Als großer, präziser Gesellschaftsroman über Ostdeutschland wird zurzeit der Roman "Sanditz" von Lukas Rietzschel gefeiert. Rietzschel erzählt in dem Roman die Geschichte einer Familie in der DDR, in den siebziger, den achtziger Jahren, während der Wendezeit bis hin zur Zeit der Corona Pandemie. Ein Roman, der die Sehnsucht der Menschen nach einem bessere Leben spiegelt – ein Roman, der auch von der Bedeutung der evangelischen Gemeinden in der DDR erzählt, und ein Roman, der mit einem sehr persönlichen Gebet endet.
Sanditz / Lukas Rietzschel / dtv Verlag / 466 Seiten / 26 Euro
https://www.dtv.de/buch/sanditz-28516
Kultur & Gesellschaft
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DOMRADIO.DE stellt Autorinnen und Autoren vor und stellt ihnen die Gretchenfrage.
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Folge vom 17.04.2026Lukas Rietzschel spricht über seinen Roman Sanditz / Das wichtigste Motiv des Romans ist die Suche
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Folge vom 12.03.2026Ute Wegmann schreibt über drei Frauen aus drei Generationen / Alles soll sehr weiß seinGroßmutter, Mutter, Tochter - Hertha, Ellen und Dora, drei Frauen zwischen 1930 und 1990, drei Generationen, geprägt vom Krieg und dem Schweigen der Nachkriegszeit - vom Wirtschaftswunder und der Studentenrevolution. Ute Wegmann läßt in ihrem Roman "Alles soll sehr weiß sein" deutsche Vergangenheit lebendig werden, indem sie den Frauen in der jeweiligen Zeit eine Stimme gibt. Dabei geht es der Autorin nicht um Schuldzuweisungen, sondern darum, Zusammenhänge aufzuzeigen. Denn: "Die Gegenwart hat keine Zukunft, wenn man die Vergangenheit totschweigt". Im DOMRADIO.DE Interview erzählt Ute Wegmann, wie es ihr gelungen ist, den Frauen so nahe zu kommen, dass wir das Gefühl haben, neben ihnen zu sitzen und uns ihre Geschichte und ihre Geschichten erzählen zu lassen. https://www.maroverlag.de/prosa/324-alles-soll-sehr-weiss-sein--9783875126822.html Am 14. April stellt Ute Wegmann ihr Buch im Kölner Literaturhaus vor https://literaturhaus-koeln.de/programm/lokalrunde-ute-wegmann-bastian-schneider/14-04-2026/
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Folge vom 11.03.2026Christoph Peters über seinen Roman "Entzug" / Trinken und sterben oder aufhören und leben?Christoph Peters hat einen Roman über die Hölle geschrieben, die der alkoholabhängige Ich-Erzähler durchmacht. Sein Roman "Entzug" hat autobiografische Züge, ist aber in erster Linie der gelungene Versuch, für das Thema Alkoholsucht und Entzug eine Sprache und eine literarische Form zu finden. Dabei wird nichts beschönigt und am Ende gibt es die Hoffnung, dass ein Neubeginn möglich ist – und wie sehr sich der Entzug lohnt, denn das Leben ist auch ohne Alkohol ein großes, wunderbares, herrliches Leben. Im DOMRADIO.DE-Interview erzählt Christoph Peters von seinem Weg aus der Alkoholabhängigkeit und warum er jetzt - nach 20 Jahren - einen Roman darüber geschrieben hat. Christoph Peters / "Entzug" / Luchterhand Verlag / 393 Seiten / 24 Euro https://www.penguin.de/buecher/christoph-peters-entzug/buch/9783630877853
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Folge vom 10.03.2026Thomas Hettche über seinen Roman "Liebe" / Was passiert, wenn man sich mit 60 Jahren verliebt"Es gibt die große Liebe", davon ist Thomas Hettche überzeugt. In seinem Roman "Liebe" erzählt er von Anna und Max. Die beiden sind 60 Jahre alt und haben schon einiges an Beziehungserfahrung hinter sich - und dann schlägt die Liebe ein. Was passiert da? Wie erleben Max und Anna diese große Liebe? Im DOMRADIO.DE Interview erzählt der Autor Thomas Hettche von dieser Ewigkeitserfahrung, die auch eine Transzendenzerfahrung ist, eine magische Erfahrung, die das Vorfeld ist, auf dem auch eine religiöse Bindung entstehen kann. "Liebe" von Thomas Hettche / Verlag Kiepenheuer & Witsch / 165 Seiten / 22 Euro https://www.kiwi-verlag.de/buch/thomas-hettche-liebe-9783462002041
