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Musik für einen Gast

«Musik für einen Gast» – die besondere Talkshow auf SRF 2 Kultur: Ein Mensch und seine Musik. Persönlichkeiten – ob aus Kultur, Wissenschaft, Sport, Politik oder Wirtschaft – erzählen über ihr Leben, ihren Beruf, ihre Träume und Visionen und vor allem über die Musik, die sie geprägt hat und ihnen wichtig ist.

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Folgen von Musik für einen Gast

50 Folgen
  • Folge vom 13.09.2026
    Denise Tonella: «Museen sollen den kritischen Geist fördern»
    Als Tochter einer Tessiner Bergbauernfamilie half Denise Tonella oft auf dem Hof mit. Museen entdeckte sie erst als Studentin in Basel. Heute ist sie Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums. Sie ist überzeugt: Wer sich mit Geschichte auseinandersetzt, versteht auch die Gegenwart besser. Wenn andere Schulkinder nach den Sommerferien vom Meer schwärmten, konnte Denise Tonella nur vom Heuen erzählen: «Damals hat mich das frustriert. Später wurde mir klar, wie viel Kraft und Ausdauer mir die landwirtschaftliche Arbeit für viele Dinge im Leben gegeben hat.» Ihre Lehrer setzten sich bei der Familie dafür ein, dass Denise Tonella das Gymnasium besuchen konnte. Nach ihrem Geschichtsstudium arbeitete sie zunächst in der Filmbranche, später wurde sie Kuratorin am Zürcher Landesmuseum. Seit 2021 ist sie Direktorin des Schweizerischen Nationalmuseums. Mit aktuellen Ausstellungen wie «Sexarbeit» oder «Bankenland Schweiz» will Tonella das Museum zum Ort für gesellschaftliche Debatten machen. Wichtig ist ihr besonders die Vielstimmigkeit, wie sie im Gespräch mit Irene Grüter erzählt: «Gerade in Zeiten der Bedrohung der Demokratie müssen Museen die Fähigkeit zum kritischen Hinterfragen fördern.» Die Musiktitel: - Astor Piazzolla: Oblivión - Ennio Morricone: Per qualche dollaro in più - Tracy Chapman: Talkin' About a Revolution - Konstantinos Argiros: Sinefasmeni Kiriaki - Lou Kaena: Bye Bye
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  • Folge vom 06.09.2026
    Irene Brügger: «Ich muss weniger müssen»
    Irene Brügger wächst in Willisau auf und macht nach der Schule eine kaufmännische Ausbildung. Früh spielt sie in der Feldmusik, später in Bands. 2007 erfindet sie Frölein Da Capo. Auch deshalb, weil sie sich die Zusammenarbeit mit anderen Musikschaffenden zunächst nicht zutraut. Als Einfrauorchester wird sie schweizweit bekannt. «Giacobbo/Müller» gibt ihrer Karriere zusätzlichen Schub. Seither steht sie mit eigenen Programmen auf der Bühne und schreibt Kolumnen für die «Schweizer Familie». Im Herbst feiert ihr fünftes Soloprogramm «Die Halbzeit-Show» Premiere. Frölein Da Capo philosophiert darin über Fortgang und Abgesang. Mit 46 ist sie überzeugt: Das beste Alter kommt jetzt. Warum sie heute weniger müssen muss, Dinge gerne aufschiebt und ein Sonntagskind ist, erzählt Irene Brügger in «Musik für einen Gast» bei Simon Leu. Die Musiktitel: - Dolly Parton: Nine to Five - Janis Joplin: Me and Bobby McGee - KT Tunstall: Black Horse and the Cherry - Queen: Somebody to Love - Frölein da Capo: Räntner
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  • Folge vom 30.08.2026
    Daniela Dolci «Gemeinsam kann man Berge versetzen»
    Daniela Dolci ist Cembalistin, Dirigentin und Kulturvermittlerin. Über vier Jahrzehnte war sie auf internationalen Bühnen unterwegs. Heute setzt sie sich in Sizilien dafür ein, das «Borgo», das Bildungs- und Begegnungszentrum ihres Vaters Danilo Dolci wiederzubeleben. Daniela Dolci wächst als jüngstes von zehn Kindern auf Sizilien auf. Ihr Vater kämpft mit gewaltlosen Mitteln gegen Armut, soziale Ungerechtigkeit und die Mafia. Die Kinder erleben seine Aktionen aus nächster Nähe und lernen früh, was es bedeutet, sich für andere einzusetzen. Gleichzeitig ist ihr Zuhause voller Musik. Als Daniela Dolci mit etwa zehn Jahren erstmals ein Cembalo hört, ist sie fasziniert. Das Instrument wird zum Mittelpunkt ihres Lebens. Sie studiert an der Schola Cantorum Basiliensis und später bei Gustav Leonhardt in Amsterdam. 1990 gründet sie das Ensemble Musica Fiorita, das sie während dreissig Jahren leitet. Als Cembalistin und Dirigentin konzertiert sie weltweit und setzt sich auch für die Wiederentdeckung vergessener Komponistinnen ein. Nach dem Ende von Musica Fiorita beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Während der Coronazeit hat Dolci erstmals viel Zeit, über die Zukunft nachzudenken. Als sie 2021 nach Sizilien zurückkehrt und das teilweise zerstörte «Borgo» sieht, weiss sie: Das ist ihre nächste Aufgabe. Ihr Vater, einer der bekanntesten Sozialreformer und Friedensaktivisten Italiens, hatte dieses Projekt gegründet. Heute soll der Ort wieder jungen Menschen aus verschiedenen Ländern Raum für Begegnungen und den Austausch über gesellschaftliche Fragen bieten. In «Musik für einen Gast» bei Eva Oertle erzählt Daniela Dolci von ihrer ungewöhnlichen Kindheit auf Sizilien, vom Mut ihres Vaters und von ihrem eigenen Weg als Musikerin. Sie spricht über ihre Liebe zum Cembalo, über Gemeinschaft und darüber, warum Musik für sie auch etwas mit Frieden zu tun hat. Und sie erzählt, weshalb sie heute noch einmal viel Energie in ein neues Lebenswerk steckt – und sich dabei die Fähigkeit bewahrt hat, das Leben zu geniessen. Die Musiktitel: - Georg Friedrich Händel: Harfenkonzert B-Dur op. 4/6 (Ricercar Consort; Giovanna Pessi, Harfe; Philippe Pierlot, Leitung) - Louis Couperin: Passacaille g-Moll (Gustav Leonhardt, Cembalo) - Elisabeth Jacquet de la Guerre: Ouvertüre aus der Oper «Céphale et Procris» (Musica Fiorita; Daniela Dolci, Leitung) - Louis Armstrong: What a Wonderful World (At the BBC) - Johann Sebastian Bach: Air aus der Suite Nr. 3 D-Dur (Orchestra of the Age of Enlightenment; Frans Brueggen, Leitung)
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  • Folge vom 23.08.2026
    Maria Zimmermann: «Mit Musik kann ich mein Hirn beeinflussen»
    Ohne Musik in einen Zug zu steigen, ist für Maria Zimmermann mit Stress verbunden. Zu viel Lärm, zu viel Licht, zu viele Reize. Ein Konzert hingegen oder das Hämmern eines Techno-Beats, das ist schön, darin kann sie eintauchen. Ein Gespräch darüber, wie unterschiedlich wir alle die Welt wahrnehmen. Wenn Maria Zimmermann über das Autistische Spektrum spricht, dann nicht über eine Linie, keine Skala, sondern einen drei-, vier-, vieldimensionalen Raum. «Vielleicht ein wenig wie ein Weltall», sagt sie. Maria Zimmermann – geboren 1991 – war 30 Jahre alt, als sie erfuhr, dass sie sich in diesem Spektrum bewegt. Darauf folgte eine intensive Zeit des Erkundens, Erforschens, des Schreibens und Gestaltens: «Ich geriet in einen Tunnel. Und da war ich ein halbes Jahr.» Am Ende dieser Zeit hielt sie ihr erstes eigenes Buch in den Händen. «Anders nicht falsch», heisst es. Wie Maria Zimmermann dieses «anders» erlebt, beschreibt sie im Gespräch mit Melanie Pfändler. Und sie erzählt von ihrer Liebe zu Worten, Sätzen und Büchern. Und zur Musik, die ihr zugleich Werkzeug und Zufluchtsort ist. Buchhinweis: - Maria Zimmermann: «Anders nicht falsch». 220 Seiten. Kommode Verlag, 2023. Die Musiktitel: - Porridge Radio: Lilac - Janis Joplin: Me and Bobby McGee - Karel Svoboda & Helena Vondrácková: Lasko ma, ja stunu - Harry Styles: Sign of the Times - The XX: Intro - Infinity
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