Tausende junge Menschen aus Indien kommen mit großen Hoffnungen nach
Deutschland. Sie wollen hier studieren und sich ein Leben aufbauen. So
geht es auch Ravi, der eigentlich anders heißt. Ravi lebt seit zwei
Jahren in Deutschland, offiziell ist er bei einer privaten Hochschule in
Berlin eingeschrieben. Doch wie so viele junge indische Studierende
gerät auch er in einen Teufelskreis.
Private Hochschulen verlangen oft hohe Studiengebühren, viele
Studierende finanzieren sie mit Krediten. In Deutschland angekommen,
müssen sie schnell Geld verdienen. Weil ihnen oft die Sprachkenntnisse
fehlen, landen viele bei Lieferdiensten – häufig bei dubiosen
Subunternehmen. Dort arbeiten manche schwarz, erhalten keinen
Mindestlohn und werden nur pro Lieferung bezahlt. Wer sich beschwert,
riskiert den Job.
Auch beim Wohnen werden viele ausgebeutet. Oft teilen sich Menschen wie
Ravi winzige, heruntergekommene Zimmer, zahlen Hunderte Euro für ein
Bett und leben ohne Privatsphäre. Die Lebensumstände sind hart, und doch
wollen viele nicht zurück nach Indien: Mit indischen Gehältern ließen
sich die Schulden nie tilgen. Sie sitzen in der Falle, gefangen zwischen
Scham, Verzweiflung und der Hoffnung, es doch noch zu schaffen.
Wie dieses System funktioniert, wer daran verdient und was die Politik
dazu sagt, darum geht es in diesem »Was-jetzt?«-Spezial mit Hannah
Grünewald und Anant Agarwala.
In diesem »Was-jetzt?«-Spezial sprechen Hannah Grünewald und Anant
Agarwala über das Ausbeutungssystem hinter den Berliner Kurierfahrern.
Recherche: Jana Gioa Baurmann und Anant Agarwala
Produktion: Markus Gläser
Redaktion: Elise Landschek
Skript und Moderation: Hannah Grünewald
Weitere Links zur Folge:
Ausbeutung bei Lieferdiensten: »Ich sage allen: Macht nicht den Fehler,
nach Deutschland zu kommen«
IU Hochschule: Das soll mein Studium sein?
Online-Lieferdienste: »Die Essenslieferbranche ist ein Labor für Arbeit
ohne Rechte«
Kurierfahrer von Lieferdiensten: Komm nach Deutschland zum Studieren,
haben sie gesagt
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Folge vom 16.05.2026Lieferdienste in Berlin: Bestellt, geliefert, ausgebeutet (Spezial)
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Folge vom 16.05.2026Trump in China: Was vom Gipfel der Weltmächte bleibtDonald Trump und Xi Jinping haben sich bei ihrem Treffen in Peking demonstrativ freundlich gezeigt. Das Treffen fand vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen zwischen den USA und China statt. Bei den Gesprächen ging es um wirtschaftliche Kooperation, darunter den Ausbau von Handelsbeziehungen, chinesische Investitionen in den USA sowie einen besseren Zugang amerikanischer Unternehmen zum chinesischen Markt. Beim Treffen warnte Xi Jinping außerdem vor einer weiteren Zuspitzung im Streit um Taiwan. Welchen Einfluss das auf die Beziehungen zwischen USA und China haben könnte, ordnet Matthias Naß, Internationaler Korrespondent der ZEIT ein. Vor dem diesjährigen Eurovision Song Contest 2026 gibt es anhaltende Debatten über die Teilnahme Israels. Mehrere Künstlerinitiativen, Musiker und Rundfunkanstalten protestieren gegen den Auftritt des israelischen Kandidaten Noam Bettan. Hintergrund ist der Nahostkonflikt und das Vorgehen Israels im Gazakrieg. Fernsehsender aus Spanien, Irland, Slowenien, Island und den Niederlanden kündigten an, keine eigenen Teilnehmer zum ESC zu schicken. Wie stark politische Debatten den ESC prägen, analysiert ZEIT-Autor Jens Balzer. Und sonst so? Bakterien und Schimmelpilze auf der Matratze Moderation und Produktion: Lisa Caspari Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Sophia Boddenberg, Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 15.05.2026Katholikentag: Schon wieder Buhrufe für MerzNach den Regional- und Kommunalwahlen in Großbritannien steht die Regierung von Premierminister Keir Starmer unter Druck. Die Labour-Partei hat bei den Wahlen massive Verluste erlitten. Inzwischen fordern mehr als 80 Abgeordnete Starmers Rücktritt. Als möglicher Herausforderer rückt der Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, in den Fokus – er gilt als einer der populärsten Labour-Politiker des Landes. Wie gefährlich könnte Burnham dem Premierminister werden? Und welche Optionen bleiben Starmer in der eskalierenden Regierungskrise? Darüber spricht Jochen Bittner, Auslandskorrespondent der ZEIT in London. Beim Katholikentag in Würzburg haben Klimaaktivisten eine Podiumsdiskussion mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Zwischenrufen und Pfiffen gestört. Bereits zu Wochenbeginn war Merz beim DGB-Kongress ausgebuht worden. Der Protest beim Katholikentag wirft zugleich eine grundsätzliche Frage auf: Wie politisch darf oder soll die Kirche heute sein? Darüber spricht Evelyn Finger, verantwortliche Redakteurin im Ressort Glauben und Zweifeln der ZEIT. Außerdem im Update: - Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier soll nach Angaben der Behörden bereits seit einiger Zeit im Wasser treiben. Unklar ist bislang, ob es sich um denselben Wal handelt, der im Frühjahr in der Nähe von Timmendorfer Strand gestrandet war und von Medien den Namen »Timmy« erhielt. Und sonst so? Wer füttert und versorgt Tauben? Moderation und Produktion: Erica Zingher Redaktion: Helena Schmidt Mitarbeit: Konstantin Hadži-Vuković Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Keir Starmer: Ein riskanter Machtkampf für Großbritannien Großbritannien: Britischer Gesundheitsminister soll Keir Starmer herausfordern wollen Würzburg: Buhrufe und Pfiffe bei Friedrich Merz' Auftritt auf dem Katholikentag Friedrich Merz: Merz kann es einfach nicht! Oder? Insel Anholt: Toter Wal vor Küste Dänemarks entdeckt Wal in der Ostsee: Der Walsturz Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.
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Folge vom 15.05.2026Was, wenn die Straße von Hormus geschlossen bleibt?Wegen des Irankriegs ist die Straße von Hormus seit Anfang März für den regelmäßigen Schiffsverkehr blockiert. Die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman hat als Transportweg eine enorme Bedeutung für die Weltwirtschaft. Sowohl der Iran als auch die USA haben eine Blockade des Seewegs verhängt, eine erneute Eskalation ist nicht unwahrscheinlich. Mit der weitgehenden Kontrolle über die Meerenge hat das iranische Regime ein überlebenswichtiges Druckmittel gegen militärische Attacken der USA und Israels. Gleichzeitig ist ein dauerhaftes Friedensabkommen derzeit nicht absehbar. Über die globalen Folgen, die eine weitere Blockade der Meerenge haben könnte, spricht der ZEIT-Redakteur für internationale Politik, Maxim Kireev. Im August 2027 sollen die Vorbereitungen für die nächste reguläre Bundestagswahl im Jahr 2029 beginnen; etwa 700.000 Menschen werden dabei mithelfen. Seit es die Bundesrepublik gibt, haben hier an die 5.000 Wahlen erfolgreich stattgefunden, darunter allein 234 große Abstimmungen auf Landes- und Bundesebene. Das Vertrauen in Wahlen ist in Deutschland unverändert hoch, deshalb geht es im zweiten Teil der ZEIT-Serie »Wo Deutschland noch funktioniert« um die Frage, warum demokratische Wahlen in diesem Land so gut funktionieren. Was das Rezept für erfolgreiche Wahlen ist, erklärt ZEIT-Politikredakteur Christoph Heinemann im Podcast. Und sonst so? Wo das Meer die Orgel spielt. Moderation und Produktion: Moses Fendel Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de. Weitere Links zur Folge: Straße von Hormus: Was ist, wenn es doch länger dauert? Knotenpunkte im Welthandel: Und Sie glauben, Hormus sei schlimm? Parag Khanna zur Straße von Hormus: »Das ist ein großer Wahnsinn« Wahlen in Deutschland: Der Sieger wird anerkannt Stärken Deutschlands: Deutschland, Du bist schon stabil Deutschland: Wir jammern uns an die Spitze! Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.