TalkLeben & Liebe
The End Folgen
Der Podcast auf Leben und Tod mit Gastgeber Eric Wrede widmet sich mit seinen Gästen genau diesen Themen, mal ernst, mal lustig, mal traurig, mal nachdenklich, aber zum Glück nie professionell... Die zweite Staffel wird produziert von radioeins. Eric Wrede ist Deutschlands bekanntester Bestatter, geboren an der ostdeutschen Riviera in Rostock, aber im Herzen schon immer Berliner. Im ersten Leben kümmerte er sich um Selig, Westernhagen, Flake und Polarkreis 18. Und jetzt? Jetzt ist er Bestatter und Trauerbegleiter! Mit seinem Podcast „The End“ bringt er uns mit seinen Gästen dieses oft so schwierige Thema näher. Ob der richtige Wein zur Trauerfeier, ein Leben nach dem Tod und ob man die Urne mit nach Hause nehmen kann, hier erfahren Sie alles.
Folgen von The End
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Folge vom 15.04.2026#60 Catherina Hinz - Auf ein SterbenswortAm Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung begleitete Catherina Hinz eine Studie darüber, wie unsere alternde Gesellschaft dem Tod begegnen will. Wie sind wir persönlich und unsere Gesellschaft darauf vorbereitet, dass in zehn Jahren die Generation der Boomer (Jg 1955 – 1964) in ein mehr pflegebedürftiges Alter komm? Und wie gehen wir damit um, dass diese zahlenmäßig große Generation andere Lösungen für das Altwerden, den Sterbeprozess und auch für die Bestattungen brauchen wird? Nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ stellte die Studie Fragen: Wollen die Boomer in Altersheimen leben? Wie stellen sie sich ein gutes Lebensende vor? Wie können sich Kommunen und Angehörige in Zukunft auf diese Herausforderungen vorbereiten? Buchtipp: "Roland Schulz – So sterben wir" Link zur Studie aus dem Institut: https://www.berlin-institut.org/studien-analysen/detail/auf-ein-sterbenswort
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Folge vom 25.03.2026#59 Franziska Hohmann – Gut, dass du nicht mehr da bist„Die toxische Beziehung zu meiner Mutter – und wie ich lerne loszulassen“ – so lautet der Untertitel des Buches von Franziska Hohmann. Ein Titel, der zunächst hart und eindeutig wirkt. Und doch sagt sie heute: „Ich weiß jetzt, dass sie auch in ihren guten Zeiten eine schwerkranke Frau war.“ Im Gespräch mit Eric erzählt sie offen, schonungslos und zugleich mit großer Klarheit von ihrer Kindheit mit einer schwer depressiven Mutter. Eine Beziehung, die von Anfang an belastet ist – geprägt von Distanz, Brüchen und dem Aufwachsen bei Pflegeeltern und Großeltern. Die Krankheit der Mutter wirkt weit über die Kindheit hinaus und prägt auch Franziskas eigenes Leben bis ins Erwachsenenalter – bis hin zur eigenen Alkoholabhängigkeit. Und dennoch entwickelt sich aus dieser Geschichte etwas, das zunächst nicht erwartbar ist: ein vorsichtiges, ehrliches Loslassen. Heute arbeitet Franziska Hohmann als systemischer Coach und begleitet andere Menschen in Veränderungsprozessen, die oft genau dort beginnen: bei der eigenen Geschichte.
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Folge vom 18.02.2026#58 Thomas Macho – Das Leben nehmenDer österreichische Kulturwissenschaftler und Philosoph Thomas Macho beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Ende des Lebens, dem Sterben und Suizid. Dabei versucht er immer eine beobachtende und nicht wertende Position einzunehmen und kann durch seine Studien sehr genau beschreiben, wie sich unser gesellschaftlicher und kultureller Blick aufs Sterben und den selbstgewählten Tod verändert hat. Ein Gespräch über die neue Sichtbarkeit des Todes, die Vielfalt des künstlerischen Umgangs damit und unser Verhältnis zum Suizid. Dazu gibt es jede Menge Literatur- und Film-Empfehlungen in dieser Folge: Milena Michiko Flasar: Oben Erde, Unten Himmel (Roman) Thomas Macho: Das Leben nehmen Susana Monsó: Das Schweigen der Schimpansen: Wie Tiere den Tod verstehen Clive S. Lewis: Über die Trauer Filme: Hamnet – Regisseurin Chloé Zhao Jenseits des Glaubens (Freud’s Last Session) – Regisseur Matthew Brown Shadowlands – Regisseur Richard Attenborough
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Folge vom 16.12.2025#57 Dr. Irmhild Saake – Was ist eigentlich gutes Sterben?Alles, was wir im Leben machen, können wir im Nachhinein noch mal reflektieren oder besprechen, nur das Sterben nicht. Trotzdem machen sich viele Menschen eine Illusion davon. Wie auch im Leben, so wollen sie auch im Sterben „alles richtig machen“. Die Soziologin Dr. Irmhild Saake von der Universität München forscht seit vielen Jahren zum Bild unserer Gesellschaft über das „gute Sterben“ und sie wünscht sich, dieses Ideal wieder etwas zu relativieren. Damit möchte sie den Sterbenden, den Familien und auch den Pflegekräften den Druck nehmen, selbst diesen letzten Schritt in unserem Leben noch optimieren zu wollen. Ein Gespräch darüber, dass sich niemand mit dem Sterben auseinandersetzen sollte, der das nicht will und dass es dann eben doch meist anders kommt als wir es uns gewünscht haben und wir sicher sein können, dass es am Ende immer „richtig“ ist.