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Ratgeber

Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

In "Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast" sprechen Tobi und Maria jede Woche Freitag über praktische Tipps, naturnahes Gärtnern, Artenvielfalt und spannende Garten-Experimente.

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Folgen von Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

153 Folgen
  • Folge vom 17.06.2022
    #36: Wintergemüse im Sommer in die Erde bringen
    Im Sommer schon an den Winter denken: das ist das Motto beim Wintergemüse. Auch wenn die Saison im Oktober bei vielen endet, müssen die Beete nicht abgeerntet sein. Es gibt viele Gemüsearten, die lange in den Winter hinein oder sogar noch bis ins nächste Frühjahr auf deinen Beeten stehen bleiben und frisch aus dem Garten geerntet werden können. Sellerie, Wirsing, Porree, Rote Bete und Kohl sollten jetzt gepflanzt werden, damit wir uns im Winter über eine reiche Ernte freuen können. Über den Anbau von Wintergemüse  hat sich Kleingärtnerin Nadine Witt mit Lars Fischer unterhalten. Er baut in seinem Familienbetrieb in 5. Generation verschiedene Gemüsearten an. Wann, welches Wintergemüse in die Erde muss, das hört ihr in dieser Folge. Wintergemüse ist recht pflegeleicht und verträgt Kälte gut. Dazu zählen neben diversen Kohlsorten auch Spinat, Feldsalat, Rote Bete, Möhren oder Hafer- und Schwarzwurzeln. Dieses Gemüse wächst auch noch dann, wenn die Temperaturen sinken und die meisten Pflanzen das Wachstum einstellen.   Manches Wintergemüse muss allerdings schon im April ins Beet, wie zum Beispiel Rosenkohl, Porree und Sellerie. Aber die meisten Wintergemüsearten können noch bis Juni oder sogar August gepflanzt beziehungsweise gesät werden. Dazu gehören Kohl, Wirsing, Feldsalat, Rote Beete und Möhren. Zwar kann Wintergemüse Kälte gut ab, Dauerfrost hält es aber nicht aus. Deshalb sollte das Wintergemüse vorher besser geerntet werden. Unmittelbar nach Frosttagen sollte man mit der Ernte jedoch lieber etwas warten. Generell sollte nur frostfreien Tagen geerntet werden.
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  • Folge vom 03.06.2022
    #35: Tipps und Tricks rund um den Anbau von Erdbeeren
    Wo ist der beste Platz für Erdbeeren? Wie und wann werden sie am besten gepflanzt? Welchen Boden brauchen Sie? Diese Fragen hat Kleingärtnerin Nadine Witt Carolin Leefers vom Erdbeerhof Gebesee gestellt. Die kennt sich mit Erdbeeren aus: Standort: Erdbeeren wachsen am besten an vollsonnigen Standorten auf lockeren, humusreichen Böden. Das gilt auch für Kübel-Erdbeeren. Der Platz sollte windgeschützt, aber nicht windstill sein, damit das Laub nach Regenfällen schnell abtrocknet. Das verringert Blattkrankheiten. Am vorgesehenen Standort sollten mindestens drei Jahre lang keine Erdbeeren gestanden haben. Damit beugt man Bodenschädlingen wie Fadenwürmern vor. Kartoffeln möglichst nicht als Vorkultur. Gut als Vorkultur sind Mais und Porree. Pflanzzeit: Erdbeergrünpflanzen werden ab Juli/August oder September für das nächste Jahr gepflanzt.  Wer im vorherigen Sommer keine Erdbeeren gepflanzt hat, kann das im Frühjahr nachholen von April bis Ende Juni. Entweder mit Grünpflanzen oder mit Frigopflanzen. Das sind Jungableger, ohne Blätter nur mit Wurzel und Kopf (Rhizom) der Erdbeerpflanze. Von März bis Juni können die Frigopflanzen gepflanzt werden. Kurz nach dem Einpflanzen treiben die ersten Blätter aus dem Rhizom aus. Etwa 6 bis 8 Wochen später kann man bereits die ersten Früchte ernten.   Boden: Erdbeeren lieben neutralen bis schwach sauren Boden (pH-Wert 5,5 bis 6,5). Auf schweren, und verdichteten Böden bekommen Erdbeeren leicht Wurzelkrankheiten. Steinreiche Böden mögen sie auch nicht. Am besten ist ein schluffhaltiger, lockerer, humusreicher und nährstoffreicher Boden. Stallmist im Herbst vor der Pflanzung ins Beet einarbeiten, nicht direkt vor der Pflanzung. Jungpflanzen vertragen keine Salze. Erdbeeren mit Stroh mulchen, das hält Feuchtigkeit im Boden, Unkraut fern und die Früchte sauber. Pflanzen: Empfohlener Abstand zwischen den Reihen: mindestens 40 Zentimetern, in der Reihe: 25 Zentimeter. Die Pflanzen so tief einsetzen, dass das Herz der Pflanzen über der Erdoberfläche bleibt. Bei wurzelnackten Jungpflanzen darauf achten, dass die Wurzeln senkrecht und gut ausgebreitet in die Erde gelangen. Pflege: Nach dem Pflanzen gut wässern, auch in Trockenperioden. Vermeiden sie beim Gießen die Blätter zu befeuchten, das fördert Schimmel- und Pilzkrankheiten.  Im Kübel: Regelmäßig wässern, aber Staunässe vermeiden.  Düngung: Etwa drei Wochen nach der Pflanzung, wenn die Pflanzen frische Blätter bekommen, düngen. Dann regelmäßig im August oder September nach der Ernte. Empfohlen werden organische Dünger oder auch reifer Kompost. Ernte: Sortenabhängig von Juni bis September. Am besten in den frühen Morgenstunden ernten, dann ist das Aroma am intensivsten. Erdbeeren sind druckempfindlich, daher am Fruchtstiel ernten und so pflücken, dass der Blattkranz an der Erdbeere bleibt und die Erdbeere beim Waschen nicht verwässert. Erst direkt vorm Verzehr waschen. Frühjahr: Bei Frostgefahr hilft eine Vliesabdeckung im April/Mai, um die Blüten zu schützen. Auf Wasserversorgung achten, besonders in den vier Wochen von der Blüte bis zur Ernte. Ausläufer möglichst früh zurückschneiden.  Früh-Sommer: Stroh oder Holzwolle unter die Pflanzen legen Herbst: Ab September können die Erdbeeren geschnitten werden. Allerdings nur den äußersten Blattkranz, sobald er vertrocknet ist. Spätherbst - Winter: Ab November bei immertragenden Erdbeeren die letzten Blütenstände ausbrechen und die Ranken abschneiden, so dass die Pflanze kräftiger in den Winter geht. Erdbeerpflanzen im Kübel oder Kasten mit dem Gefäß geschützt überwintern und den Topfballen feucht halten.
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  • Folge vom 20.05.2022
    #34: Gewächshaus im Kleingarten: Was sind die Vor- und Nachteile?
    Garten-Expertin Brigitte Goss möchte ihr Gewächshaus nicht mehr missen. Aus ihrer Sicht überwiegen klar die Vorteile: - Saison verlängern - Pflanzen können früher raus und länger draußen bleiben - Jungpflanzen vorziehen - Gärtnern unabhängig vom Wetter - Schutz vor Wind und Extremwetterlagen - stabile Temperaturen und gleichbleibende Bedingungen Material: Gewächshäuser können aus Glas, Kunststoff, Doppelstegplatten, Hohlkammerplatten oder gar alten Fenstern bestehen. Hauptsache sie sind stabil. Als Mindestgröße empfehlen sich 6 Quadratmeter. Größere Gewächshäuser lassen sich besser klimatisieren, weil sich die Hitze von innen nicht so staut. Kosten: Ein hochwertiges Gewächshaus ist ab 1.000 Euro aufwärts zu haben.  Standort: Gemüse braucht viel Sonne, deshalb sollte man die lange Seite nach Süden ausrichten, um die Vegetationszeit zu verlängern. Weitere Hinweise: - Belüftung ist wichtig! Es gibt dafür zum Beispiel automatische, hydraulische Fensteröffner. Sie lassen sich ohne Strom öffnen und schließen. Für heiße Standorte empfehlen sich Seitenfenster. - Sorgen Sie mit Stoff oder Schattierleinen für Schatten! - Auch im Gewächshaus ist natürlich gewachsender Boden wichtig. - Eine Heizung braucht es nicht unbedingt, es sei denn man will Kübelpflanzen im Gewächshaus überwintern. Ansonsten reicht auch ein Frostwächter. - Sauberkeit und Hygiene sind wichtig, putzen Sie deshalb im Herbst unbedingt das Gewächshaus. Nachteile von Gewächshäusern: Weil häufig Jahr für Jahr die gleichen Kulturen angebaut werden, kann man sich schnell Krankheiten ins Gewächshaus holen. Tauschen Sie jedes Jahr die Seiten und beleben Sie den Boden mit Wurmhumus und anderem Kompost. Gießen darf nicht vergessen werden, schließlich regnet es nicht rein. Mit automatischen Bewässerungssystemen kann man diesen Nachteil ausgleichen, aber die sind etwas aufwendig. Alternative zu Gewächshäusern: - Hochbeete mit Aufsatz - Frühbeet - Mistbeet - Minigewächshäuser Fazit: Die Vorteile eines Gewächshauses überwiegen. Wer Platz im Garten hat, Jungpflanzen selbst vorzieht und früher in die Gartensaison starten will beziehungsweise sie verlängern möchte, für den lohnt sich die Anschaffung.
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  • Folge vom 06.05.2022
    #33: Aubergine, Paprika, Gurke - empfindliches Gemüse anbauen
    Aubergine, Paprika und Chili gelten als empfindliches Gemüse. Wie gelingt der Anbau im Garten? Nadine Witt unterhält sich darüber im Podcast mit Gärtnerin Alexandra Seidenstücker von der Gemüsewerkstatt Grünschnabel in Cobstädt. Sie gibt Tipps zum Düngen, zur Pflanzzeit und zum Gießen des wärmeliebenden Gemüses. Von der Gärtnerin erfährt Nadine auch, dass Auberginen Spätzünder sind, wie Chili mehr Ertrag bringen und warum die Gurke eine echte Diva ist. Alexandra Seidenstücker rät daher: Wer kein Gewächshaus hat, sollte lieber Mini- und Snackgurken anbauen. Und Kleingärtnerin Nadine bekommt noch einen Tipp vom Profi: Luffa-Gurken anbauen! Die Exoten lassen sich gut im Garten kultivieren. Ihre Früchte dienen als nachhaltige Schwämme zum Spülen oder Duschen, die nach der Benutzung einfach auf den Kompost können. Vielleicht haben Sie ja jetzt auch Lust auf Luffagurken bekommen?
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