Vor zehn Jahren wurde der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufgedeckt. Bis heute ist unklar, wie viele meist männliche Minderjährige in Einrichtungen kirchlicher Orden sexuelle Gewalt erlitten haben. Der Schriftsteller Josef Haslinger ist zehn Jahre alt, als er ins niederösterreichische Kloster Stift Zwettl kommt. In eine raue Atmosphäre, Gewalt ist als Strafe an der Tagesordnung. Und er kann den sexuellen Annäherungen eines Paters nicht entkommen. Jahrelang kann er seine Erfahrungen - auch weitere Lehrer missbrauchten ihn später - nicht offiziell zu Protokoll geben. Erst jetzt, nachdem er weiß, dass alle Täter tot sind, gibt er ihre Namen preis. Und Josef Haslinger hat darüber in "Mein Fall" geschrieben.
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Folge vom 06.02.2020Josef Haslinger | Schriftsteller
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Folge vom 02.02.2020SWR1 Leute der WocheMit dabei: Mirjam Zadoff (Historikerin), Anny Hartmann (Kabarettistin), Husamuddin Meyer (Gefängnis-Seelsorger), Isabel Bogdan (Schriftstellerin) und Peter Wohlleben (Förster)
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Folge vom 29.01.2020Isabel Bogdan | SchriftstellerinIsabel Bogdan war in der Literaturszene vor allem als preisgekrönte Übersetzerin englischer Literatur bekannt. Sie übertrug u.a. Bücher von Jonathan Safran Foer, Jane Gardam und Nick Hornby ins Deutsche. 2016 erschien ihr erster eigener Roman, "Der Pfau", eine subtile Komödie in den schottischen Highlands, die monatelang in der SPIEGEL-Bestsellerliste stand. Mit "Laufen" hat sie einen Roman über eine Frau geschrieben, die nach einem Schicksalsschlag um ihr Leben läuft. Isabel Bogdan studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo.
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Folge vom 28.01.2020Anny Hartmann | Kabarettistin"Sie hat verstanden, dass man, um Unterhaltung zu machen, nicht nur Humor braucht, sondern vor allem eine Haltung. Außerdem besitzt sie als Diplomvolkswirtin auch noch Hirn. Sie vereint in ihrer Person also die drei großen "H" des Kabaretts: Haltung, Humor, Hirn." Das sagt Volker Pispers über Anny Hartmann. Und die steht nicht nur selbst auf der Bühne, sondern führt auch bei anderen Kabarettisten Regie. Sie selbst wurde auf die Bühne gezwungen. Ein Freund hatte ihr großes Talent erkannt und sagte ihr, "wenn Du ein Jahr lang immer wieder auf die Bühne gehst und keinen Spaß daran hattest, darfst Du wieder aufhören". Der Spaß kam, und zwar zehn Tage vor Ablauf des Jahres.