Der Begriff «Crown Shyness» beschreibt die Fähigkeit von Bäumen, einander Raum zu lassen. Für Francesca Gaza ist er Leitmotiv bei der Suche nach einem gleichberechtigten Miteinander von Alter Musik, Jazz und Folk.
In ihrem Ensemble klingen Barockinstrumente wie die Theorbe oder die Viola da Gamba mit e-Gitarre und Jazz-Schlagzeug. Entstanden bei einem öffentlichen Recording von SRF 2 Kultur in Basel, überzeugt auch ihr zweites Album mit Tiefe, Wärme und einer ganz eigenen Sinnlichkeit.
(01:00) Talk
Unter einer Gruppe von alten Bäumen erzählt Francesca Gaza in einem Basler Stadtpark von ihrer Liebe zum Barock, ihrer Kindheit in der Maremma und vom unvoreingenommen lustvollen Zusammenspiel zwischen den Genregrenzen.
(30:17) Wochenrückblick
Mit zwei Nachwuchspreisen, dem Komponistenwettbewerb am Zurich Film Festival und dem ZKB Jazzpreis. Mit einer neuen Recherche des Komitees für Musikvielfalt zu Unterschieden in der Subvention. (Luca Koch)
90 Jahre Steve Reich: eine Geburtstaghommage an den Minimalkomponisten von Sven Ahnert.
(43:21) Musikfrage
Wie übersetzt man die Welt seines Lieblingsschriftstellers in Musik, Tim Allhoff?
(Fanny Opitz)
(52:17) Album-Tipp
Die Schweizer Akkordeonistin Viviane Chassot denkt – und spielt – Beethovens Violinkonzert ganz neu - für ihr Instrument.
AlbumBunt gemischt
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Im Musikmagazin nehmen wir Sie mit zu den Musikerinnen und Musikern und bieten Gesprächsstoff für alle, die Musik lieben. Ihr Samstagmorgen mit Klassik, Jazz und zeitgenössischer Musik aus der Schweiz und der ganzen Welt. Team: Annelis Berger, Florian Hauser, Jodok Hess, Luca Koch, Annina Salis
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Folge vom 03.10.2026Francesca Gaza: «Bäume wissen, wie Zusammenleben geht»
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Folge vom 26.09.2026Nduduzo Makhathini: «Wir erzählen die Mythen der Zukunft»Der südafrikanische Pianist, Sänger und Schamane versteht seine Konzerte nicht als Aufführungen, sondern als Rituale: Räume, in denen sich Menschen begegnen, erinnern und verwandeln können. Tief verwurzelt in der Zulu-Tradition und zugleich weltweit vernetzt als Musiker, Forscher und Dozent, verbindet Makhathini Spiritualität, Jazz und gesellschaftlichen Diskurs zu einer einzigartigen Einheit. Auf seinem aktuellen Album The Myth We Choose fragt er, welche Geschichten wir in die Zukunft tragen wollen. Für Makhathini ist Musik mehr als Kunst: eine Einladung Verbundenheit zu spüren und dem eigenen Leben neu zuzuhören. (03:05) Talk Derzeit auf Tour in Kalifornien, erzählt Makhathini über 9 Stunden Zeitunterschied hinweg von Morgenroutinen, seiner Berufung zum Schamanismus, der Liebe zu seiner Frau und vom Lied, das in allen Dingen schläft. (32:38) Wochenrückblick 100 Jahre John Coltrane im Beitrag von Jodok Hess; mit dem Concord Espace Culture eröffnet bei Genf ein neues Kulturzentrum und: Preissegen des Fachmagazins «Opernwelt». (Moritz Weber) (44:42) Musikfrage Gibt es komplett unmusikalische Menschen? Die Frage geht an Jasmin Pfeifer, Sprachwissenschaftlerin von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. (Sofia Heuri) (49:52) Konzerttipp Auch wegen des Soundtracks von Gabriel Yared klingt das Filmepos «The English Patient» so lange nach. Der französisch-libanesische Filmmusikkomponist wird am Zurich Film Festival ausgezeichnet und zu seinen Ehren findet in der Tonhalle Zürich der Gala-Abend «Cinema in Concert» statt.
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Folge vom 19.09.2026Khatia Buniatishvili: «Die Inspiration lässt uns fliegen»Khatia Buniatishvili: Ihre Technik scheint Naturgesetze auszuhebeln, ihre Interpretationen stellen auch Gassenhauer in ein neues Licht. Als Fokus-Künstlerin des Tonhalle-Orchesters Zürich eröffnete Khatia Buniatishvili dieses Jahr die Saison, mit dem 1. Klavierkonzert von Peter Tschaikowsky. Und wie die georgische Pianistin spielt, so redet sie auch: Es sprudelt nur so, auch auf Deutsch – ihrer angeblich schlechtesten Sprache. Hätten wir uns also auf Englisch, Französisch, Russisch oder Georgisch unterhalten, wäre ich vielleicht noch jetzt im Solistenzimmer der Tonhalle Zürich. (02:16) Talk Dass Khatia Buniatishvili als Pianistin polarisiert, hat wohl mit ihren pointierten Interpretationen zu tun. Ihre Brillanz am Flügel wird ihr niemand absprechen. Im Gespräch erzählt sie, was Virtuosität für sie bedeutet, wie sie über ihren Auftritt auf den sozialen Medien denkt – und sie spielt eine quirlige Chopin-Stelle, die sie zehn Jahre nicht mehr in den Fingern hatte, ab Blatt. (23:17) Wochenrückblick Im Wochenrückblick geht es um die neue Intendanz an den Salzburger Festspielen – und um eine verstorbene Ikone der französischen Rockmusik: Catherine Ringer. (Oliver Rutz) (33:09) Neu auf meiner Playlist Winter Songs von Steve Swallow. Drei Jahre nach dem Tod seiner grossen Liebe Carla Bley kommt Wintermusik vom bald 86jährigen Bassisten Steve Swallow. Warm und tröstend. (39:18) Musikfrage Warum hat das Klavier schwarze und weisse Tasten? Wenn in der Musikfrage plötzlich ein Elefant trötet. (Theodora Mavropoulos) (43:27) Film-Tipp Ein paar Jahre nach ihrem Krebstod stürmt ihre Musik die Charts. Ein neuer Dok-Film erzählt die Geschichte von Eva Cassidy, der Sängerin mit der überirdisch schönen Stimme.
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Folge vom 12.09.2026«Für mich ist das ein grosses Fest» - Lydia RillingIn einigen Wochen starten wieder die Donaueschinger Musiktage, das legendäre Festival der zeitgenössischen Musik. «Polyphonies» heisst das Motto. Also Mehrstimmigkeit. Klingt da auch etwas Politisches mit? Also das Zulassen verschiedener Stimmen, eine Art Gegenentwurf zur zunehmend polarisierten Gesellschaft? Ein Gespräch mit der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling. (01:00) – Auftakt Wie klang es in Donaueschingen vor 200 Jahren? Nach Johann Wenzel Kalliwoda. (03:20) – Talk Wie klingt es heute in Donaueschingen? Gespräch mit der künstlerischen Leiterin Lydia Rilling. (26:10) – Wochenrückblick - Die Berliner Philharmoniker sind laut einer Studie zwei bis drei Milliarden Euro wert; - Herbert Blomstedt erhält den Praemium Imperiale in Japan. (Oliver Rutz) (33:20) – Anthony Hopkins komponiert auch: Life is a dream (Decca) (Fanny Opitz) (37:10) – Neues für die Playlist Fiddler Mark O’Connor. (46:30) – Musikfrage Pilzeinlagerungen machen den Geigenton schöner? (Yvonn Scherrer) (51:50) – Konzerttipp! Argot Lunaire, das Sextett der Pianistin und Komponistin Anne Quillier, im Bird’s Eye Basel.