Die Lüge gehört zum Alltag der Menschen. Sie ist ein Manipulationsinstrument, im Großen wie im Kleinen und auch ein Mittel, Macht auszuüben. Andererseits lügt man oft, um andere zu schonen, sie nicht zu verletzen. Aber auch in diesem Fall stellt der Lügner sich über den anderen Menschen. Die Lüge trennt die Menschen und nicht zufällig sagt denn auch Jesus: „Ich bin die Wahrheit“, und entwirft damit das Bild einer Welt ohne Manipulation. Der Essay analysiert die soziale, psychologische und kulturelle Funktion der Lüge und versucht, den spirituellen Kern des achten Gebots herauszuarbeiten.
Religiös
NDR Kultur - Glaubenssachen Folgen
In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.
Folgen von NDR Kultur - Glaubenssachen
33 Folgen
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Folge vom 29.03.2026Wer einmal lügt - Wie weit man auf dem Weg der Wahrheit mit kurzen Beinen kommt
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Folge vom 22.03.2026Freiheit unter DruckAlle wollen sie, aber jede und jeder versteht etwas anderes darunter: Freiheit. Ex-Kanzlerin Angela Merkel hat sogar ihre Memoiren so betitelt. Allerdings scheint der Konsens darüber zu schwinden, was Freiheit bedeutet: Ist Freiheit das Recht auf Hassrede? Macht sie Solidarität überflüssig? Rechtfertigt sie die Abwesenheit von Moral? Religiöse Menschen sagen, dass ihr Glaube sie frei mache – obwohl fast jede Religion das Befolgen von Regeln einfordert. Vor 500 Jahren setzten viele Christen ihre Hoffnungen auf persönliche und politische Freiheit auf die Reformation. Was ist davon geblieben?
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Folge vom 15.03.2026Der abwesende Gott - Über das BöseAlt wie die Religionen selbst ist die Frage in ihnen, wie Leid und Unrecht, Schmerz und das Böse vereinbar sein können mit dem Gedanken einer Transzendenz, die den Menschen umfängt. Warum? Diese Frage scheint ins Wesen dessen zu gehören, was wir „Gott“ nennen. Dass ein allmächtiger Gott zugleich ein Liebender ist, will nicht zusammenzupassen mit den Erfahrungen von Bedrohung und Verletzung. Der Essay erkundet die biblischen und mythischen Erzählungen vom Ursprung des Bösen. Es sind Bilder und Geschichten, die auch aus eigenen Leiderfahrungen heraus Worte suchen, die trösten und verwandeln.
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Folge vom 08.03.2026Im Land der zahnlosen Wölfe - Siegfried Lenz und die Sehnsucht nach einer besseren WeltDer Schriftsteller Siegfried Lenz war ein Mann der stillen Worte. Und doch: Mit seinem Werk wollte er, der die Schrecken des Krieges erlebt hatte, die Welt zu einem besseren Ort machen: durch einen „wirkungsvollen Pakt mit den Lesern, um die bestehenden Übel zu verringern“. In seinen Utopien, die auf einem ethisch geprägten Humanismus aufbauten, bezieht er sich dabei auf den Propheten Jesaja genauso wie auf Platon und H.G.Wells. Was können wir heute noch aus seinen Geschichten und Erzählungen lernen?