Der britische Astrophysiker Stephen Hawking (1942-2018) wurde schon zu Schulzeiten mit Einstein verglichen. Hawking war allerdings ein schmächtiger Junge, zu schmal, um in seine Schuluniform zu passen. Im Alter von 22 Jahren diagnostizierte man bei ihm Amytrophe Lateralsklerose (ALS), und gab ihm nur noch wenige Jahre zu leben. Doch statt in die Umlaufbahn zu wechseln, wurde er zum Popstar der Wissenschaft, lieferte erstaunliche Erkenntnisse zu schwarzen Löchern, jagte seine Kinder mit dem Rollstuhl über den englischen Rasen und spielte in populären TV-Serien mit. Am 14. März 2018 starb Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren.Feature von Anna Lila MayRegie: Ulf KöhlerMit: Ulrike Krumbiegel - Erzählerin, Petra Hartung - Übersetzerin, David Bennent - Stephen HawkingProduktion: MDR 2019Verfügbar bis 27. März 2031
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Folge vom 28.03.2026Alles hinter dem Spiegel – Die kosmische Reise des Stephen Hawking
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Folge vom 17.03.2026Letzter Ausweg Prag – Die Botschaftsflüchtlinge im Palais Lobkowicz"Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ..." Der damalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher wird von einem gewaltigen Jubelschrei unterbrochen. 5.000 Personen im Garten des Palais Lobkowicz - der bundesdeutschen Botschaft in Prag - geben ihren Gefühlen freien Lauf. Der Lärm verschluckt das Satzende: "dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist." Es war der 30. September 1989. Kaum verließen die ersten Flüchtlinge das Gelände der Botschaft mit Zügen in Richtung Bundesrepublik, kamen immer mehr Menschen aus der DDR, um über Prag in den Westen auszureisen. Einige von ihnen hielten sich wochenlang auf dem Gelände der BRD-Botschaft auf. Insgesamt sollen es über 70.000 Menschen gewesen sein, die auf diesem Weg die DDR verließen, so der Botschafter Hermann Huber. In den Tagen der Belagerung befürchtete der damalige Hausherr, dass unter den katastrophalen hygienischen Bedingungen Seuchen ausbrechen. Erst als am 3. November die tschechoslowakische Regierung DDR-Bürgern, die sich in der bundesdeutschen Botschaft aufhielten, die direkte Ausreise über ihre Grenzen erlaubte, entspannte sich die Situation im Palais Lobkowicz. Feature von Tobias Barth:Tobias Barth (1970-2026) arbeitete als Industriekletterer und in Umweltprojekten, lernte Tischler und studierte Medienwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaft in Leipzig und Basel. Seit 1997 arbeitet er als freier Autor, Regisseur und Produzent. Am 28. Februar 2026 verstarb unser Kollege, Freund und Gefährte im Garten eines Freundes an einem Herzinfarkt.Regie: Sabine RanzingerProduktion: MDR/WDR 1999
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Folge vom 14.03.2026Johann Sebastian Bach: Köthen, Leipzig und der ErdenkreisDer 22. April 1723 ist ein Schlüsseldatum in der Musikwelt. An diesem Tag wählte der Rat der Stadt Leipzig einstimmig Johann Sebastian Bach, bis dahin Hofkapellmeister des Fürstenhauses Anhalt-Köthen, zum Thomaskantor und städtischen Musikdirektor. Allerdings war er für die Ratsherren nur die "vierte Wahl", sie hätten lieber seine Komponistenkollegen Georg Philipp Telemann, Christoph Graupner oder Johann Friedrich Fasch in dieser Position gesehen. Und auch für Bach selbst war der Wechsel von Köthen nach Leipzig eher eine Verlegenheitslösung als ein Karrieresprung. Denn das Amt eines Hofkapellmeisters genoss im Barock höheres Ansehen als das Kantors und Schulmeisters. Am wenigsten begeistert war Bach von der Aussicht, die Knaben des Thomanerchors nicht nur in Musik, sondern auch in Latein unterweisen zu müssen. Dennoch: Jede Woche schreibt Bach eine neue Kantate und führt sie auf – eine selbstgestellte Mammutaufgabe – die er nicht durchhalten wird. Der Grund dafür: Eine "wunderliche, der Music wenig ergebene Obrigkeit" bereite ihm "Verdruss".Das Feature von Claus Fischer erzählt von Bachs Dienstantritt in Leipzig als einem holprigen Moment, aus dem dennoch Musikgeschichte wurde.Regie: Andreas MeinetsbergerMit: Benjamin Kramme, Axel Thielmann, Conny Wolter Produktion: MDR 2023Verfügbar bis 13. März 2027.
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Folge vom 07.03.2026Schrot auf Kormorane2010 ausgezeichnet als Vogel des Jahres war er einst Sinnbild für eine geglückte Rückkehr einer fast verdrängten Art: der Komoran. Heute, 16 Jahre später, hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Der Kormoran steht im Zentrum einer zunehmend zugespitzten Debatte. Seine Bestände sind vielerorts stabil bis hoch, regional nimmt die Anzahl der Vögel weiter zu und mit ihnen der Konflikt um Fischbestände, Artenschutz und Nutzung der Gewässer.Ein Feature über Natur im Ungleichgewicht, über Verantwortung und die Frage, wie Artenschutz in Zeiten ökologischer Kipppunkte neu gedacht werden muss. Der Hörfunkautor Jan Schilling begleitet sächsische Fischer, die den schwarzen Vogel ins Visier nehmen und besucht Brandenburger Kormorankolonien.Feature von Jan SchillingMit: Fabian Busch, Jürgen SchulzRegie: Tobias BarthProduktion: MDR 2013Online verfügbar bis 6. März 2027