Martin Luther beginnt hier seine Übersetzung der Bibel. Die Heilige Elisabeth wirkt an diesem Ort. 1817 feiern Studenten ein berühmt gewordenes Fest und setzen sich für ein geeintes Deutschland ein. Und ein sagenhafter Gesangswettstreit auf Leben und Tod tobt hier, der legendäre "Sängerkrieg auf der Wartburg". Er ist wirklich nur Legende, Fiktion, hervorgegangen aus mittelalterlichen Dichtungen. Was nicht heißt, er hätte keinen realen Hintergrund. Der Sängerkrieg wurde Sagenstoff, von den Schriftstellern der Romantik aufgegriffen und durch Richard Wagner schließlich mit der Sage um den Tannhäuser verbunden. Weshalb in der neuen Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" auch die weltweit zweitgrößte Wagner-Sammlung im Reuter-Wagner-Museum in Eisenach vorgestellt wird. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Thomas Hartmann Sprecherin: Conny Wolter Sprecher: Andreas Herrler Redaktion: Stefan Noelke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Grit Jacobs (Leiterin der Abteilung Sammlung, Forschung und Museumspädagogik auf der Wartburg); Thomas Krakow (Vorsitzender des Richard Wagner-Zentrums Mitteldeutschland); Reinhold Brunner (Leiter des Fachdienstes Museum und Archiv der Stadt Eisenach); Christina Arnold, Museologin, Mitarbeiterin im Thüringer Museum Eisenach)
Kultur & GesellschaftRegionales
Weltgeschichte vor der Haustür Folgen
Warum ist ein sechs Meter hoher Hügel bei Leubingen die Wiege des modernen Europa? „Weltgeschichte vor der Haustür“ begibt sich auf Spurensuche nach besonderen, kuriosen oder scheinbar ganz gewöhnlichen Orten und Objekten, ergründet deren Geschichte und Bedeutung - und erzählt zugleich ein Stück Weltgeschichte.
Folgen von Weltgeschichte vor der Haustür
100 Folgen
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Folge vom 09.11.2025Ein (Sänger-) Krieg, der niemals stattfand – außer in Richard Wagners Tannhäuser
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Folge vom 26.10.2025Ein Herz für Dresden - 20 Jahre Neue FrauenkircheAls Ruine erhalten und nicht wie anderen Kirchen abgerissen, sollte die Frauenkirche in Dresden ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt sein - so wie die Ägidienkirche in Hannover und Sankt Alban in Köln. Doch diese sind noch heute Mahnmale, die Frauenkirche wurde ein halbes Jahrhundert nach ihrer Zerstörung wieder rekonstruiert. Vor 20 Jahren wurde die neue Frauenkirche eingeweiht. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Hans Joachim Jäger, Mitbegründer der Bürgerinitiative zum Wiederaufbau der Frauenkirche Torsten Remus, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen Joachim Schneider, Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde
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Folge vom 12.10.2025Vom Todesstreifen zum Grünen Band - Eine Verwandlung auf 1393 KilometernSie waren tödlich – die Grenzanlagen der Deutschen Demokratischen Republik. Gleichzeitig boten sie seltenen Tier- und Pflanzenarten Schutz und Platz zum Überleben. Der so entstandene Naturstreifen verläuft heute als Grünes Band Deutschlands dort, wo sich einst die deutsch-deutsche Grenze befand, ist gleichzeitig Erinnerungsort und Naturschutzprojekt in einem und gehört heute zum Grünen Band Europa. Die neue Folge unseres Podcasts "Weltgeschichte vor der Haustür" erinnert an die Dramen, die sich einst an der Nahtstelle zwischen Ost und West abspielten, an die Maßnahmen der DDR, um die Grenzanlagen zu einem menschenfeindlichen Monument der Unüberwindlichkeit auszubauen, an das Leben in der grenznahen 5-Kilometer-Sperrzone. Gleichzeitig aber zeigt sie, wieviel Engagement, Geduld und Hartnäckigkeit vonnöten waren, damit das Grüne Band überhaupt zu einem Naturschutzprojekt werden konnte. Hostin: Linda Schildbach; Autor und Producer: Thomas Hartmann; Sprecherin: Conny Wolter; Techn. Distribution: Theresa Wünsch; Redaktion: Stefan Noelke; Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Kai Frobel (Leiter des Kompetenzzentrums Grünes Band des BUND, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Andreas Weihe (Erster Vorsitzender des Heimat-, Kultur- und Museumsvereins Abbenrode), Wolfram von Scheliha (Referent beim Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur), Anne Haertel (Geschäftsführerin beim Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e. V., Autorin), Ines Godazgar (Journalistin, Autorin), Nele Herkt (Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt), Lothar Engler (Organisator Grenzerkreis Abbenrode)
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Folge vom 28.09.2025Dem Ingenieur ist nix zu schwer - 100 Jahre BleilochtalsperreThüringer Meer nennt sich großspurig der Bleilochstausee. Und wirbt damit, DAS Naturparadies im Grünen Herzen Deutschlands zu sein. Ein Anziehungspunkt für Segler, Angler, Surfer, für Wanderer und Radler. Doch nicht für Sommerfrischler wurde vor 100 Jahren, 1925, mit dem Bau der Talsperre begonnen, sondern um Jena, Naumburg, Kahla vor Hochwasser zu schützen und die Carl-Zeiss-Werke mit sauberem Strom zu versorgen. Der Bau der Talsperre stellte die Ingenieure vor ungeahnte Herausforderungen und wurde zum Vorbild für weitere Talsperren. Seit 2016 gilt die Talsperre als Wahrzeichen der Ingenieursbaukunst. Eine Weltgeschichte vor der Haustür von Hartmut Schade, gesprochen von Conny Wolter. Hostin: Linda Schildbach Autor und Producer: Hartmut Schade Sprecherin: Conny Wolter Redaktion: Stefan Nölke Produktion: MDR Kultur und Jugend 2025 Mitwirkende: Stephan Gunkel, Flussbüro Erfurt Martin Loga, Elektroingenieur, Vattenfall Wasserkraft GmbH Harald Mittelsdorf, Historiker, Buchautor Marco Müller, Bauingenieur, Vattenfall Wasserkraft GmbH