In der Rubrik der Wochenzeitschrift DIE ZEIT: Was ich gerne früher gewußt hätte, schreibt Christiane Rösinger: "Man muss nicht in Würde altern. Jugendliche sind ja auch nicht in Würde jung". In ihrem Buch "The Joy of Ageing" rät die Autorin und Musikerin zur Nachsicht – den Alten gegenüber: "Beim Älterwerden ist jeder Weg gangbar", schreibt sie: "Gutes Altern beginnt ja damit, dass wir ein ausgewogenes und akzeptierendes Verhältnis zu unseren jeweiligen Lebensphase entwickeln: Ich bin dreißig / fünfzig / achtzig und finde das gut so. Stattdessen hadern wir ein Leben lang mit unserem Alter, wollen als Jugendliche älter und als Ältere jünger sein". Im DOMRADIO.DE Interview erzählt sie auch, warum die Kirche die letzte Bastion gegen den Kapitalismus ist und welches Verhältnis sie heute zur katholischen Kirche hat, denn: "Meinen ersten öffentlichen Auftritt verdanke ich der katholischen Kirche. In einem Kindergottesdienst hielt ich vor der versammelten Gemeinde eine Predigt".
https://www.rowohlt.de/buch/christiane-roesinger-the-joy-of-ageing-9783498007539
Kultur & Gesellschaft
Werke-Autorengespräch Folgen
DOMRADIO.DE stellt Autorinnen und Autoren vor und stellt ihnen die Gretchenfrage.
Folgen von Werke-Autorengespräch
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Folge vom 26.05.2026Christiane Rösinger erkennt in "The Joy of Ageing" wie schön es sein kann, älter zu werden / Musikerin und Autorin ruft dem Alter ein frohes "Na und?!" zu.
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Folge vom 19.05.2026Dana von Suffrin über ihren Roman "Toxibaby" / Wie aus dem Glücksversprechen der großen Liebe eine toxische Beziehung wird"Die beiden sind auf der Suche nach einer Erfahrung, die unsere recht banale und oft trostlose Lebensrealität transzendieren kann". Das sagt die Autorin Dana von Suffrin über ihre beiden Romanhelden Herzchen und Toxibaby. In ihrem Roman "Toxibaby" erzählt Suffrin eine Liebesgeschichte, wie man sie sich schlimmer kaum vorstellen kann. Dieses Portrait einer zermürbenden On-Off Beziehung spiegelt die Beziehungsunfähigkeit der Generation der heute Ende 20- bis Mitte 40-jährigen. "Die Religion ist ihnen verschlossen", sagt Suffrin im DOMRADIO.DE Interview, "und doch ist der Wille da, sich auf eine extreme Erfahrung einzulassen. Die beiden suchen etwas, was größer ist als sie selbst und da ist die Liebe eben eine dieser Möglichkeiten, etwas zu finden, was interessanter ist als der Alltag". Wenn die Liebe aber Rettung, Erlösung und Erkenntnis sein soll, muss sie scheitern, weil sie diese religiöse Überhöhung auf Dauer nicht erfüllen kann. https://www.kiwi-verlag.de/buch/dana-von-suffrin-toxibaby-9783462009798
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Folge vom 04.05.2026Felicitas Hoppe über ihr Buch "Reisen" / Die Reise ist ein Sinnbild unseres Lebens"Right or wrong, this is the road and we are on it". Felicitas Hoppe hat das Zitat von Gertrude Stein als Motto ihrer Betrachtungen über das Reisen ausgewählt. Die Autorin beschreibt unseren Lebensweg als Reise mit Risiken und Nebenwirkungen. "Und wir können nicht selbst entscheiden", sagt Hoppe im DOMRADIO.DE Interview: "Wir können natürlich sagen, ich gehe jetzt nach links oder ich gehe nach rechts. Aber es ist so, dass wir auf dieser Straße vorangehen und wir gehen einem uns im Großen und Ganzen bekannten Ziel entgegen, nämlich wissend, dass die Veranstaltung, an der wir teilnehmen, endlich ist. Aber wo diese Reise endet und wie sie endet, in welchem Verkehrsmittel sie endet, mit welchen Gefährten sie endet, das wissen wir nicht, und es ist gut, dass wir das nicht wissen, sondern dass wir sagen: Das ist der Weg, und den gehen wir, und das ist dann doch ein Moment des Pilgerns mit allen Risiken und Nebenwirkungen". https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/felicitas-hoppe-reisen-9783446284142-t-5851
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Folge vom 04.05.2026Anja Kampmann über ihren Roman "Die Wut ist ein heller Stern" / Wie gefährdet ist unsere Demokratie und was hält uns zusammen?In ihrem Roman "Die Wut ist ein heller Stern" erzählt Anja Kampmann die Geschichte von Hedda. Die Romanheldin lebt ihren Traum, sie arbeitet in den frühen dreißiger Jahren als Artistin im Variete Alkazar auf der Hamburger Reeperbahn. Das ist eine freizügige Welt – ein Zusammenschluss der Menschen, die in einer frivolen eigenen Welt leben. Doch die Zeiten ändern sich. 1933 beginnt der Roman und erzählt, wie die Nationalsozialisten alles aus dem Weg räumen, was nicht ihrem völkischen Nationalismus und ihrem Frauenbild entspricht. Hedda ist in den Augen der Nazis eine in Sünde lebende Frau. Sie gerät zunehmend unter Druck und muss sich in einer rauen, faschistischen Männerwelt behaupten. Im DOMRADIO.DE Interview erzählt die Autorin, was sie bewegt hat, die Geschichte von Hedda zu erzählen. https://www.hanser-literaturverlage.de/buch/anja-kampmann-die-wut-ist-ein-heller-stern-9783446281202-t-5648
