Im Mittelpunkt des Medienmagazins steht der Umgang von Politik und Medien mit Öffentlichkeit und digitalen Plattformen. Ausgangspunkt ist die Entscheidung von US‑Präsident Donald Trump, dem Fernsehsender CNN und weiteren Medien den Zugang zum Weißen Haus zu entziehen. Trump begründet dies auf seiner Plattform Truth Social mit dem Vorwurf, die betroffenen Redaktionen verbreiteten "Fake News". Neu ist weniger der Angriff auf kritische Berichterstattung als die Reaktion anderer Medien: Große US‑Sender wie ABC, CBS, NBC und auch der Trump nahestehende Kanal Fox News wollen vorerst nicht mehr in vollem Umfang über öffentliche Auftritte des Präsidenten berichten. CNN, MS NOW und Politico haben zudem Klage gegen die Regierung eingereicht. Hat sich Trump mit Aktion selbst ein Eigentor geschossen? Das bespricht Teresa Sickert mit Samuel Jackisch, ARD-Korrespondent in Washington.
Deutschland könnte ab 2027 ein neues Medium bekommen: Das Projekt TBD will ein journalistisches Angebot aufbauen, das sich ausschließlich über seine Community finanziert und ohne Werbung auskommt. Das Gründerteam, unterstützt vom dänischen Medienhaus Zetland, kritisiert an etablierten Medien unter anderem eine Überfülle an Livetickern, Eilmeldungen und will gemeinsam mit Nutzerinnen und Nutzern ein anderes Angebot entwickeln. Wie das genau ablaufen soll, darüber spricht TBD-Gründerin Ann-Kathrin Hipp.
Außerdem geht es um den EU Kids Act. Die Verordnung sieht strikte Alterskontrollen für Social‑Media‑Accounts vor, eine Nutzung ohne elterliche Hilfe soll erst ab 15 möglich sein. Die Journalistin Chris Köver von netzpolitik.org sieht darin aber keinen Erfolg für den Kinderschutz, sondern den Aufbau eines Überwachungsinstruments. Die geplanten Regeln betreffen auch Angebote des jungen Content‑Netzwerks funk von ARD und ZDF. Funk spielt Inhalte für junge Menschen hauptsächlich auf den großen digitalen Plattformen aus. Am 1. Oktober 2026 feiert funk sein zehnjähriges Bestehen. Wie geht es jetzt weiter?
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Wer bestimmt, was wir sehen, glauben, teilen? Das Medienmagazin schaut dahin, wo Öffentlichkeit gemacht wird: Plattformen, Redaktionen, KI und Algorithmen – und auf die Lage von Presse- und Meinungsfreiheit weltweit. Was läuft gerade schief – und was läuft richtig gut – in der Medienwelt? Im Medienmagazin sortiert Teresa Sickert die wichtigsten Mediennews der Woche, checkt mit dem Faktenfinder der Tagesschau die größten Fake-News und zeigt, welche Podcasts sich wirklich lohnen. Jeden Samstag um 18 Uhr auf radioeins – und als Podcast.
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Folge vom 26.09.2026Trump gegen die Medien, das Projekt TBD & der geplante EU Kids Act
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Folge vom 19.09.2026Demokratie braucht Stimmen – die Verantwortung der MedienAm 20. September wird in Berlin gewählt und die Wahlberichterstattung des rbb läuft auf Hochtouren. Aber: Wie wird eigentlich entschieden, in welchem Format sich die Parteien präsentieren dürfen? Und wie verhindert der rbb, dass er nicht zum Wahlkampfverstärker einzelner Parteien wird? Das bespricht Teresa Sickert mit rbb-Chefredakteur Georg Heil. Außerdem geht es um die Berichterstattung über den Osten im Vorfeld der Wahlen. Hier zeigen sich noch immer Stereotype über den "Ossi". Medienreporterin Elisabeth Krafft ordnet ein. Und: Es geht um die Rolle von JournalistInnen und Journalisten beim Thema Meinungsbildung. Denn idealerweise macht Journalismus viele Perspektiven sichtbar. Ein breites Bündnis aus privaten und öffentlich-rechtlichen Medienhäusern sowie Verleger- und Medienverbänden setzt sich unter dem Namen "Demokratie braucht Stimmen” dafür ein, das Bewusstsein für den Wert von unabhängigem Journalismus zu schärfen und entsprechend auch Druck auf die Politik auszuüben. Wie das genau aussehen soll, erzählt hr-Indendant und ARD-Vorsitzender Florian Hager im Interview.
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Folge vom 12.09.2026Sachsen-Anhalt hat gewählt: Was bedeutet das für die Medien?Das Medienmagazin steht in dieser Woche ganz im Zeichen des Ausgangs der Wahl in Sachsen-Anhalt. Im Interview mit dem Direktor des MDR-Landesfunkhauses in Magdeburg, Tim Herden, spricht Teresa Sickert über die Bedeutung des Wahlausgangs für die Berichterstattung des MDR. Immer wieder gibt es Stimmen, die sagen, auch die Medien tragen eine Mitverantwortung am Erstarken der AfD. Der AfD-Spitzenkandidat für Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund bedankte sich nach der Wahl über Presse für die Unterstützung. Der Berliner Politikwissenschaftler Cord Schmelzle ordnet im Medienmagazin ein, wie ein gelungener Umgang mit der AfD in den Medien aussehen kann. Die Medienforscherin Azade Kakavand erläutert im Interview, warum die AfD in Sachsen-Anhalt auch auf TikTok so eine enorme Reichweite erzielen konnte.
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Folge vom 05.09.2026Redaktionsbesuch bei der Deutschen Presse Agentur (DPA)Teresa Sickert ist in dieser Ausgabe des Medienmagazins auf Redaktionsbesuch in der Berliner Zentralredaktion der Deutschen Presse Agentur (DPA). Wie arbeitet eine Nachrichtenagentur im Zeitalter von Plattformen und KI? Welchen Wert hat die persönliche Recherche vor Ort, wenn im Internet immer mehr Falschnachrichten kursieren? Wie bereitet sich die Redaktion auf die Wahl in Sachsen-Anhalt vor? Und wie wichtig ist guter Kaffee, damit die Mitarbeitenden von Deutschlands größter Nachrichtenagentur gut arbeiten können? Das hören Sie im Redaktionsbesuch bei der DPA im Medienmagazin.