Unter #sober curious wird international die Abstinenz propagiert. Nach dem "dry january" gibt es jetzt auch den "sober october" - der trockene Januar und der nüchterne Oktober also. Beide sollen zum Mitmachen und nicht-trinken motivieren. Und auch abseits der Bildschirme scheinen immer mehr Menschen immer weniger zu trinken. Selbst im Bierland Bayern stagniert der Absatz der Brauereien. Eine Ausnahme ist ausgerechnet der Markt für alkoholfreies Bier. Wie und warum ändert sich die Trink- und Rauschkultur? Dazu diskutieren Podcasterin und Autorin Mia Gatow und die Kulturwissenschaftler Gunther Hirschfelder und Simone Egger.
Kultur & Gesellschaft
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Spannende Debatten, lebendige Reportagen, hintergründige Gespräche: Der ganze Kosmos des Bayern 2-Kulturlebens.
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Folge vom 10.10.2024Neue Nüchternheit? Wie sich das Verhältnis zum Alkohol gerade ändert
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Folge vom 19.09.2024Drachen, Elfen, Heldenkämpfe: Ist Fantasy Weltflucht?Fantasy gilt nicht selten als konservativ, reaktionär sogar: geschlossene Weltbilder, eine klare Trennung von Gut und Böse, fixe Rollen. Geschichten, die mit der echten Welt und ihren echten Krisen nichts zu tun haben wollen. Doch es gibt längst auch eine progressive Spielart des Genres. Und vielleicht lässt sich gerade an fantastischen Erfindungen besonders gut lernen, dass auch die Wirklichkeit nicht einfach da ist, sondern durch unsere Erzählungen mit erschaffen wird. Wir sprechen mit der Fantasy-Autorin Jenny-Mai Nuyen und der Kulturwissenschaftlerin Christine Lötscher über den Reiz dieser Erzählform.
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Folge vom 29.08.2024„Bring Back Joy!“ Wie politisch sind Gefühle?"Bring Back Joy!" - damit mobilisieren die US-Demokraten derzeit in ihrer Wahlkampagne. Populisten dagegen arbeiten gern mit Emotionen wie Angst oder Wut. Welche Rolle spielen Gefühle in der Politik? Gibt es etwas wie "demokratische Gefühle"? Und ist es vielleicht auch ein Krisensymptom, wenn schon "Joy" als politische Botschaft durchgeht? Wir sprechen mit der Kulturwissenschaftlerin und USA-Kennerin Elisabeth Bronfen und dem Politikwissenschaftler Gary S. Schaal.
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Folge vom 15.08.2024Karl der Große: Ein Vater EuropasEr war ein Mittler zwischen Antike und Neuzeit. Und eine historische Figur, ohne deren Handeln die europäische Geschichte wohl ganz anders verlaufen wäre: Karl der Große, einer der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters, vielleicht sogar der bedeutendste, erst fränkischer König, dann Kaiser, gekrönt am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom durch Papst Leo III. Er konnte unerbittlich und brutal gegen die Gegner seiner Politik vorgehen. Und er war doch nicht nur ein Machtmensch, sondern auch ein Regent, der sich für die Naturwissenschaften interessierte und seine Untertanen wie sich selbst wieder und wieder zu einem gottesfürchtigen Leben ermahnte. In einem für die damaligen Verhältnisse großen Reich, in weiten Teilen Westeuropas, wurde, unter der Herrschaft Karls des Großen, die Kultur der Antike wieder entdeckt. Das angeblich so finstere Mittelalter wurde hell. Sogar sehr hell. Insofern gilt Karl der Große zu Recht als ein Vater Europas. Und das ungeachtet der Tatsache, dass es in der Geschichte seines Lebens große Leerstellen gibt, seine wirkliche Person also an vielen Stellen im Dunkel einer uns fremden Welt und Zeit verborgen liegt - so sehr, dass es Zweifel gibt, ob man eine Biographie dieses Herrschers überhaupt erzählen kann. Niels Beintker begibt sich auf eine Spurensuche in die Welt des frühen Mittelalters. Wichtige Historiker, darunter die Biographen Johannes Fried und Stefan Weinfurter, erzählen vom Leben Karls des Großen und von seiner Epoche. Und auch davon, wie modern und wegweisend manche der großen Fragen gewesen sind, die diesen König und Kaiser beschäftigt haben. Vielleicht ist das frühe Mittelalter unserer Zeit am Ende näher, als wir denken.