Wie werden wir in Zukunft, wenn Holz, Kohle, Öl und Gas immer mehr an Akzeptanz verlieren, heizen? Kontroverse Antworten bestimmen und prägen die Debatten politisch, wirtschaftlich und sozial und heizen sie auf. "Wir haben Fehler gemacht", sagt Stefan Wenzel, ehemaliger parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, im Rückblick. Zu groß wäre der mediale Widerstand gegen moderne, aber vermeintlich teure und stromfressende Wärmepumpen gewesen, zu groß das Beharrungsvermögen der Hausbesitzer, die sich nicht vorschreiben lassen wollten, ihre alten Öl- und Gaskessel rauszuschmeißen. Und so wurde das Regierungsziel, 500.000 Wärmepumpen jährlich zu installieren, weit verfehlt und die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes zum Fallstrick für die Ampelkoalition.Kurz nach dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung sagte Katherina Reiche, die neue Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, der Klimaschutz sei zuletzt vielleicht "überbetont" worden. Es brauche eine "Neuausrichtung der Energiewende", aber keine "Lex Wärmepumpe". Dabei gilt auch für die neue Bundesregierung das Pariser Abkommen und die Aussage: Deutschland muss bis 2045 klimaneutral sein. Noch aber stammen drei Viertel der genutzten Heizenergie aus Öl oder Gas. Der Gebäudesektor verfehlt deshalb regelmäßig die Klimaziele. Deutschland muss das Tempo also anziehen. Die Doku geht der Frage nach, ob Deutschland die Wärmewende noch schaffen kann – trotz globalem Handelskonflikt, hartem Wettbewerb und neuer politischer Rahmenbedingungen.Druck im Kessel – Doku über die Tücken der WärmewendeARD-Radiofeature von Lydia Jakobi und Tobias BarthTon und Technik: Steffen Brosig und Holger KönigRegie: Nikolai von KoslowskiProduktion: MDR 2025Verfügbar bis 4. August 2026
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Folge vom 13.11.2025Druck im Kessel – Doku über die Tücken der Wärmewende
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Folge vom 08.11.2025Beton und Menschen – Leben im Chemnitzer "Heckert"Das Chemnitzer Heckert-Gebiet entstand ab 1974 als eines der größten Neubaugebiete der DDR. Es verkörpert die Beton gewordene Utopie einer klassenlosen, gleichmacherischen Gesellschaft. Geplant für fast 100.000 Menschen, durchlebte die Plattenbausiedlung nach der Friedlichen Revolution und den Verwerfungen der Nachwendezeit eine Art Metamorphose. Der Großteil der alten Bewohnerinnen und Bewohner flüchtete nach 1990 ins Umland, in den Westen. Neue Geflüchtete wurden einquartiert in die Wohnblöcke, die durch Umbau und Abriss heute mit mehr Raum und Luft für Lebensqualität ausgestattet sind. Das Feature zeichnet ein audiophones Porträt eines Stadtviertels, das mit seiner ganz eigenen Transformationsgeschichte maßgeblich zur Wahl von Chemnitz als "Kulturhauptstadt Europas" beigetragen hat.Feature von Merle HilbkSprecher: Petra Hartung und Nils Andé BrünnigTon und Technik: Holger Kliemchen und Steffen BrosigRegie: Carina Pesch Produktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2025 Verfügbar bis 8. November 2026
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Folge vom 04.11.2025Das Kind ins Leben heben – Berufung Hebamme"Schwangerschaft und Geburt sind natürliche Vorgänge und stellen keine Krankheit dar", heißt es im Mutterpass. Doch bei vielen Frauen überwiegen Angst und Unsicherheit. Sie vertrauen eher Medizin und Technik als ihrem eigenen Körper und wählen die Klinik als vermeintlich sichersten Geburtsort. So kommen in Deutschland nur noch rund zwei Prozent der Kinder zu Hause oder im Geburtshaus zur Welt. Statt CTG, Betäubung oder Kaiserschnitt, gibt es hier eine Eins-zu-Eins Betreuung durch eine Hebamme. Doch wegen immenser Haftpflichtprämien geben immer mehr freiberufliche Geburtshelferinnen auf. Die Geburt ist längst ein Politikum, das Selbstbestimmungsrecht der Frau steht auf dem Spiel.Feature von Julia Schäfer Sprecherin: Anja Schneider Ton und Technik: Holger König und Christian GrundRegie: Stefan KanisProduktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2016Verfügbar bis 4. November 2026
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Folge vom 01.11.2025Baumklang – Protest in den WipfelnEin halbes Jahr lang lebte Etta Streicher im australischen Urwald. Gemeinsam mit anderen jungen Menschen in einem Protestcamp weit oben in den Bäumen. Strickleitern, Hängematten, Plateaus, Bretterbrücken – das alles half nichts. Denn eines Nachts kamen die Maschinen, die Männer mit den Kettensägen. Das Waldstück gerodet binnen weniger Tage. Monate des Protestes sinnlos.Sinnlos? Ist Hoffnung nicht die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht? Egal ob in Australien in den 90er Jahren oder in Grünheide heute? Wie würden Bäume Hoffnung stiften, wie sich äußern, wenn sie unsere Sprache sprächen? Etta Streicher spielt dieses poetische Experiment durch. Sie raschelt mit dem Ur-Laub, liest aus den feinen Adern der Flug-Blätter eine doch noch mögliche Zukunft heraus. Sie wagt ein "Resistänzchen" unter Bäumen, sie gibt ein sinnliches Verssprechen an die Bäume. Sie sagt das Einfache, was schwer zu machen ist: Dass uns jetzt die Bäume so dringend brauchen wie wir schon immer sie. Feature von Etta Streicher und Thies StreifingerSprecher: Nils Thorben Bartling und die AutorinRedaktion: Tobias BarthTon: Holger KliemchenRegie: Andreas MeinetsbergerProduktion: Mitteldeutscher Rundfunk 2024Verfügbar bis 27. Oktober 2026