Sanna Englund gehört seit fast 20 Jahren zum festen Ensemble von "Notruf Hafenkante". Als Melanie Hansen hat sie die Entwicklung der Serie von den Anfängen bis heute miterlebt und dabei selbst mehrere Veränderungen ihrer Figur durchlaufen. Aus der Polizistin im Streifendienst ist inzwischen eine Chefin geworden - eine Entwicklung, die für Englund zunächst ungewohnt war, inzwischen aber große Freude bereitet.Auch abseits des Sets ist Hamburg für die Schauspielerin ein wichtiger Teil ihres Lebens. Sie liebt die Elbe und den Hafen, ist gerne zu Fuß in der Stadt unterwegs und begeistert sich besonders für die Hamburger Architektur und die alten Villen. Die Stadt hat sie während der vergangenen zwei Jahrzehnte stark verändert erlebt - von der noch nicht existierenden HafenCity bis zur heutigen Elbphilharmonie.Zu ihren persönlichen Hamburg-Erinnerungen gehören auch ausgedehnte Spaziergänge mit ihren Hunden, Aufenthalte im Hafengebiet und ihre eigene Barkasse. Gleichzeitig gibt es für Englund noch einiges zu entdecken: Die Elbphilharmonie hat sie bislang noch nicht besucht.Auch wenn ihr Lebensmittelpunkt inzwischen nicht mehr in Hamburg liegt, bleibt die Stadt für sie eng mit ihrem Leben und ihrer Arbeit verbunden. Die Rolle der Melanie Hansen möchte sie auch in Zukunft weiterentwickeln und dabei zeigen, dass berufliche Veränderungen und neue Lebensphasen in jedem Alter möglich sind.
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Wie fühlt sich Hamburg an, wie erleben wir Hamburg? Das sind Fragen, denen wir in unserem Podcast "Feel Hamburg" nachgehen. Host Daniel Kaiser spricht mit Persönlichkeiten aus der Stadt - mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Prominente sein aber auch Nachbarinnen und Nachbarn. Alle Gäste haben eines gemeinsam: Hamburg. Unser Podcast will das Lebensgefühl in dieser Stadt hörbar machen: Feel Hamburg.
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Folge vom 23.09.2026Sanna Englund: 20 Jahre "Notruf Hafenkante"
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Folge vom 09.09.2026Emanuel Meshvinski: Klassik ohne Frack und steife RegelnEmanuel Meshvinski gehört zu den jungen prägenden Köpfen der Hamburger Musikszene. Der Dirigent, Bratschist, Komponist und Leiter des Jewish Chamber Orchestra Hamburg spricht im Podcast über seinen Weg zur Musik, seine Liebe zu Hamburg und darüber, warum klassische Musik nicht immer geschniegelt und geschniegelt daherkommen muss.Schon früh spielte Musik in seinem Leben eine große Rolle, obwohl seine beruflichen Wünsche zunächst deutlich bodenständiger waren: Busfahrer, Lokführer oder Pilot standen zeitweise ebenfalls hoch im Kurs. Über die Begeisterung für Filme und Filmmusik fand Meshvinski schließlich seinen eigenen Zugang zur klassischen Musik. Heute verbindet er verschiedene musikalische Welten und arbeitet neben seiner Tätigkeit als Dirigent auch als Komponist, besonders im Bereich Filmmusik.Mit dem Jewish Chamber Orchestra Hamburg verfolgt Emanuel Meshvinski einen modernen Ansatz. Klassische Musik soll Menschen berühren und begeistern, ohne dass starre Regeln oder traditionelle Rituale potenzielle Besucher abschrecken. Ungewöhnliche Konzertformate, die Klassik mit Improvisation, Schauspiel oder elektronischer Musik verbinden, gehören deshalb genauso zum Programm wie klassische Werke. Auch die Zusammenarbeit mit DJs und Auftritte an ungewöhnlichen Orten zeigen, dass ein Orchester nicht zwangsläufig nur im klassischen Konzertsaal zuhause sein muss.Meshvinski spricht außerdem über seine Skepsis gegenüber Teilen des traditionellen Klassikbetriebs. Nicht jeder große Komponist müsse jedem gefallen, findet er. Entscheidend sei, neugierig zu bleiben und unterschiedliche Zugänge zur Musik zu ermöglichen.Ein wichtiger Teil des Gesprächs ist auch das jüdische Leben in Hamburg. Das Jewish Chamber Orchestra beschäftigt sich mit Erinnerung und Gedenken, möchte aber zugleich zeigen, wie vielfältig, lebendig und zukunftsorientiert jüdische Kultur ist. Nach dem 7. Oktober hat sich für Meshvinski persönlich der Blick auf seine jüdische Herkunft und seine öffentliche Rolle verändert.Am Ende zeigt das Gespräch einen Musiker, der zwischen Elbphilharmonie, Orchester, Filmmusik und Techno zuhause ist - und der davon überzeugt ist, dass klassische Musik dann besonders spannend wird, wenn sie sich traut, neue Wege zu gehen.Hier geht es zu Daniel Kaisers Podcastempfehlung bei ARD Sounds: "Stolpertexte": https://www.ardsounds.de/sendung/stolpertexte/urn:ard:show:6f24ba87e235b462/
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Folge vom 26.08.2026Michael Batz: Der Mann, der Hamburg zum Leuchten bringtMichael Batz ist ein deutscher Lichtkünstler, Theatermacher und Autor. Bekannt wurde er vor allem durch seine Lichtinstallationen in Hamburg, darunter die blauen Lichttore der Blue Goals. Mit seinen Arbeiten zeigt Batz, wie Licht den öffentlichen Raum verändern, Stadtgeschichte sichtbar machen und neue Perspektiven auf vertraute Orte eröffnen kann.Sein künstlerischer Weg begann am Theater. Als junger Stückeschreiber übernahm er kurzfristig die Beleuchtung einer Studiobühne und entdeckte dabei die dramaturgische Wirkung von Licht. Seitdem versteht er Licht nicht nur als technische Unterstützung, sondern als eigenständiges künstlerisches Ausdrucksmittel. Helligkeit, Farbe und Schatten können für ihn Atmosphäre schaffen, Figuren charakterisieren und Geschichten erzählen.Ein wichtiger Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Lichtkunst in Hamburg. Mit den Blue Goals verband Batz Kunst, Stadtbild und ein internationales Sportereignis. Die blauen Lichtinstallationen machten sichtbar, welches Potenzial der öffentliche Raum als künstlerische Bühne besitzt. Projekte wie Hafenblau knüpften an diese Idee an und rückten den Hamburger Hafen sowie die besondere Identität der Stadt ins Zentrum.Batz arbeitet außerdem an der Schnittstelle von Theater und Stadtraum. Seine frühen Erfahrungen mit Straßentheater und freien Bühnen prägten seinen Wunsch, Kunst unmittelbar mit dem Publikum zu verbinden. Auch für Kampnagel setzte er sich für eine eigenständige künstlerische Produktion und ein unverwechselbares Profil ein.Eine besondere Bedeutung hat die Hamburger Speicherstadt für Michael Batz. Über viele Jahre inszenierte er dort seinen Jedermann und entwickelte die historische Kulisse zu einem Ort für Theater, Stadtporträt und gesellschaftliche Fragen. Dabei beschäftigte er sich mit den Themen, die Hamburg bewegen, sowie mit verdrängter und vergessener Vergangenheit.Als Autor dokumentiert Batz zudem die Geschichte Hamburgs. Für die Hamburgische Bürgerschaft verfasst er regelmäßig dokumentarische Theaterstücke. Seine Recherchen führen zu Projekten und Publikationen über jüdische Geschichte, die Speicherstadt, historische Persönlichkeiten und die Erinnerungskultur der Stadt.Michael Batz verbindet Lichtkunst, Theater und historische Recherche zu einer eigenen Form kultureller Arbeit. Seine Projekte machen Orte erfahrbar und regen dazu an, über Hamburgs Vergangenheit, Gegenwart und mögliche Zukunft nachzudenken. Einen Ruhestand plant der Künstler nicht: Er möchte weiterhin neue Geschichten entwickeln und den öffentlichen Raum mit Licht und Theater gestalten.Hier geht es zur Podcastempfehlung von Host Daniel Kaiser bei ARD Sounds "Tatort Geschichte - True Crime meets History": https://www.ardsounds.de/sendung/tatort-geschichte-true-crime-meets-history/urn:ard:show:26470b5714f8d321/
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Folge vom 12.08.2026Jan Kersjes (Doc Brown): Zwischen DeLorean und JakobswegJan Kersjes gehört zu den markantesten Musicaldarstellern Deutschlands und begeistert derzeit als Doc Brown im Hamburger Erfolgsmusical „Zurück in die Zukunft“. Im Gespräch erzählt der Schauspieler von seinem außergewöhnlichen Lebensweg, seiner Karriere zwischen Schauspiel und Musical sowie von den Erfahrungen, die ihn privat und beruflich geprägt haben.Schon als Kind entdeckte Jan Kersjes seine Leidenschaft für Geschichten. Filme, Fernsehproduktionen und Theateraufzeichnungen wurden zum Ausgangspunkt seines Wunsches, selbst auf der Bühne zu stehen. Nach einer klassischen Schauspielausbildung spielte er zunächst an verschiedenen Stadttheatern und übernahm Rollen in bekannten Theaterstücken wie "Hamlet", "Woyzeck" oder "Die Räuber". Der Wechsel ins Musical erfolgte vergleichsweise spät, erwies sich jedoch als entscheidender Karriereschritt. Mit der Rolle des König George in "Hamilton" gelang ihm der Durchbruch im Musicalbereich. Es folgten Engagements als Olaf in "Die Eiskönigin", Timon in "Der König der Löwen" und schließlich Doc Brown in "Zurück in die Zukunft".Besonders reizvoll findet Kersjes exzentrische Charakterrollen. Statt klassischer Heldenfiguren interessieren ihn Rollen mit Humor, Eigenheiten und viel Spielfreiheit. Gerade diese Figuren erlauben ihm, mit dem Publikum zu interagieren und jeder Vorstellung eine eigene Dynamik zu verleihen.Neben seiner Karriere spricht Jan Kersjes offen über persönliche Krisen. Depressionen, Ängste und mangelnde innere Stabilität begleiteten ihn über viele Jahre. Ein Wendepunkt war der Jakobsweg, auf dem er seine spätere Frau kennenlernte. Später führten ihn Meditation, buddhistische Lehren und mehrere Aufenthalte in Indien zu einer spirituellen Lebensweise, die bis heute seinen Alltag bestimmt. Diese Praxis hilft ihm nach eigener Aussage sowohl im Privatleben als auch unmittelbar vor seinen Auftritten.Auch sein Start in Hamburg verlief ungewöhnlich. Weil die Familie zunächst keine Wohnung fand, lebte sie mehrere Monate auf dem ElbeCamp in einer Jurte. Die einfache Lebensweise ohne gewohnten Komfort wurde rückblickend zu einer prägenden Erfahrung. Heute lebt die Familie in Groß Flottbek, während Kersjes meist mit dem Fahrrad zum Operettenhaus fährt.Im Gespräch schildert der gebürtige Niederrheiner außerdem seine enge Verbindung zu Hamburg, sowie seine Erinnerungen an die Kindheit in Kleve. Er erzählt von seiner Faszination für den Film "Zurück in die Zukunft", der ihn seit seiner Jugend begleitet und erklärt, warum ihn die Figur des Doc Brown besonders anspricht. Das Gespräch zeichnet das Porträt eines vielseitigen Künstlers, der Humor, Schauspiel, Musik und persönliche Entwicklung miteinander verbindet und dessen Erfolg auf weit mehr beruht als spektakulären Bühnenauftritten.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/true-crime-hamburg-der-polizei-podcast/urn:ard:show:3c3311290ecbada3/