„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ – das wird dieses Jahr gefeiert. Denn ein Edikt des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 belegt, dass damals bereits Jüdinnen und Juden in Köln lebten. Trotz der schweren Pogrome zu Beginn des Ersten Kreuzzugs (1096), während der Pest (1349) und auch trotz des noch immer unfassbaren Holocaust im 20. Jahrhundert leben bis heute Jüdinnen und Juden in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten nimmt ihre Zahl sogar stark zu: durch den Zuzug osteuropäischer Juden aus der ehemaligen Sowjetunion und auch weil Berlin bei Israelis besonders beliebt ist. Viele Autorinnen und Autoren sind darunter, und sie bereichern das literarische Leben in Deutschland. Der Kritiker Carsten Hueck kennt die Details.
Carsten Hueck freut sich auf den Roman „Schicksal“ von Zeruya Shalev, der Ende Mai im Berlin-Verlag erscheint, und empfiehlt:
Chaim Grade: „Von Frauen und Rabbinern“
Aus dem Jiddischen von Susanne Klingenstein, Die Andere Bibliothek, 44 Euro.
Tomer Gardi: „Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück“
Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, Droschl, 20 Euro.
Kultur & Gesellschaft
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Folge vom 07.03.2021Angekommen! Jüdische Autor*innen schreiben in Deutschland
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Folge vom 05.03.2021Matthias Bormuth - Wir modernen Menschen. Über Max WeberIn neun Kapiteln – Heroisches Leben, Pietät der Herkunft, Krankheit und Erkenntnis, Wir modernen Menschen, Kreutzersonate, Die Suchenden, Wissenschaft in der Krisis, Politik und Passion, Virtuoses Leben – erschließt Matthias Bormuth das Leben Max Webers in seiner Heidelberger und Münchner Zeit, als er zu den führenden Köpfen des intellektuellen Lebens gezählt wurde. Weber, der als scharfsinniger Analytiker der Entzauberung der Welt in der Moderne und durch die Moderne galt und gilt, litt an dieser Entzauberung. Matthias Bormuth macht dieses Leiden anschaulich. Rezension von Clemens Klünemann. Wallstein Verlag, 202 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-8353-3850-0
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Folge vom 04.03.2021Kaouther Adimi - DezemberkidsZwei algerische Generäle wollen Villen errichten auf einem Grundstück, das die Kinder des Viertels seit Jahren als Bolzplatz nutzen. Ein spontaner Aufstand der Kinder weist die Militärs in ihre Schranken. Kaouther Adimis Roman ist eine Parabel auf den Niedergang einer altersschwachen Diktatur. Rezension von Dina Netz. Aus dem Französischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Regina Keil-Sagawe Lenos Verlag, 249 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-03925-000-4
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Folge vom 03.03.2021Sabine Rückert - Zeit Verbrechen. Echte Kriminalfälle aus DeutschlandIn zehn Artikeln der ZEIT-Gerichtsreporterin Sabine Rückert aus den Jahren 2000 bis 2017 werden echte Kriminalfälle aus Deutschland analysiert, die als Grundlage für die beliebtesten Folgen des Podcasts "ZEIT Verbrechen" dienten. Rezension von Claudia Fuchs. Eichborn Verlag, 208 Seiten, 16 Euro ISBN 978-3-8479-0063-4
