Wenn ein Mensch sich in die Situation begibt, sich die Frage zu stellen: „Was ist eigentlich wirklich authentisch? Was gehört wirklich zu mir? Was wäre ein wirklicher Herzenswunsch, eine authentische, wahrhaftige Sehnsucht?", dann ist er in seinem Leben an einem Punkt angekommen, wo er spürt, dass eine gewisse Entfremdung von sich selbst stattgefunden hat. Diese Frage zu stellen zeigt also einen starken Entwicklungsmoment an. Einen Moment, in dem eine Person fühlt, dass das, was sie vielleicht schon sehr lange und ganz selbstverständlich lebt, wofür sie vielleicht sogar viele Opfer gebracht hat, bspw. ein Berufsleben mit Karriere, eigentlich nicht ihrem wahren, tiefen Herzenswunsch entspringt. Oftmals merken das Menschen an einer wachsenden Unzufriedenheit, an dem Gefühl, irgendwie nicht auf dem richtigen, nicht auf dem eigenen Weg unterwegs zu sein. Das Gefühl der wachsenden Unzufriedenheit drückt sich auch manchmal in solchen Empfindungen wie einem Abgeschnittensein von der eigenen Klarheit aus. Da ist zwar diese Unzufriedenheit, aber es gibt keinen klaren Impuls, was zu verändern wäre. Vielleicht ist man sehr involviert und ganz gut eingerastet in diesem Leben, das man schon lange führt. Gewohnheiten regieren den Alltag und es ist tatsächlich normal das zu tun, was man schon lange tut. In dieser Folge erfährst du: wie es dazu kommen kann, dass man sich von sich selbst entfremdet dass sich Überlebensstrategien aus frühem Trauma entwickeln dass Potenziale und Wünsche Raum brauchen, um sich zu entwickeln dass es nie zu spät ist, um sich seiner eigenen Wahrhaftigkeit zu nähern
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Das Wissen über Trauma sollte zu unserer Allgemeinbildung gehören, denn es bringt ein grundlegendes Verständnis für menschliche Reaktionsweisen und das menschliche Wesen. Mit meinem Podcast "Kreative Transformation" möchte ich für Trauma und Traumafolgen sensibilisieren. Für mehr Wohlwollen, Empathie, Verbundenheit und Frieden in unserer Welt.
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Folge vom 01.05.2020#88 Überlebensstrategien und wahrhaftige Wünsche
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Folge vom 24.04.2020#87 Selbstbestimmung und VerbundenheitIch schätze wir kennen es alle in unterschiedlichem Maße: das Gefühl abhängig zu sein oder angewiesen zu sein auf die Meinung anderer. Ich denke du kennst es so wie ich, dass es berührt, wenn jemand auf eine Art und Weise anderer Meinung ist, die einem selbst ein ungutes Gefühl gibt. Ich glaube wir alle kennen es mehr oder weniger unbewusst oder manchmal auch bewusst, anderen gefallen zu wollen oder es ihnen recht zu machen. Viele, viele Menschen, mit denen ich in der Praxis arbeite, kennen dieses Gefühl oder auch die Spannung, die in der Dynamik steckt, sich nicht wirklich frei zu fühlen. Es greifen immer wieder alte Muster, wo es darum geht, gefällig oder lieb oder angepasst zu sein. Viele Menschen in meiner Praxis arbeiten aktiv und manchmal mit sehr viel Kraftaufwand daran, diese Muster abzubauen, weil sei eigentlich schon wissen, dass sie nicht abhängig sind und sich schon gar nicht abhängig fühlen wollen, von der Bewertung, der Meinung, der Reaktion anderer Menschen.Warum ist das so schwer? Warum scheint es ein Widerspruch zu sein und was hilft, da heraus zu finden? Darum soll es in dieser Folge gehen. Ich werde dir also etwas darüber erzählen, wie ich mir aus meiner traumatherapeutischen Sichtweise das Phänomen erklären kann, dass wir häufig dazu neigen, uns abhängig zu fühlen von der Meinung anderer Menschen. Ich möchte darüber etwas erzählen, was das Ganze unter Umständen mit Entwicklungs- und Bindungstrauma zu tun hat, und ich möchte natürlich auch etwas dazu sagen, was helfen kann, das Bewusstsein darüber zu erlangen, nicht abhängig sein zu müssen und was helfen kann, wirklich die Muster zu verändern, wenn dieses Bewusstsein da ist. In dieser Folge erfährst du: warum wir dazu neigen, uns von der Meinung anderer abhängig zu fühlen dass Autonomie und Bindung sich nicht gegenseitig ausschließen was innere und die äußere Autonomie bedeuten dass Bindungs- und Entwicklungstraumata die Autonomieentwicklung stören wie man die Folgen davon transformieren kann Shownotes: Selbstzweifel verstehen und transformieren // Podcast #64 Erkenne die Kraft deines Selbstwertgefühls // Podcast #52 Emotionale Abhängigkeit // Podcast #41 Vom Schämen und Beschämt sein // Podcast #36
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Folge vom 17.04.2020#86 Erleben wir gerade ein kollektives Trauma?Betrachten wir unsere gegenwärtigen Situation, sowohl hier in Deutschland als auch global. Eine Situation entwickelt dann das Potenzial traumatisch zu werden, wenn die eigenen Bearbeitungsmechanismen nicht zum Verarbeiten und Bewältigen der Situation ausreichen. Wenn also die Situation nicht bewältigt werden kann und nicht verarbeitet werden kann, was geschieht. In der momentanen Situation erleben sehr viele Menschen diese Situation als derartig überfordernd, dass sie das Potenzial hat, zu einer Traumaerfahrung zu werden. Viele Menschen und wir als Kollektiv erlebten in den letzten Wochen ein plötzliches Wegbrechen von normalen Dingen. Von dem, was für uns gesetzt war, was dementsprechend auch stabilisierend war. Was vielleicht auch Identitätsstiftend war, was essenziell war um sich im eigenen Leben als die Person wahrzunehmen, die man ist. Es sind also plötzlich Dinge weggebrochen, die stabilisierend waren wie z.B. soziale Kontakte, die Möglichkeit Arbeiten zu gehen, die Möglichkeit sicher zu sein, dass wenn man Arbeiten geht, am Ende des Monats das Gehalt auf dem Konto ist. Oder Arbeiten zu gehen und durch seine selbständige Arbeit die Gewinne zu erzielen, die man braucht, um sich sicher zu fühlen. All diese Sicherheiten, dieses Normale, Stabilisierende ist in den letzten Wochen plötzlich weggebrochen. Auch wenn gewisse Maßnahmen erst entschieden werden mussten und gewisse Zeit vergangen ist bis Entscheidungen gefällt wurden, hat das doch eine enorme Geschwindigkeit. Dieses Geschehen entwickelte sich in einer Schnelligkeit, die Maßnahmen entwickelten eine Härte in einer gewissen Geschwindigkeit, die nicht zu erwarten war, die nicht überschaubar war. Das heißt, wir haben auch kollektiv mit einer Unberechenbarkeit und Unvorhersehbarkeit in dieser Situation zu tun.… In dieser Folge erfährst du: wieso die gegenwärtige Situation „Corona Krise" das Potenzial hat, ein kollektives Trauma zu werden welche unbewussten Reaktionen wir mit Achtsamkeit im Auge behalten sollten dass in dieser Zeit transgenerationale Traumata getriggert werden was du wir tun können um ein kollektives Trauma zu verhindern Shownotes: Transgenerationale Weitergabe von Trauma // Podcast #53 In Balance durch die Krise // Podcast #82
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Folge vom 10.04.2020#85 Schwierige Anteile verstehenIch erlebe es immer wieder in der Praxis und sicherlich erleben es auch die meisten Menschen unter uns, ich eingeschlossen, dass es immer wieder im Leben so etwas gibt wie einen inneren Widerstreit oder das Gefühl, dass trotz größten Bemühens und trotz aufrichtigster Absicht manche Dinge einfach nicht gelingen, weil scheinbar im Inneren sich irgendetwas sperrt, blockiert oder sabotiert. Genau auf dieses Phänomen möchte ich heute eingehen. Genau dieses Phänomen möchte ich gerne aus der Sicht der Ego State Therapie verstanden wissen, denn dann kann es gelingen, es zu verändern. Ein super wichtiges Prinzip ist essenziell für heilsame Arbeit mit dem eigenen Inneren und besonders mit eigenen inneren Anteilen. Das Prinzip, das in der menschlichen Psyche tief, tief verwurzelt ist. Das Prinzip, dass nichts geschieht ohne Sinn und ohne einen Zweck, der eigentlich dem Überleben dienen soll. Das bedeutet übertragen auf die Ego State Arbeit, dass jeder Anteil, den du in deinem Inneren trägst, irgendwann entstanden ist, um zu helfen. Das gilt ganz besonders für die verletzenden und verletzten Ego States, also für die traumanahen Anteile. Denn sie sind entstanden unter dem Druck einer traumatischen Erfahrung. Das heißt sie sind entstanden und sozusagen hereingekommen, um zu schützen und in dieser Situation etwas Sinnvolles, Hilfreiches oder Rettendes zu gestalten, zu geben. Genau deswegen haben diese Anteile und insbesondere diese Anteile unser Wohlwollen und unsere Anerkennung verdient… In dieser Folge erfährst du: was für Kategorien von Ego States es gibt wie es dazu kommt, dass man Ego States entwickelt welche Funktion sie haben was Täterintrojekte sind dass alle Anteile für Dich sind was es braucht um Anteile heilsam zu unterstützen Shownotes: Welche Version von Dir möchtest Du sein? I Ego State Therapie // Podcast #30 Wie Du Deinen Selbstwert mit Sicherheit klein kriegst // Podcast #165 Autoren mit inspirierender Literatur zur Ego State Sichtweise und Therapie: • Silvia Zanotta: „Wieder ganz werden: Traumaheilung mit Ego-State-Therapie und Körperwissen (Hypnose und Hypnotherapie)" • Bücher von Kai Fritzsche • Bücher von Jochen Peichl • Tom Holmes: "Reisen in die Innenwelt: Systemische Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen" • Die Lehren von Friedemann Schulz von Thun • Gordon Emmerson • Stefanie Stahl: „Das Kind in dir muss Heimat finden"