Wer als Journalist in der Nazi-Szene recherchiert, braucht gute Nerven und viel Glück. Jonas Miller etwa, Reporter des Bayerischen Rundfunks, bekam seine ersten Drohungen 2006. Die Anti-Antifa veröffentlichte Fotos von ihm und seine Adresse. Ins Haus seiner Eltern wurde eingebrochen, rechtsradikale Parolen wurden an die Wohnungstür geschmiert. Neonazis verübten einen Brandanschlag auf sein Auto. Und, makaberer Höhepunkt, es erschien im Netz eine Todesanzeige, in der stand: "Feinde der Bewegung werden nicht bestattet, sie werden eingeäschert!" Von all dem lässt sich Jonas Miller nicht einschüchtern und macht weiter seine Arbeit.
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Täglich begrüßen unsere Leute-Moderatoren in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bekannte und interessante Gäste in ihrem Studio: Show- und Sportstars, Politiker, Nobelpreisträger, Wissenschaftler oder einfach Menschen mit einer interessanten Biografie.
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Folge vom 12.02.2020Jonas Miller | Reporter
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Folge vom 10.02.2020René Marik | Puppenspieler und KomikerRené Marik ist Komiker, Schauspieler, Gitarrist, Sänger und vor allem diplomierter Puppenspieler. Seit den Nuller Jahren bespielt er mit seinen Puppen Maulwurf, Eisbär Kalle und dem Hasskaspar die deutschen Comedy-Bühnen. Eine Karriere, die ihren Anfang nahm in einer Bundeswehrkaserne in einem Kaff im Westerwald. Dort betrieben René's Eltern die Kantine, dort wurde René groß, umgeben von Spießern und eingenebelt von Langeweile und dem Geruch von Bratensoße. Davon erzählt er in seiner Autobiografie "Wie einmal ein Bagger auf mich fiel". René Marik lebt heute in Berlin und ist aktuell auf Tournee.
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Folge vom 09.02.2020SWR1 Leute der WocheMit dabeii: Serdar Somuncu (Comedian), Isabella Uhl-Hädicke (Umweltpsychologin), Swetlana Schönfeld (Schauspielerin), Josef Haslinger Schriftsteller und Prof. Matthias Glaubrecht (Evolutionsbiologe)
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Folge vom 07.02.2020Swetlana Schönfeld | SchauspielerinIn einem sibirischen Gulag ist die Berliner Schauspielerin Swetlana Schönfeld 1951 zur Welt gekommen. Ihrer Mutter - einer überzeugten Kommunistin - war 1932 bei den ersten stalinistischen Säuberungen der Prozess gemacht worden. "Erst wurde sie zu fünf, dann zu zehn Jahren verurteilt. Am Ende verbrachte sie mehr als 20 Jahre ihres Lebens in der Hölle, wo jeder Tag eigentlich nur ums Überleben geht". Der Regisseur Bernd Böhlich war von der Geschichte so bewegt, dass er einen Film über sie gedreht hat: "Und der Zukunft zugewandt" mit Alexandra Maria Lara in der Hauptrolle. Auch Swetlana Schönfeld spielt mit, sie machte zunächst in der DDR als Schauspielerin Karriere. Nach vielen Jahren am Maxim Gorki Theater ist sie bis heute im Tatort und in anderen Fernsehproduktionen zu sehen.