mit P7S1 seine Marke stärker in den Vordergrund zu stellen. Das ist auch notwendig, wenn man verfolgt unter welchem Druck sich alle Geschäftsmodelle befinden die von Googles Traffic abhängig sind. Sehr lesenswert dazu ist noch immer der „Google Monopoly“ Beitrag von Philipp Klöckner. Die große Chance für moebel.de liegt aus meiner Sicht, neben dem Aufbau einer Marke, in der Vertikalisierung des Geschäftsmodells. http://www.kassenzone.de/2014/11/21/moebelmarkt-intermediaere-und-moebel-de/