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NachrichtenKultur & Gesellschaft

Auf den Tag genau

Aus dem Kiez in die Welt, von der Oper in den Boxring – mit täglich einer Zeitungsnachricht aus der Hauptstadtpresse heute vor 100 Jahren tauchen wir ein in die Fragen und Debatten, die das Berlin von 1920 bewegten. Halte dich informiert und bleib auf dem Laufenden über eine Welt, die uns heute doch manchmal näher ist, als man meinen möchte. Die aktuelle Staffel „Hamburg und die Welt vor 100 Jahren“ entsteht in Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften in Hamburg und präsentiert Zeitungsartikel aus Hamburger Tageszeitungen. Es gilt weiterhin: bis morgen! Die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS, die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und die Hapag-Lloyd Stiftung unterstützen die Pilotphase des Geschichtspodcast finanziell. Mit Dank an Andreas Hildebrandt für den Jingle und Anne Schott für die Bildmarke.

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Folgen von Auf den Tag genau

2057 Folgen
  • Folge vom 12.07.2021
    Sommerfest in der Tuschkastensiedlung
    Seit dem Jahr 2008 finden sich insgesamt sechs sogenannte Wohnsiedlungen der Berliner Moderne in der renommierten UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Zu ihnen zählt, als ältestes dieser Bauprojekte, auch die von Bruno Taut im südöstlichen Ortsteil Bohnsdorf entworfene Gartenstadt Falkenberg – bekannt wegen der Buntheit ihrer Häuser auch als Tuschkastensiedlung –, deren Ursprünge bereits ins Jahr 1912 zurückreichen. Zwar schrumpfte das ehrgeizige Bauvorhaben, bedingt vor allem durch den Ersten Weltkrieg, von geplanten 1500 auf nur ungefähr ein Zehntel tatsächlich auch realisierte Wohneinheiten zusammen. Als utopischer Vorgriff auf einen menschenfreundlicheren Städtebau der Zukunft entwickelte es insbesondere in linken Kreisen dennoch eine große Strahlkraft. Davon kündet auch ein Artikel über ein in der Siedlung gefeiertes Sommerfest, der am 12. Juli 1921 in der USPD-Parteizeitung Freiheit erschien und der für uns von Paula Leu gelesen wird.
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  • Folge vom 11.07.2021
    Wegbereiter des Flugzeugs
    Was braucht man, um eine Flugstrecke über der Sahara zu etablieren? Die Antwort verblüfft vielleicht: Lastkraftwagen. Nachdem Überflüge in Havarien endeten, machte sich eine Lastkraftwagenkolonne auf den Weg, wortwörtlich, den Boden für die Flugzeuge zu bereiten. Der Vorwärts vom 11. Juli berichtet von dieser Expedition aus dem brennend heißen Wüstensand. Paula Leu ist für uns dabei.
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  • Folge vom 10.07.2021
    Deutsche Kolonialverbrechen
    Die Geschichte des deutschen Kolonialismus ist zwar deutlich kürzer als die des englischen, französischen oder portugiesischen Kolonialismus, aber durchaus nicht weniger grausam. So fällt in die Verantwortlichkeit der Kolonialmacht in Deutsch-Südwestafrika, im Gegenteil, gleich der erste der zahlreichen Genozide des 20. Jahrhunderts, als deutsche Truppen unter dem Befehl des Generalleutnants von Trotha zwischen 1904 und 1908 Aufstände der Herero und Nama brutal niederschlugen und Männer, Frauen und Kinder anschließend zu Zehntausenden in der Wüste verdursten ließen und in Konzentrationslagern umbrachten. Bis zur deutschen Anerkennung dieser Kolonialverbrechen als Völkermord dauerte es über ein Jahrhundert; erst vor wenigen Wochen wurde bekanntlich erstmals ein Hilfsfond für die Nachkommen der Opfer in Namibia aufgelegt, und auch dieser ist in Hinblick auf Gestalt und Volumen, vorsichtig gesagt, durchaus umstritten. Dabei waren die Fakten der Gräueltaten im Kern schon vor einhundert Jahren bekannt. Nachlesen konnte man sie beispielsweise in der Berliner Volks-Zeitung vom 10. Juli 1921, für uns tut dies Frank Riede.
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  • Folge vom 09.07.2021
    Sind die Leipziger Kriegsverbrecherprozesse eine Farce?
    Die Leipziger Prozesse zwischen 1921 und 1927 stellten einen Versuch dar, von deutschen Militärs während des 1. Weltkriegs begangene Kriegsverbrechen, Verstöße gegen die 1907 unterzeichnete Haager Landkriegsordnung, vor dem Reichsgericht zu verhandeln. Die Verfahren standen unter keinem guten Stern. Von Anfang an hieß es, dass nur die kleinen Chargen bestraft werden und die Generäle freigesprochen werden, und das Ausland empörte sich gegen die Milde der Strafen. Im Juli 1921 wurde der Prozess gegen den Generalleutnant Hans von Schack und Generalmajor Benno Kruska geführt, angeklagt in 1280 Mordfällen, weil sie einen Typhusausbruch im Kriegsgefangenenlager Kassel verursacht hätten. Das Gericht stellte fest, dass der Typhusausbruch, dem auch deutsche Wachmannschaften zum Opfer fielen, auf der Verteilung russischer Kriegsgefangener auf die einzelnen Lager beruhte, der von der Obersten Heeresleitung angeordnet war und den die Angeklagten lediglich befolgt hätten. Sie wurden freigesprochen. Unabhängig davon, wie dies letztlich zu bewerten ist, schäumte damals die französische Presse vor Wut und der sozialdemokratische Vorwärts verteidigte am 9. Juli sogar das an selber Stelle oft kritisierte Verfahren, und machte klar: Kriegsverbrechen können nationale Gerichte kaum verhandeln. Es liest Paula Leu.
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