Mit den Maßnahmen gegen Corona wurden Grundrechte in Deutschland so stark eingeschränkt, wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik: Menschen dürfen sich nicht in Gruppen mehr treffen, nicht mehr demonstrieren und sich nicht mehr bewegen, wie sie wollen.
Auch die Rechte auf Privatsphäre und Datenschutz sind weltweit unter Druck gekommen: gleich zu Anfang der Krise wollte Gesundheitsminister Jens Spahn Standortdaten von Handys für den Kampf gegen Corona abgreifen. Der Vorschlag wurde abgeblockt – auch weil die Handy-Standortdaten nicht taugen, um Infektionsketten zurückzuverfolgen „Bisher fehlt jeder Nachweis, dass die individuellen Standortdaten der Mobilfunkanbieter einen Beitrag leisten könnten, Kontaktpersonen zu ermitteln, dafür sind diese viel zu ungenau,“ mahnte Ulrich Kelber schon im März.
In Deutschland gibt es bisher zwei große Initiativen, dem Corona-Virus mit Daten der Bürger zu bekämpfen: Mitte der Woche veröffentlichte das Robert-Koch-Institut eine App namens „Datenspende“, mit der Menschen dem Institut Daten von ihren Apple Watches und Fitnestrackern zur Verfügung stellen können. Währenddessen arbeitet eine Gruppe um den IT-Gründer Chris Boos daran, die europäische Plattform Pepp-PT zum sogenannten Contact-Tracing via Bluetooth aufzubauen.
Im Gespräch mit t3n-Reporter Jan Vollmer erklärt Datenschützer Ulrich Kelber, warum ihm der Name der App Datenspende nicht gefällt – und warum der Datenschutz in Deutschland die Corona-Krise verhältnismäßig gut zu überstehen scheint.
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Wie wollen wir die Zukunft der Arbeitswelt gestalten? Bei t3n Arbeit in Progress kommen CEOs, Führungskräfte, Coaches und diejenigen zu Wort, die Arbeitsweisen hinterfragen und verbessern wollen. Der Podcast hilft dir, dich in der Arbeitswelt sinnvoll einzubringen und weiterzuentwickeln. Sowohl auf persönlicher, als auch auf unternehmerischer Ebene. Moderiert werden die Episoden von Host Stella-Sophie Wojtczak. Jeden Freitag um 10 Uhr erscheint eine neue Folge.
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Folge vom 10.04.2020„Die Bürger wollen mehr Datenschutz“ – auch bei Corona-Apps
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Folge vom 09.04.2020Homeoffice: Worin liegt die größte Herausforderung für Führungskräfte?Was sollte man bei virtuellen Meetings beachten? Und wie sorgt man für gelungenes Teambuilding im Home Office? Diese und weitere Fragen stellt Stephan Dörner, Chefredakteur von t3n.de, dem Karriere-Redakteur Andreas Weck und der Startup-Redakteurin Vicky Bargel. Die beiden haben einen Guide rund um Leadership aus dem Homeoffice geschrieben und dafür nicht nur mit einigen Experten gesprochen sondern sich auch Tipps von Unternehmern aus der Praxis geben lassen. Worauf kommt es bei Leadership aus dem Homeoffice wirklich an? Wie legt man am besten Kennzahlen fest? Und welche Kommunikations-Regeln gelten bei der Arbeit remote? Das verrät euch der t3n Podcast über Führung aus dem Homeoffice – aufgenommen aus dem Homeoffice. Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird gesponsert von den o2 Free Tarifen, die speziell und exklusiv für Selbstständige erhältlich sind. Warum sich das gleich doppelt lohnt? o2 bietet allen Unternehmern doppeltes Datenvolumen! Jetzt informieren unter http://o2.de/selbststaendige Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird gesponsert von oncampus. Oncampus ist ein E-Learning-Service-Provider, der unter anderem berufsbegleitende Studiengänge und Online-Weiterbildungen anbietet. www.oncampus.de
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Folge vom 03.04.2020Cloud-Gaming im Spielealltag: Was können Google Stadia, Shadow und Konsorten?Ende 2019 launchte Google seinen Cloud-Gaming-Dienst Stadia. Für einen monatlich Abo-Preis kann man den Dienst nutzen, um auch grafisch aufwendige Spiele auf einem eigenen Gerät zu zocken – selbst wenn dessen Hardware eigentlich zu schwach ist. Dafür läuft das jeweilige Spiel auf Server-Hardware in Google-Rechenzentren, also in der Cloud, von wo ein Videofeed an das eigene Gerät gestreamt wird. Eingaben am Controller, um das Spiel zu steuern, werden wiederum zum bei Google laufenden Game übertragen – und so weiter. So spart man sich eine teure Spielekonsole oder die Anschaffung eines leistungsstarken Gaming-Rechners und kann mit einem Google Chromecast am Fernseher oder sogar auf ausgewählten Smartphones zocken. Bei Stadia zahlt man dafür jedoch neben dem monatlichen Abo-Preis auch noch einmal für jedes Spiel einzeln – selbst wenn man es auf anderer Plattform schon besitzt. Zukünftig will Google zumindest auch ein kostenloses Stadia-Abo anbieten. t3n-Print-Chefredakteur Luca Caracciolo spricht mit Software-Redakteur und passioniertem Gamer Julius Beineke darüber, wie sein Spiel- und Twitch-Alltag mit einem Shadow-PC aussieht, wie sich Google Stadia in der Praxis mit wackligem WLAN schlägt und wie die Zukunft des Cloud-Gamings aussehen mag. Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird gesponsert von den o2-Free-Tarifen, die speziell und exklusiv für Selbstständige erhältlich sind. Warum sich das gleich doppelt lohnt? o2 bietet allen Unternehmern doppeltes Datenvolumen! Jetzt informieren unter www.o2.de/selbststaendige Sponsor-Hinweis (Anzeige): er heutige Podcast wird gesponsert von Ionos by 1&1, der Marke für Mail, Domain und Website. Ob E-Mail, Homepage-Baukasten oder Hosting – Ionos glänzt mit ausgezeichnetem Service und Beratung. Jetzt informieren unter www.ionos.de
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Folge vom 27.03.2020Sawsan Chebli, wie hältst du den ganzen Hass aus?„Inzwischen ist es egal, was ich mache. Allein dass es mich gibt, passt einigen nicht”, hat Chebli in einem Zeit-Portrait mal gesagt. Und das spürt sie tagtäglich, wenn sie auf Twitter gegen Sexismus, Rassismus und jegliche Art von Diskrimierung Stellung bezieht. Im Netz ist sie mit einem Ausmaß an Hass und Hetze konfrontiert, das nur schwer erträglich ist. Auch Morddrohungen hat sie bereits erhalten. Trotzdem – oder gerade deshalb – will Chebli nicht aufgeben. Im Gegenteil: „Mir macht eine stille Mehrheit viel mehr Sorgen, als Morddrohungen”, sagt Chebli im Podcast. Die 1978 geborene Chebli ist das Kind palästinensischer Flüchtlinge und mit 12 Geschwistern aufgewachsen. Bis 1993 war sie staatenlos. 2001 trat sie in die SPD ein. Heute ist Chebli Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Von 2010 bis 2014 war sie Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport, von 2014 bis 2016 stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amts. Im Gespräch mit Print-Chefredakteur Luca Caracciolo erzählt die SPD-Politikerin, wie sie den Hass in den sozialen Medien erlebt, im Alltag damit umgeht und trotz allem an Twitter als Kommunikationsmedium festhält. Warum sie glaubt, dass Hass und Hetze eine Gefahr für unsere Demokratie sind und worauf sie ihre Hoffnung setzt. Und sie erklärt, warum sie auf Instagram und anderen Social-Media-Plattformen nicht aktiv ist. Sponsor-Hinweis (Anzeige): Der heutige Podcast wird gesponsert von den o2-Free-Tarifen, die speziell und exklusiv für Selbstständige erhältlich sind. Warum sich das gleich doppelt lohnt? o2 bietet allen Unternehmern doppeltes Datenvolumen! Jetzt informieren unter o2.de/selbststaendige