Gesprengte Bankomaten, Cyberkriminelle und mutmassliche Terroristen – die Bundesanwaltschaft bearbeitet immer mehr Fälle. Aber setzt sie das beschränkte Personal richtig ein und warum beklagt sie sich über mangelnde rechtliche Mittel? Kritische Fragen an Bundesanwalt, Stefan Blättler.
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363 Strafuntersuchungen hat die Bundesanwaltschaft im vergangenen Jahr eröffnet – so viele wie noch nie. Viele Ressourcen binden dabei u.a. die Bereiche Cyberkriminalität aber auch Wirtschaftskriminalität. Die reiche, stark digitalisierte Schweiz sei attraktiv für Kriminelle in diesen Bereichen, schreibt der Bundesanwalt in seinem Tätigkeitsbericht fürs vergangene Jahr. Gleichzeitig verweist er auf erfolgreiche Verfahren u.a. gegen Cyberkriminelle, die in Thailand verhaftet und in die Schweiz überführt werden konnten. Aber bilden die Erfolge mehr ab als die Spitze des Eisbergs? Spürt der Bundesanwalt die jüngste Reform der Strafprozessordnung, die die Verfahren beschleunigen sollten? Und, welche Folgen hat es für die Schweiz, dass sie Rechtshilfegesuche viel langsamer bearbeitet als andere Länder?
Im Bereich der inneren Sicherheit sind aktuell so viele Verfahren wegen Terrorismus-Verdachts am Laufen, wie noch nie, obwohl die Bundesanwaltschaft im letzten Jahr so viele erledigt hat wie noch nie. Fühlt sich der Bundesanwalt deshalb wie ein Sisyphus? Und, heisst das, die Schweiz auch, dass die Schweiz so unsicher ist wie noch nie?
Als Bundesanwalt wurde Stefan Blättler von der neuen US-Botschafterin empfangen – anders als die allermeisten Medien. Worüber haben die beiden gesprochen? Wie läuft die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen in den USA seit Donald Trumps Amtsantritt? Und, was heisst der liederliche Umgang mit der regelbasierten Weltordnung in vielen Weltgegenden für die Strafverfolgung aus der Schweiz heraus?
Bundesanwalt Stefan Blättler, nimmt Stellung in der Samstagsrundschau bei Klaus Ammann.
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14 Folgen
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Folge vom 04.04.2026Samstagsrundschau: Sind Sie ein Sisyphus, Herr Blättler?
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Folge vom 02.04.2026Gardi Hutter: «Diktatoren Clowns zu nennen verletzt mich»Die berühmteste Clownin der Schweiz tourt derzeit mit ihrem neusten Programm «Gardizero» durchs Land. Ihr macht die gegenwärtige Weltlage mit den vielen Kriegen und den herrschenden Autokraten Angst. Humor könne viel dazu beitragen, diese Angst zu vertreiben, sagt Gardi Hutter im Tagesgespräch.
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Folge vom 01.04.2026Christian Jott Jenny: Das Ende seiner politischen KarriereDer wohl bekannteste Gemeindepräsident der Schweiz tritt ab: Christian Jott Jenny. Seit 2019 steht der ausgebildete Tenor an der Spitze von St. Moritz. Nun verzichtet er auf eine weitere Amtszeit. Warum beendet der Entertainer seine politische Karriere? Und: Was hat er über Politik gelernt? 2019 wird der ausgebildete Tenor Christian Jott Jenny praktisch über Nacht zum Gemeindepräsidenten des Nobelskiorts St. Moritz. Er gilt als eine der schillerndsten Figuren des Schweizer Polit- und Showbetriebs. Der Musiker studierte Gesang und Schauspiel in Zürich und Berlin und steht seit sieben Jahren an der Spitze von St. Moritz. Nun gibt er bekannt, dass er für keine weitere Amtszeit kandidiert und sein Amt als Gemeindepräsident abgibt. Ist das das Ende seiner politischen Karriere? Und: Was hat er in den letzten Jahren über das Politisieren in der Schweiz gelernt? Christian Jott Jenny ist zu Gast bei David Karasek.
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Folge vom 31.03.202625 Jahre TagesgesprächVor 25 Jahren ging das «Tagesgespräch» zum ersten Mal auf Sendung. Zu Gast in der Jubiläumssendung sind Persönlichkeiten, die in all den Jahren am häufigsten im «Tagesgespräch» waren. Sie sprechen über gute Gespräche, misslungene Interviews und den Wandel in der Schweizer Debattenkultur. Alt Bundesrat Moritz Leuenberger war zwölf Mal im «Tagesgespräch», Alt Nationalrätin Christa Markwalder acht Mal. Benedikt Schmid ist Präsident der Jungen Mitte und gleich alt wie das «Tagesgespräch». Er hatte im «Tagesgespräch» seinen ersten nationalen Auftritt. Die drei erinnern sich an schwierige Momente in Interviews, an den zuweilen rauen Ton in der Politik und beschreiben die Bedeutung von Social Media in der Debattenkultur. Ebenfalls zu Gast ist der publizistische Leiter der Freiburger Nachrichten, Marc Lehmann. Er war sieben Jahre Gesprächsleiter im Tagesgespräch und erzählt von magischen Momenten. Sie alle sind zu Gast bei Simone Hulliger und David Karasek.