Wie die Luft zum Atmen empfindet Mariza den Fado. Gesangsstunden hatte sie nie – Mariza hat das Singen auf der Strasse aufgeschnappt in ihrer Kindheit im traditionellen Quartier Moureria in der Nähe des Hafens in Lissabon.
Heute ist die 52jährige Sängerin die wichtigste Fado-Stimme Portugals. Sie bleibt den Wurzeln des Fado treu, öffnet aber das Genre weit über Portugal hinaus, indem sie Elemente von Jazz, Flamenco, Bossa Nova und afrikanische Einflüsse in den Fado integriert. Mariza hat das traditionelle Genre erneuert und global relevant gemacht.
00:18 – Talk
Mariza erzählt von ihrer unbändigen Liebe für den Fado und teilt ihre Kindheitserinnerungen in Mosambik und Lissabon. Sie verrät, dass sie sich immer stärker nach einem ruhigen Familienleben sehne. Und warum es dann dennoch nicht infrage kommt, aufzuhören.
26:47 – Musikfrage
Mit der Sopranistin Sylvia Nopper: Wann und wo wird im Gesang heutzutage Vibrato als Gestaltungsmittel eingesetzt?
34.21 – Wochenrückblick
(Zeitpunkt der Aufnahme: Freitag, 13.03., 12 Uhr)
Wenn Timothée Chalamet über Ballett und Oper schnödet, dann schiessen die Opernhäuser kreativ zurück: Wie die unbeabsichtigte Beleidigung zum PR-Erfolg wurde.
45:36 – Neu in meiner Playlist
Shabaka – Of the Earth: Der Londoner Jazzmusiker produziert sich sein eigenes spannendes Klanguniversum zwischen allen Genres.
45:16 – Konzert-Tipp
Extraterrestrisch: Robert Laidlows Werk «Exoplanets» am Interfinity Festival verspricht moderne Orchestermusik der Spitzenklasse.
AlbumBunt gemischt
Musikmagazin Folgen
Im Musikmagazin nehmen wir Sie mit zu den Musikerinnen und Musikern und bieten Gesprächsstoff für alle, die Musik lieben. Ihr Samstagmorgen mit Klassik, Jazz und zeitgenössischer Musik aus der Schweiz und der ganzen Welt. Team: Annelis Berger, Florian Hauser, Jodok Hess, Luca Koch, Annina Salis
Folgen von Musikmagazin
14 Folgen
-
Folge vom 14.03.2026Portugals Fadista Mariza: «Ohne Singen kann ich nicht leben.»
-
Folge vom 07.03.2026Klangfülle so oder so: Johanna MalangréDie Dirigentin Johanna Malangré: Die Orgel hat sie auf die Klangfülle und die Klangfarben des Orchesters gebracht. Weg vom Klavier, hin zum Dirigieren. Inzwischen hat sie einen steilen Start hingelegt: Sie bekam einen Platz in der prestigeträchtigen Dirigierklasse von Johannes Schläfli in Zürich. Dann war sie mehrmals an der Academy des Lucerne Festival als Assistentin und später als Gastdirigentin. Und seit einigen Jahren ist Malangré eine der wenigen Generalmusikdirektorinnen überhaupt in Europa. Und zwar beim Orchestre de Picardie in Frankreich. Wie das alles angefangen hat - das erzählt Johanna Malangré in Basel im Konzertsaal des Don Bosco auf der Orgelbank. Wo sie auch mal in die Tasten greift. 03:15 - Talk: Mit Johanna Malangré 27:15 - Wichtige Themen der Woche 35:30 - Ensemble Tritonus feiert 40 Jahre 47:45 - Musikfrage der Woche: Hilft Jazz der Demokratie? Eine Ausstellung im Jazzinstitut Darmstadt zum Thema «Voices of Change - politische Ausdrucksformen im Jazz». 52:00 - Konzerttipp Sol Gabetta auf den Spuren von Lise Cristiani - am 12. März im KKL Luzern.
-
Folge vom 28.02.2026Musik hilft, schwerem Inhalt ein friedliches Kleid zu gebenWie reden wir über den Tod? Meistens gar nicht. Die Pianistin und Sängerin Meret Siebenhaar möchte da einen Beitrag leisten, «um vielleicht ein paar kleine Schritte weiterzukommen», und verarbeitet auf ihrem Album "Goodbye Lullabies" den Suizid ihres Bruders. Offen und behutsam gleichzeitig. 00.52 - Das Gespräch: Meret Siebenhaar bewegt sich schon länger zwischen Pop und freier Improvisation und gibt Einblicke in einen schmerzhaften, aber lebensbejahenden Prozess. 29.25 - Der Wochenrückblick: Zwei Geigengeschichten (eine holzig, die andere haarsträubend). Und eine Band, die aus Not geboren wurde: Das Composer Jazz Orchestra. 39.05 - Konzerttipp: Elektronik trifft auf Oper am Close Encounters Festival im Zürcher Jazzclub Moods. 40.44 - Neu auf der Playlist: Die Band Espuma Antigua, die Barockmusik ins Jetzt holt. 48.13 - Musikfrage: Macht Notenlesen die Kreativität kaputt? Trompeter Simon Höfele gibt Auskunft und findet: Noten sind wichtig, aber nicht alles.
-
Folge vom 21.02.2026Passagio – Übergänge auf der Bühne, im Leben: Stephanie PfefferDie österreichische Sopranistin Stephanie Pfeffer wirkt international als Solistin und Ensemblesängerin – und ist neu auch die künstlerische Leiterin des Festivals Alte Musik Zürich. Ihre erste Ausgabe geht nun über die Bühne unter dem Thema «Passagio». Stephanie Pfeffer studierte in Manchester und an der Zürcher Hochschule der Künste. Heute bewegt sie sich selbstverständlich zwischen historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischer Lebendigkeit. 01:25 – Talk: mit Stephanie Pfeffer Im Gespräch erzählt Stephanie Pfeffer vom Stimmideal in der Alten Musik und der einhergehenden Suche nach Identifikantion, sowie vom Spannungsfeld zwischen historischer Genauigkeit und lebendiger Gegenwart. 24:59 – Wochenrückblick Wir schauen auf den 100. Geburtstag von György Kurtág, auf ein Wandbild von Maria Callas in Griechenland, das zum schönsten gekürt wurde, und erinnern an den französischen Grenzgänger Michel Portal. 43:19 – Musikfrage Wie geht es einer Piccolo-Spielerin nach drei Tagen Basler Fasnacht? Die vierfache Pfeiferkönigin Valeria Balmelli gibt Auskunft. 48:23 – Konzerttipp «Cloches des Feux» von Matthias Müller da Minusio und Andreas Nick: fünf Uraufführungen in der Reihe Musikpodium Zürich. 52:58 – Neu in meiner Playlist Album «Manifeste» von Tigran Hamasyan.