Am Karfreitag erinnern Christen und Christinnen an den Tod Jesu. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen Texte der Leidensgeschichte Christi. Die Lesungen werden im Gottesdienst als Standbilder von Jugendlichen aus dem Pastoralraum Oberaargau szenisch dargestellt.
Der Familiengottesdienst aus der römisch-katholischen Kirche St. Christophorus nimmt prägende Teile der Liturgie zum Karfreitag auf: Passionsgeschichte, Verehrung des Kreuzes und Fürbitten.
Seelsorgerin Flavia Schürmann und Religionslehrerin Lavinia Mazzolena Vietri gestalten den Gottesdienst zusammen mit Jugendlichen und Kindern aus dem Pastoralraum Oberaargau. Sie lesen Texte aus der Passion Jesu, stellen biblische Szenen nach und formulieren Fürbitten. Die Dramaturgie des Gottesdienstes zeigt, dass Christinnen und Christen nicht unter dem Kreuz stehen bleiben, sondern im gemeinsamen Hören und Beten ihre Hoffnung auf die Auferstehung – auf Ostern – nähren.
Am Karfreitag, dem Todestag Jesu, erklingen traditionell keine Glocken und keine Orgelmusik. Es ist ein Tag der Stille und der Trauer. Ein Streichquartett sowie die Kantorin Janine Bruno gestalten den Gottesdienst musikalisch. Zudem erklingen Gemeindelieder zum Mitsingen.
Religiös
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In Zusammenarbeit mit ausgewählten Kirchgemeinden werden jährlich zehn Gottesdienste direkt übertragen.
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Folge vom 03.04.2026Römisch-katholischer Gottesdienst aus Wangen an der Aare BE
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Folge vom 22.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus Kilchberg ZHIm Gottesdienst steht die Frage nach «wahrer Grösse» im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrerin Sibylle Forrer ist die biblische Szene, in der Jesus ein Kind in die Mitte stellt und seine Jüngerinnen und Jünger auffordert: «Werdet wie die Kinder». Damit stellt Jesus gängige Vorstellungen von Macht, Leistung und Anerkennung radikal in Frage. Die biblische Auslegung wird mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbunden, etwa nach dem Stellenwert von Fürsorge, Abhängigkeit und Care-Arbeit. Der Gottesdienst lädt dazu ein, die eigene Vorstellung von Stärke neu zu bedenken. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einem Ensemble aus zwei Violinen und Violoncello gemeinsam mit der Barockorgel. Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel (aus den Orgelkonzerten) und Antonín Dvořák (aus den Bagatellen op. 47). An der Orgel spielt Els Biesemans.
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Folge vom 01.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus dem Berner MünsterDer Gottesdienst am zweiten Sonntag der Passionszeit trägt den Titel «Reminiscere» (Gedenke). Er leitet sich von Psalm 25 ab: «Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind». Erinnerungen wärmen. Erinnerungen machen wehmütig. Doch sollten wir uns ihrem Sog nicht zu sehr überlassen, findet Pfarrer Beat Allemand und nähert sich in seiner Predigt der Faszination «Erinnerung». Es gebe ein Jetzt. Und es gebe, so Gott will, eine Zukunft. Überhaupt: Was gälte es nicht alles zu entdecken und in das bereits Erlebte einzulagern? Irgendwie glaubt Pfarrer Beat Allemand daran, dass nichts verloren ist. Und mit den Worten von Edith Piaf: «Je ne regrette rien.» Musikalisch gestalten den Gottesdienst der Tenebrae Choir aus London und Münsterorganist Christian Barthen. Tenebrae bedeutet «Dunkelheit». Der Chor liebt es, im Kerzenschein in Kirchenräumen zu singen und mit seiner Musik die Herzen der Zuhörenden zum Strahlen zu bringen. Alle Mitwirkenden sind professionelle Musikerinnen und Musiker aus dem Raum London, Oxford und Cambridge.
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Folge vom 01.02.2026Römisch-katholischer Gottesdienst aus Bichelsee TGDie römisch-katholische Pfarrei in Bichelsee feiert ihren Patron, den Heiligen Blasius. Sein Segen und das Lichtfest prägen den Gottesdienst, musikalisch begleitet vom Kirchenchor Fischingen. Im 3. Jahrhundert lebte in Sebaste, in der heutigen Südtürkei, Bischof Blasius. Historisch ist nur wenig über ihn bekannt. Eine Legende erzählt von einem jungen Mann, der offenbar an Fischgräten erstickte. Daraufhin soll Bischof Blasius für ihn gebetet und so dem jungen Mann das Leben gerettet haben. Diese Erzählung führte dazu, dass Blasius heute als Schutzpatron gegen Halskrankheiten verehrt wird. Am Blasiustag – immer am 3. Februar - bitten Gläubige um seinen Segen, der traditionell mit zwei Kerzen gespendet wird. Am 2. Februar wiederum feiert die römisch-katholische Kirche das Fest Mariä Lichtmess. An diesem Tag werden traditionell alle Kerzen gesegnet, die im Laufe des Jahres in den Gottesdiensten verwendet werden, ebenso wie jene, die in den privaten Haushalten entzündet werden. Das Fest gilt als ein letzter Ausklang der Weihnachtszeit und stellt das Licht in den Mittelpunkt. Pater Gregor Brazerol OSB, Priester im Pastoralraum Hinterthurgau, greift diese Symbolik im Gottesdienst auf und verbindet sie mit der christlichen Botschaft: In Jesus Christus ist uns das wahre Licht geschenkt. Die Bibel sagt dazu: „Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt“ (Joh 1). Die Eucharistiefeier aus der Kirche St. Blasius in Bichelsee TG wird musikalisch gestaltet vom Kirchenchor Fischingen unter der Leitung von Yvonne Brühwiler. Im Gottesdienst erklingen Gesänge aus der „Thurgauer Jubiläumsmesse“ von Heinrich Walder und von John Rutter, sowie Gemeindelieder zum Mitsingen. Die Orgel spielt Monika Bernold.