Die australische Performer:in, Flötist:in und Komponist:in Phoebe Bognár prägt die experimentelle Musikszene in Basel. International spielt sie an Festivals sowie mit namhaften Ensembles. Ihre multimedialen Performances verbinden Klang, Körper, Raum und Bewegung.
Talk (03:17):
Ich treffe Phoebe Bognár am Hundestrand im Basler Quartier St. Alban. Sie liebt Hunde und das Sitzen am Rhein – zu jeder Jahreszeit. Das Ufer passt zu ihr. Als Performer:in an der Flöte und mit Elektronik beschäftigt sie sich in ihrer Arbeit mit Fluss, Luft und Strom. Sie erzählt, dass sie ursprünglich gar nicht Flöte spielen wollte und dass ihre Kompositionen immer mit Texten beginnen, die Menschen gewidmet sind. So auch zwei Stücke für ihre Grossmütter in Hongkong und Ungarn.
Wochenrückblick (25:22):
Ein Blick auf Richard Wagner und seine Zeit in Luzern. Ausserdem: der Zürcher Kunstpreis geht an die Musikerin und Performancekünstlerin Erika Stucky. Im Filmbereich sorgt der neue Kinofilm «Primavera, Vivaldi und ich» für Aufmerksamkeit – eine poetische Auseinandersetzung mit Musik, Erinnerung und Identität.
Neu in meiner Playlist (40:25):
Die Basler Singer-Songwriterin Cori Nora präsentiert ihr neues Album «Pleasure and Focus». Darin verbindet sie Jazz-Einflüsse mit Indie-Pop und versteht Musik als offenen, gemeinsamen Raum – intim, atmosphärisch und zugleich kraftvoll. Mit ihrer ruhigen, klaren Stimme und verspielten Beats schafft sie ein musikalisches Mantra: sich Zeit nehmen, durchatmen und den Fokus nach innen richten.
Konzerttipp (45:36):
Der niederländische Pianist Joep Beving, eine feste Grösse der Neoklassik, bringt seine minimalistisch-poetischen Klavierstücke in die Tonhalle Zürich. Ein Abend der leisen Töne – am Dienstag, 19. Mai.
Musikfrage der Woche (48:58):
Was ist das lauteste Instrument der Welt? Schlagzeug, Orgel, Trompete oder Piccolo? Eine Frage rund um Lautstärke, Klangphysik und Wahrnehmung von Musik. Jaronas Scheurer mit Isabel Münzner, Kuratorin der Musikinstrumentensammlung des historischen Museums Basel.
AlbumBunt gemischt
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Im Musikmagazin nehmen wir Sie mit zu den Musikerinnen und Musikern und bieten Gesprächsstoff für alle, die Musik lieben. Ihr Samstagmorgen mit Klassik, Jazz und zeitgenössischer Musik aus der Schweiz und der ganzen Welt. Team: Annelis Berger, Florian Hauser, Jodok Hess, Luca Koch, Annina Salis
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Folge vom 16.05.2026Phoebe Bognár: «Ich wollte E-Bass. Auf der Flöte kam nur Luft!»
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Folge vom 09.05.2026Augustin Hadelich: «Froh und lyrisch fällt mir leicht»Der Klassik-Star im Gespräch. 02:40 – Talk Er ist international mit vielen der wichtigsten Orchester als Solist zu hören und hat nicht nur die Klassiker im Repertoire, sondern auch zeitgenössische Musik – auf seinem aktuellen Album macht er sogar einen Ausflug in die US-amerikanische Fiddle-Tradition. Ein guter Anknüpfungspunkt für mich als Musikredaktor mit Schwerpunkt Jazz. Und vielfältig ist das Repertoire von Augustin Hadelich auch im Gespräch: Offen redet er über Nervosität und wie man sie positiv verwertet, über Musik, die ihm von der Stimmung her näher liegt als andere, und auch über den Anspruch an Perfektion auf der Bühne: Ein Anspruch, der durch perfekte, aber aus vielen Takes zusammengesetzte Studio-Aufnahmen noch grösser wurde. 29:39 – Wochenrückblick Ein GEMA-Entscheid wie ein Erdbeben, ein Pulitzer Preis für die Komponistin Gabriela Lena Frank und eine quasi Uraufführung: Die Akkordeonistin Viviane Chassot hat sich an Beethovens Violinkonzert gewagt. 42:32 – Frage der Woche Wie stimmt man eigentlich ein Akkordeon? Das fragen wir den gelernten Handzuginstrumentenmacher Adrian Leuenberger. 47:11 – Konzerttipp Erst ein paar Jahre ist es her, dass die Sängerin Jazzmeia Horn mit ihrem unfassbaren Stimmumfang und der rhythmischen Sicherheit einer Schlagzeugerin die Jazzbühnen erobert hat. Jetzt ist sie eine Woche lang live zu erleben in Bern. 49:21 – Neu auf meiner Playlist Der Saxophonist Joshua Redman hat Gabrielle Cavassa ausgewählt, als er zum ersten Mal überhaupt in einem eigenen Projekt mit Stimme aufnahm. Diesen Anfangsschwung setzt die italo-amerikanische Sängerin jetzt um auf ihrem Debut-Album «Diavola» für das renommierte Jazzlabel Blue Note – smart und selbstbewusst.
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Folge vom 02.05.2026Xavier Díaz-Latorre: «Jetzt bin ich wieder ein Anfänger»Seit Jahrzehnten ist Xavier Díaz-Latorre einer der besten Lautenisten im Reich der Alten Musik. Und auch als Lehrer ist er sehr gefragt, in Brüssel und Barcelona, und seit vorletztem Jahr exklusiv an der Schola Cantorum Basiliensis, der Schweizer Kaderschmiede für historische Aufführungspraxis. Ist natürlich grossartig, ein Meister zu sein – und doch ist es auch wieder sehr schön, selber wieder ein Schüler zu sein: nämlich beim Kyudo, der alten japanischen Kunst des Bogenschiessens. Auch in ihr geht es, wie in der Musik, vor allem um Konzentration. Also reden wir darüber… 01:00 – Talk Ein Propellerflugzeug, diverse Amseln und ein Austausch über Konzentration: mit Xavier Díaz-Latorre im Innenhof der Schola Cantorum Basiliensis. 22:20 – Konzert-Tipp Am 5. Mai im Gare du Nord Basel: Konzert mit dem Trio Catch. Und Musik aus Kroatien, Serbien, Ungarn – von Márton Illés, Svetlana Maraš, Mirela Ivičević und Sara Glojnaric. 27:20 – Wochenrückblick Die japanisch-deutsche Jazzpianistin und Komponistin Aki Takase bekommt den deutschen Jazzpreis. Der Dirigent und Musikwissenschaftler Peter Gülke ist gestorben. Und die Verwertungsgesellschaft GEMA (das deutsche Pendant zur SUISA) soll reformiert werden. 33:00 – aktuelle Kulturpolitik Egal, ob im Konzertsaal, am Radio oder als Hintergrundbeschallung beim Coiffeurbesuch: Musik verwenden kostet. Darum kümmert sich eine Verwertungsgesellschaft, und in Deutschland soll die nun reformiert werden. 37:20 – Aurel Dawidiuk, Dirigenten-Shootingstar Er ist erst 25 Jahre alt, bereits seit zwei Jahren Assistenzdirigent beim Concertgebouworchester Amsterdam und startet jetzt durch. 43:25 – Musikfrage Wie ist das eigentlich mit dem Üben? Zuerst die Technik üben, dann erst den Ausdruck? Das haben wir die Geigerin Carolin Widmann gefragt. 47:55 – Neu in der Playlist Das Ensemble Modern legt eine frisches Album vor mit dem Motto: «Dancing on a Volcano – Musik zwischen 1920 und 1933». Ein faszinierender Parcours durch eine extrem aufgeladene, politisch angespannte, künstlerisch überdrehte Zeit (Hindemith, Korngold, Schönberg und Weill).
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Folge vom 25.04.2026Joana Aderi: «Musik kann verschiedene Wahrheiten wiedergeben»Seit über 20 Jahren setzt sich die Zürcher Sängerin, Komponistin und Elektronikkünstlerin Joana Aderi mit dem Vertonen von psychischen Störungen auseinander. Nur in der Musik kann sie die Widersprüchlichkeiten ausdrücken, die sich hinter Schlagworten wie Trauma, Depression und Isolation verbergen. Ihre tiefe Faszination für seelische Abgründe hat Aderia dann auch zu ihrem zweiten beruflichen Standbein der Musiktherapeutin geführt. Mehr noch: die knapp 50jährige hat nun auch noch ein Psychologiestudium angefangen. Trotz ihres dichten Zeitplans hat Aderi die Zeit gefunden, als Kuratorin des diesjährigen «Taktlos» in Zürich drei Tage Musik zu programmieren. Warum sie diese Arbeit ganz besonders liebte, wie sie ihre Tätigkeit als Musiktherapeutin zu Musik inspiriert und warum sie leidenschaftlich gerne klettert, davon erzählt Joana Aderi bei einem Spaziergang im Zürcher Stadtwald. 00:32 – Talk Ein vorwitziger Specht, Schonzeit im Frühlingswald und spontaner Blütenregen: mit Joana Aderi unterwegs im Stadtwald hoch über Zürich 27:01 – Neu in meiner Playlist Elina Duni bringt die albanischen Volkslieder ihrer Kindheit zusammen mit Chanson und Jazz. Ihr neues Album beginnt sie überraschend mit einem US-Klassiker: Im Duo mit dem Gitarristen Rob Luft gelingt ihr eine intime Weiterentwicklung von «Reaching for The Moon». 33:17 – Wochenrückblick (Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 24.04., 12 Uhr) Hunderte Statuen von Mozart in Salzburg, eine Geigensolistin mit Nerven aus Stahl und 40'000 Vinylplatten zum Stöbern: ein Kloster im Unterwallis verkauft seine Sammlung an einem Flohmarkt. 45:03 – Musikfrage Beim Stimmen zu Beginn eines Konzerts: Warum gibt da ausgerechnet die Oboe den Ton an, Matthias Arter? 51:58 – Konzert-Tipp Ein wiederentdeckter Leuchtturm der Schweizer Romantik: ein Konzert zum 200. Jubiläum des Winterthurer Komponisten Johann Carl Eschmann.