40 Tage nach Ostern feiern Christen und Christinnen das Fest Christi Himmelfahrt. Dieses Fest beinhaltet zwei Aspekte: Der Abschied Jesu aus dieser irdischen Welt und sein Eingang in das Himmelreich.
Im Zentrum des römisch-katholischen Gottesdienstes aus der Pfarrkirche St. Peter stehen die liturgischen Texte zu Christi Himmelfahrt. Bedeutsam ist dabei der Abschnitt aus der Apostelgeschichte. Dort heisst es: «Als er [Jesus] das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.» (Apg 1,9) Der Abschied Jesu lässt die Menschen in seiner Nachfolge fragend zurück. Wohin wurde Jesus entrückt? Ist dieser Abschied endgültig? Letztlich stellen sich an Christi Himmelfahrt die Fragen nach Orten der Gottesbegegnung. Diakon Walter Kroiss nimmt diesen Gedanken in seiner Predigt auf und fragt nach Orten der Gottesbegegnung und nach Lieblingsorten im Leben und im Glauben.
Pfarrer Marjan Paloka steht der Eucharistiefeier vor. Martin Welzel, Hauptorganist der Katholischen Kirchgemeinde Wil und Dozent/Fachbereichsleiter Orgel an der Diözesanen Kirchenmusikschule St. Gallen, übernimmt die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes. Es ertönen Klänge verschiedener Epochen, Improvisationen und Gemeindelieder zum Mitsingen.
Religiös
Radiogottesdienst Folgen
In Zusammenarbeit mit ausgewählten Kirchgemeinden werden jährlich zehn Gottesdienste direkt übertragen.
Folgen von Radiogottesdienst
14 Folgen
-
Folge vom 14.05.2026Römisch-katholischer Gottesdienst aus Wil SG
-
Folge vom 03.04.2026Römisch-katholischer Gottesdienst aus Wangen an der Aare BEAm Karfreitag erinnern Christen und Christinnen an den Tod Jesu. Im Zentrum des Gottesdienstes stehen Texte der Leidensgeschichte Christi. Die Lesungen werden im Gottesdienst als Standbilder von Jugendlichen aus dem Pastoralraum Oberaargau szenisch dargestellt. Der Familiengottesdienst aus der römisch-katholischen Kirche St. Christophorus nimmt prägende Teile der Liturgie zum Karfreitag auf: Passionsgeschichte, Verehrung des Kreuzes und Fürbitten. Seelsorgerin Flavia Schürmann und Religionslehrerin Lavinia Mazzolena Vietri gestalten den Gottesdienst zusammen mit Jugendlichen und Kindern aus dem Pastoralraum Oberaargau. Sie lesen Texte aus der Passion Jesu, stellen biblische Szenen nach und formulieren Fürbitten. Die Dramaturgie des Gottesdienstes zeigt, dass Christinnen und Christen nicht unter dem Kreuz stehen bleiben, sondern im gemeinsamen Hören und Beten ihre Hoffnung auf die Auferstehung – auf Ostern – nähren. Am Karfreitag, dem Todestag Jesu, erklingen traditionell keine Glocken und keine Orgelmusik. Es ist ein Tag der Stille und der Trauer. Ein Streichquartett sowie die Kantorin Janine Bruno gestalten den Gottesdienst musikalisch. Zudem erklingen Gemeindelieder zum Mitsingen.
-
Folge vom 22.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus Kilchberg ZHIm Gottesdienst steht die Frage nach «wahrer Grösse» im Mittelpunkt. Ausgangspunkt der Predigt von Pfarrerin Sibylle Forrer ist die biblische Szene, in der Jesus ein Kind in die Mitte stellt und seine Jüngerinnen und Jünger auffordert: «Werdet wie die Kinder». Damit stellt Jesus gängige Vorstellungen von Macht, Leistung und Anerkennung radikal in Frage. Die biblische Auslegung wird mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen verbunden, etwa nach dem Stellenwert von Fürsorge, Abhängigkeit und Care-Arbeit. Der Gottesdienst lädt dazu ein, die eigene Vorstellung von Stärke neu zu bedenken. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von einem Ensemble aus zwei Violinen und Violoncello gemeinsam mit der Barockorgel. Es erklingen Werke von Georg Friedrich Händel (aus den Orgelkonzerten) und Antonín Dvořák (aus den Bagatellen op. 47). An der Orgel spielt Els Biesemans.
-
Folge vom 01.03.2026Evangelisch-reformierter Gottesdienst aus dem Berner MünsterDer Gottesdienst am zweiten Sonntag der Passionszeit trägt den Titel «Reminiscere» (Gedenke). Er leitet sich von Psalm 25 ab: «Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind». Erinnerungen wärmen. Erinnerungen machen wehmütig. Doch sollten wir uns ihrem Sog nicht zu sehr überlassen, findet Pfarrer Beat Allemand und nähert sich in seiner Predigt der Faszination «Erinnerung». Es gebe ein Jetzt. Und es gebe, so Gott will, eine Zukunft. Überhaupt: Was gälte es nicht alles zu entdecken und in das bereits Erlebte einzulagern? Irgendwie glaubt Pfarrer Beat Allemand daran, dass nichts verloren ist. Und mit den Worten von Edith Piaf: «Je ne regrette rien.» Musikalisch gestalten den Gottesdienst der Tenebrae Choir aus London und Münsterorganist Christian Barthen. Tenebrae bedeutet «Dunkelheit». Der Chor liebt es, im Kerzenschein in Kirchenräumen zu singen und mit seiner Musik die Herzen der Zuhörenden zum Strahlen zu bringen. Alle Mitwirkenden sind professionelle Musikerinnen und Musiker aus dem Raum London, Oxford und Cambridge.