An drei Tagen im Oktober 1974 setzte sich der Schriftsteller Georges Perec an einen Platz in Paris und notierte alles, "was passiert, wenn nichts passiert." 40 Jahre später, 2014, begab sich Nicole Paulsen mit Notizbuch und Aufnahmegerät an denselben Ort und sammelte Töne und Eindrücke und baute eine Radiosendung daraus. Und als wäre all das nicht genug, unternahm sie die Suche nach dem „Untergewöhnlichen“ zum 50-jährigen Jubiläum noch einmal… Was kam dabei heraus? Was sah und hörte sie, 40 Jahre und 50 Jahre später? Haben sich Rhythmus und Hintergrundgeräusche, hat sich das Glanzlose verändert?
Von Nicole Paulsen
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Folge vom 26.04.2026Das Untergewöhnliche ist ein scheues Reh – 50 Jahre Georges Perecs „Versuch einen Platz in Paris zu erfassen“
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Folge vom 24.04.2026Zwischen Werkbank und Wahlurne – Die Stadt Singen nach der Landtagswahl„Über die Hälfte der Menschen in meiner südbadischen Heimatstadt Singen haben eine Migrationsgeschichte. Bei der Bundestagswahl 2025 wurde die AfD in der Industriestadt mit fast 30 Prozent stärkste Partei. Auch bei der Landtagswahl im März 2026 in Baden-Württemberg ist sie erfolgreich. Woran liegt das? Warum ist die Partei gerade auch für junge Menschen mit Migrationshintergrund attraktiv? Um dies herauszufinden, treffe ich Gemeinderatsmitglieder der AfD, tauche in die Stadtgesellschaft ein, treffe Schülerinnen und Schüler, die bei den Landtagswahlen schon mit 16 wählen dürfen.“ Von Charly Kowalczyk SWR/DLF 2026
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Folge vom 19.04.2026Zwei Millionen Zeichen – Begegnung mit dem Schriftsteller Peter WaterhouseSchreiben als Krimi: Mehr als zehn Jahre lang arbeitet der Schriftsteller und Übersetzer Peter Waterhouse an einem Epos mit dem Titel „Z Ypsilon X“, das nachzuvollziehen versucht, wie der eigene Großvater zum Propaganda-Redakteur des NS-Regimes werden konnte und welche Position die Großmutter dabei einnahm. Wie lässt sich ein solches Epos in Übergröße, das sich kleinsten Spuren und Unsichtbarkeiten widmet, schreiben? Wie lässt es sich abschließen? Die Bachmann-Preisträgerin Natascha Gangl begleitet Peter Waterhouse durch „die letzten Tage“ dieser langen Reise. Von Natascha Gangl SWR 2025
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Folge vom 17.04.2026Unsere Asche wird weiter brennen – Der Brandanschlag in Lübeck 1996Am 18. Januar 1996 starben sieben Kinder und drei Erwachsene bei einem Brandanschlag auf eine Unterkunft für Geflüchtete in Lübeck. Bis heute ist unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Der Verdacht fiel auf einen Hausbewohner. Den Indizien, die auf einen Anschlag Rechtsextremer hinwiesen, wurde kaum nachgegangen. Der 18. Januar hat das Leben der von dem Anschlag betroffenen Menschen für immer verändert. Für die Tat wurde nie jemand verurteilt. Was bedeutet das 30 Jahre später für die Überlebenden und für die Stadt Lübeck? Gibt es noch eine Chance auf Gerechtigkeit? Von Steffi Wassermann und Erika Harzer DLF Kultur 2026