"Schwangerschaft und Geburt sind natürliche Vorgänge und stellen keine Krankheit dar", heißt es im Mutterpass. Doch bei vielen Frauen überwiegen Angst und Unsicherheit. Sie vertrauen eher Medizin und Technik als ihrem eigenen Körper und wählen die Klinik als vermeintlich sichersten Geburtsort. So kommen in Deutschland nur noch rund zwei Prozent der Kinder zu Hause oder im Geburtshaus zur Welt. Statt CTG, Betäubung oder Kaiserschnitt, gibt es hier eine Eins-zu-Eins Betreuung durch eine Hebamme. Doch wegen immenser Haftpflichtprämien geben immer mehr freiberufliche Geburtshelferinnen auf. Die Geburt ist längst ein Politikum, das Selbstbestimmungsrecht der Frau steht auf dem Spiel.Feature von Julia Schäfer Sprecherin: Anja Schneider Ton und Technik: Holger König und Christian GrundRegie: Stefan KanisProduktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2016Verfügbar bis 4. November 2026
Bildung
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Folge vom 04.11.2025Das Kind ins Leben heben – Berufung Hebamme
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Folge vom 01.11.2025Baumklang – Protest in den WipfelnEin halbes Jahr lang lebte Etta Streicher im australischen Urwald. Gemeinsam mit anderen jungen Menschen in einem Protestcamp weit oben in den Bäumen. Strickleitern, Hängematten, Plateaus, Bretterbrücken – das alles half nichts. Denn eines Nachts kamen die Maschinen, die Männer mit den Kettensägen. Das Waldstück gerodet binnen weniger Tage. Monate des Protestes sinnlos.Sinnlos? Ist Hoffnung nicht die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht? Egal ob in Australien in den 90er Jahren oder in Grünheide heute? Wie würden Bäume Hoffnung stiften, wie sich äußern, wenn sie unsere Sprache sprächen? Etta Streicher spielt dieses poetische Experiment durch. Sie raschelt mit dem Ur-Laub, liest aus den feinen Adern der Flug-Blätter eine doch noch mögliche Zukunft heraus. Sie wagt ein "Resistänzchen" unter Bäumen, sie gibt ein sinnliches Verssprechen an die Bäume. Sie sagt das Einfache, was schwer zu machen ist: Dass uns jetzt die Bäume so dringend brauchen wie wir schon immer sie. Feature von Etta Streicher und Thies StreifingerSprecher: Nils Thorben Bartling und die AutorinRedaktion: Tobias BarthTon: Holger KliemchenRegie: Andreas MeinetsbergerProduktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2024Verfügbar bis 27. Oktober 2026
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Folge vom 27.10.2025Einhundertzweiundneunzig Tage – Vom Sterben der ElternEin Tumor in der rechten Hälfte der Lunge, bösartig und nicht operabel. Buchstäblich am Sterbebett der Mutter erfährt der Autor, dass auch sein Vater nur noch kurze Zeit zu leben haben wird. 192 Tage bleiben vom Tod der Mutter bis zum Tod des Vaters. Beide sterben an Krebs, beide zu Hause in der eigenen Wohnung. Und beide begleitet der Autor in ihren letzten Lebenstagen. Aus radikal subjektiver Perspektive erzählt er von einem halben Jahr, in dem Ängste, Hoffnung, Liebe, Verzweiflung und Trauer einander überlagern. Er erzählt, wie sich in dieser Zeit die Beziehung zu seinen Eltern wandelt, von der Intimität und vom Elend des Sterbens, der Schwierigkeit sich zu verabschieden und vom Glück intensiv erfahrener Nähe. Feature von Lorenz HoffmannSprecher: Lorenz Hoffmann., Petra Hartung, Christian Gutowski, Matthias Hummitzsch, Linus Vockert, Corinna WaldbauerSchnitt: Christian GrundTon: Holger KliemchenRegie: Nikolai von KoslowskiProduktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2022
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Folge vom 25.10.2025Der Leipziger BeataufstandAls viele Bands 1964 auf Einladung Walter Ulbrichts zum Deutschlandtreffen nach Ost-Berlin reisen durften, schien die Musikwelt noch in Ordnung. Tanz auf allen Straßen. Sehr zum Leidwesen des damaligen Verantwortlichen für Sicherheitsfragen: Erich Honecker. Doch die Freude der Fans hatte bald ein Ende. Schuld daran war die Randale nach einem Westberliner Rolling Stones-Konzert. Aus Angst vor dem "Bösen", das über die Mauer schwappen könnte, forderte Erich Honecker vorsorglich die Einweisung aller ostdeutschen Gammler in Arbeitslager. Geschickt nutze er für diesen Beschluss die Abwesenheit Walter Ulbrichts. Dem blieb nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub zur Wahrung seiner Macht nur noch das generelle Beatverbot. Jetzt war Schluss mit "diesem yeah, yeah, yeah". Doch vor allem die Leipziger wollten sich damit nicht abfinden. Als alle Auftritte der einheimischen "Butlers" untersagt wurden, tauchten die ersten Flugblätter auf. "Rockgruppen müssen wieder spielen. Setzt Euch dafür ein. Die Polizei ist machtlos!" Und so kam es am 31. Oktober 1965 zu einem inzwischen legendär gewordenen Treffen von über 2.000 Musikfreunden auf dem Leipziger Leuschnerplatz.Der Leipziger BeataufstandDer Polizeieinsatz auf dem Leuschner-Platz am 31.10.1965Feature von Kathrin AehnlichProduktion: MDR 2005Verfügbar bis 25. September 2026