Das Gefühl nicht gut genug zu sein und alles daraus sich entwickelnden Muster und Handlungsweisen führen zu einer harten und oft herzlosen Verurteilung der eigenen Person. Anders gesagt, dieses Muster, diese Prägung, diese Überzeugung „Ich bin nicht gut genug!", ist die meist gefundene Verhinderung von Wohlwollen. Sie ist das Gegenteil von Wohlwollen. Sie ist pures, reines Verurteilen. Verurteilen und abwerten hat einen ganz einfachen Sinn, einen einfachen Zweck. Wer Urteilt fühlt nicht mehr mit dem Herzen. Urteilen hat eine trennende Wirkung und das ist natürlich nicht schön aber manchmal auf eine ungute Art und Weise aber sinnvoll. Wenn ich mich mit meinen eigenen Gefühlen überfordert fühle, wenn ich mich von jemand anderem in irgendeiner Weise, vielleicht ganz unbewusst, angesprochen und dadurch getriggert fühle, dann ist das Urteilen eine Möglichkeit Distanz zu schaffen. Es ist eine Möglichkeit in ein Gefühl der Härte und damit verbundener, zwar nicht wirklicher, aber doch empfundener Stärke zu gehen. Urteilen kann auch helfen über Vergleiche beispielsweise in eine Motivation zu gelangen, so in die Richtung sich weiter zu optimieren und durch die harte Fähigkeit zu Urteilen nicht aufzugeben und nur nicht in eine Art Weichheit und Empfindsamkeit zu kommen. Urteilen, könnte man sagen, ist ein Gegenteil zu Mitgefühl und ich spreche hier nicht von einem kritischen, zugewandten Geist, sondern von dem harten, richtenden Urteil, das uns so sehr verletzen kann. In dieser Folge erfährst du: was Wohlwollen bedeutet welche Aufgabe Verurteilung hat was Ego States und Selbstliebe mit Wohlwollen zu tun haben wie sich eine wohlwollende Haltung auf die Welt auswirken kann Shownotes: Einsamkeit und Trauma // Podcast #56 Verbundenheit und Trauma // Podcast #55
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Das Wissen über Trauma sollte zu unserer Allgemeinbildung gehören, denn es bringt ein grundlegendes Verständnis für menschliche Reaktionsweisen und das menschliche Wesen. Mit meinem Podcast "Kreative Transformation" möchte ich für Trauma und Traumafolgen sensibilisieren. Für mehr Wohlwollen, Empathie, Verbundenheit und Frieden in unserer Welt.
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Folge vom 29.05.2020#92 Du bist genug. Die Heilkraft des Wohlwollens.
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Folge vom 22.05.2020#91 Über Trauer und VerbundenheitTrauer ist ein sehr tiefes und auch vielschichtiges Gefühl. Es ist ein großes Gefühl. Meist wird Trauer ausgelöst durch einen Verlust. Zu betrauernde Verluste können sehr unterschiedlicher Ursache sein. Das kann der Verlust eines geliebten oder wichtigen Menschen oder Wesens sein. Trauer entsteht auch dann, wenn wir uns in dem Verlust eines Lebenskonzeptes wiederfinden, z.B. durch den Verlust eines Arbeitsplatzes, vielleicht eines unerfüllten Kinderwunsches oder wir betrauern das nicht gelingen eines Planes. Häufig finden sich Menschen zu irgend einem Zeitpunkt in ihrem Leben in einem Trauerprozess um ein nicht gelebtes Leben, wenn sie irgendwann einmal zurückschauen und spüren und sehen, was sie alles hätten leben können, was ihnen aber nicht möglich war. Trauer entsteht nach meiner Erfahrung besonders dann, wenn wir etwas loslassen müssen, das uns am Herzen lag, mit dem wir uns sehr verbunden gefühlt haben. Wenn etwas mit dem wir eine innere Verbundenheit spürten nicht zur Erfüllung kommt, wenn das Gefühl der Unerreichbarkeit sich einstellt. Ich werde in meinen weiteren Ausführungen den Verlust eines geliebten Menschen, mit dem man verbunden war als Ausgangspunkt nehmen, um das Gefühl der Trauer zu beleuchten. Die Prinzipien, die ich hier beschreiben werde, lassen sich im Grunde auf alle anderen Trauerprozesse auch anwenden. Also auf alles, was ich schon genannt habe und auf all das viele mehr, was es noch im Kontext mit Trauer zu beleuchten gibt. In dieser Folge erfährst du: welche Aufgabe Trauer erfüllt dass Trauer ein Prozess ist, der niemals linear verläuft welche Rolle traumatisierte Anteile bei einem trauernden Menschen spielen was es braucht, damit ein Trauerprozess gelingen kann wieso Verbundenheit so wichtig ist Shownotes: Wie loslassen funktionieren kann // Podcast #14
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Folge vom 15.05.2020#90 Verdeckte Glaubenssätze erkennen und wandelnDie heutige Folge trägt den Titel „Verdeckte Glaubenssätze erkennen und wandeln". Ich habe in letzter Zeit einige Podcastfolgenvorschläge zu dem Thema Glaubenssätze bekommen und fand das ganz interessant. Denn eigentlich gibt es bereits unglaublich viel Information, Podcasts und Videoblogs, Glaubenssatzbücher, Ratgeber und was nicht alles, zu diesem Thema. Deswegen möchte ich das heute aus der traumatherapeutischen Perspektive beleuchten, um nicht noch einen weiteren Titel hinzuzufügen, der vielleicht nur Wiederholungen bringt. Ich möchte, bevor ich ins Thema einsteige, schon einmal sagen, dass ich glaube, dass das Thema „Glaubenssätze" in dieser gegenwärtigen Situation (Corona) eine nicht unwesentliche Rolle spielt. Denn ich glaube, dass wir alle diese Herausforderung, die wir individuell und gemeinschaftlich zu meistern haben, durch die Brille unserer bewussten oder unbewussten Glaubenssätze wahrnehmen und dass wir durch unsere Glaubenssätze, besonders wenn sie rigide sind, eingeschränkt sind in unserer Reaktion auf diese Situation. Das heißt, es gibt Glaubenssätze, die wir in uns tragen, die vermutlich unsere Flexibilität einschränken. Ich werde in dieser Folge darüber sprechen, wie Glaubenssätze entstehen, wie es sein kann, dass Glaubenssätze verdeckt oder unentdeckt bleiben. Ich möchte etwas darüber sagen, wie man sie entdecken und enttarnen kann. Natürlich mag ich auch etwas dazu sagen, wie man Glaubenssätze, die nicht dienlich sind, wandeln und transformieren kann. Wie gesagt, werde ich das Ganze, wie gewohnt, aus der traumatherapeutischen Perspektive betrachten und wünsche dir viel Inspiration und mutmachende Information, die dich einladen mögen, zu forschen und dich weiter zu deinem wahren Wesen, jenseits alter Glaubenssätze, hin zu entwickeln. Mache es dir also, wenn du magst, zum Lauschen gemütlich und sorge für einen ungestörten Moment, sodass du ganz eintauchen kannst in meine Inspiration und vielleicht schon beim Zuhören, wenn du Erkenntnisse schöpfst, direkt eine kleine Wandlung oder eine wohltuende Bewegung in dir geschehen kann In dieser Folge erfährst: Was Glaubenssätze sind und wie sie entstehen dass negative Glaubenssysteme schon in der pränatalen, intrauterinen Phase entstehen können wie schwer es ist, einen Glaubenssatz zu erkennen dass Glaubenssysteme rigide und treu sind dass es Zuwendung und Raum braucht für die Transformation von Glaubenssätzen Shownotes: Selbstbilder transformieren // Podcast #20
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Folge vom 08.05.2020#89 Folgen narzisstischer GewaltIn dieser Folge widme ich mich einem kleinen Bündel an Hörerinnen- und Hörerfragen. Ich erhalte sehr viele Mails und Nachrichten, vor allem immer wieder zu den Podcastfolgen, die ich zu narzisstischer, toxischer Gewalt aufgenommen habe. Dieses Thema scheint so viele Menschen zu betreffen, dass es immer wieder Fragen dazu gibt. Ich möchte in dieser Folge auf gezielte Fragen eingehen. Die erste Frage meiner Hörerin, die ich in der heutigen Folge bewegen werde, hat es gleich ziemlich in sich. Es ist die Frage, welche Rolle es spielt, wenn ein Elternteil bei der Gewaltausübung des anderen Elternteils zusieht und nicht eingreift. Diese Frage können wir weiter fassen, nicht nur bezogen auf narzisstische Gewalt, emotionale Gewalt oder emotionalen Missbrauch. Man kann das hier einfach auf alle Arten von Gewalt beziehen. Was spielt es für eine Rolle, wenn ein Elternteil Täter ist, und der andere Elternteil nicht schützt und nicht eingreift? Da möchte ich einmal tief durchschnaufen, denn die Wirkung, die das hat, ist eine mächtige und eine verheerende. Wenn ein Kind Gewalt durch einen Elternteil erlebt, gleich welcher Art, dann ist das allein schon mit das Schlimmste, was einem Kind passieren kann. Wenn ein weiterer Elternteil dabei zusieht, dann wird das Schlimme noch schlimmer und etwas Zweites, ganz schreckliches gesellt sich dazu. Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, das werden viele Betroffene auch bestätigen, die hier gerade lauschen, dass diese Konstellation eher die Regel ist. Wenn ein Elternteil gewaltvoll ist, in einer Täterrolle ist, dann ist es fast die Regel, dass das andere Elternteil das Ganze schweigend mitträgt. Selbst wenn es gewisse Widerstände dagegen gibt, diese kommen nicht gegen die Gewalt an. Auch diese Dynamik möchte ich kurz ein Stückweit erklären. In dieser Folge erfährst du: Was es für eine Wirkung hat, wenn man als Kind nicht beschützt wird Dass der/die passive Täter/in meist selbst traumatisiert ist Welche Ego States sich aus toxischer Gewalterfahrung entwickeln Wie man mit toxischen Beziehungsmustern heilsam umgehen kann Dass es geschlechtsspezifische Unterschiede in den Traumafolgen gibt Shownotes: Löse Dich aus toxischen Verbindungen // Podcast #456 Toxische Menschen erkennen / verstehen / mit ihnen umgehen // Podcast #46 Wenn die Familie toxisch ist //Podcast #47 Heile Wunden, die toxische Menschen Dir zugefügt haben // Podcast #48 Wenn die Mutter narzisstisch ist // Podcast #80 Michaela Huber - Traumatherapeutin und Autorin