Wie fühlt sich eine Depression wirklich an? Im Podcast „Feel Hamburg“ spricht Journalist und Autor Benjamin Maack außergewöhnlich offen über sein Leben mit einer wiederkehrenden Depression – ehrlich, selbstkritisch und immer wieder mit überraschendem Humor.Maack erklärt, warum Depression weit mehr ist als Traurigkeit. Sie koste ihn oft „20 bis 40 Prozent“ seiner täglichen Kraft und begleite ihn seit vielen Jahren. Lange habe er geglaubt, sein Zustand sei normal, obwohl sein Leben von außen erfolgreich wirkte. Erst nach einem Zusammenbruch erhielt er die Diagnose und begann zu verstehen, was mit ihm geschieht.Besonders eindrucksvoll beschreibt der SPIEGEL-Redakteur, wie sich Depression auf das eigene Denken auswirkt. Anerkennung von außen komme bei ihm häufig nicht an, stattdessen dominierten Selbstzweifel. Trotzdem hat er gelernt, Warnzeichen früh zu erkennen und Strategien zu entwickeln, die ihm helfen: Eisbaden, Fahrradfahren, Gespräche mit anderen Menschen oder einfach die Erkenntnis, dass „Reden immer gut“ ist.Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs ist der Umgang der Gesellschaft mit psychischen Erkrankungen. Maack freut sich darüber, dass heute offener über Depression gesprochen wird. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass viele Betroffene aus Angst vor beruflichen Nachteilen weiterhin schweigen müssen. Seine eigene Offenheit sei deshalb auch ein Privileg.Natürlich geht es auch um Hamburg. Benjamin Maack erzählt von seinem Weg aus dem niedersächsischen Bardowick in die Hansestadt, von seiner Heimat Harburg, wo er sich den Menschen besonders verbunden fühlt, und davon, warum er lieber mit Fremden ins Gespräch kommt, als sich hinter Vorurteilen zu verstecken. Seine Erfahrungen zeigen: Freundlichkeit schafft oft Nähe – auch dort, wo andere Distanz erwarten.Das Gespräch ist weit mehr als ein Interview über Depression. Es ist ein Gespräch über Menschlichkeit, Hoffnung und den Mut, offen über psychische Gesundheit zu sprechen – ohne Pathos, aber mit viel Wärme, Humor und einer großen Portion Lebensklugheit.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/zeitkapsel/urn:ard:show:7bfa3eb2144cdb14/
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Wie fühlt sich Hamburg an, wie erleben wir Hamburg? Das sind Fragen, denen wir in unserem Podcast "Feel Hamburg" nachgehen. Host Daniel Kaiser spricht mit Persönlichkeiten aus der Stadt - mit Menschen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Das können Prominente sein aber auch Nachbarinnen und Nachbarn. Alle Gäste haben eines gemeinsam: Hamburg. Unser Podcast will das Lebensgefühl in dieser Stadt hörbar machen: Feel Hamburg.
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Folge vom 29.07.2026Benjamin Maack: Depressionen kosten Kraft - jeden Tag
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Folge vom 15.07.2026Ernie Reinhardt: Wie ich zu Lilo Wanders wurdeErnie Reinhardt, bekannt als Lilo Wanders, gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der Hamburger Kultur- und Theaterszene. Im Gespräch blickt der Schauspieler, Moderator und Autor auf seinen außergewöhnlichen Lebensweg zurück - von der Kindheit in der Lüneburger Heide über die Anfänge in Hamburg bis hin zum bundesweiten Erfolg mit der Kultsendung "Wa(h)re Liebe".Nach seinem Umzug nach Hamburg Ende der 1970er-Jahre erlebt Reinhardt die Hansestadt als Ort der Freiheit und Selbstfindung. Die Stadt eröffnet ihm neue Möglichkeiten, sich persönlich und künstlerisch zu entfalten. Erste Kontakte zur Hamburger Schwulenbewegung, die lebendige Kulturszene und das politische Engagement jener Zeit prägen seinen weiteren Weg.Eigentlich wollte Reinhardt Bibliothekar werden, doch schon bald zieht es ihn auf die Bühne. Über verschiedene Theaterprojekte entsteht die enge Zusammenarbeit mit Corny Littmann und weiteren Weggefährten. Gemeinsam entwickeln sie Formate, die später die Grundlage für das Schmidt Theater auf der Reeperbahn bilden. Das Theater entwickelt sich in den 1980er- und 1990er-Jahren zu einem wichtigen Ort für kreative, provokante und innovative Unterhaltung in Hamburg.In dieser Zeit entsteht auch die Kunstfigur Lilo Wanders. Was zunächst als Bühnenrolle gedacht ist, entwickelt sich schnell zu einer der bekanntesten Fernsehfiguren Deutschlands. Der bundesweite Durchbruch gelingt 1994 mit der Aufklärungssendung "Wa(h)re Liebe", die über mehr als zehn Jahre erfolgreich läuft und Themen rund um Sexualität und Beziehungen einem breiten Publikum näherbringt.Darüber hinaus spricht Reinhardt über die gesellschaftlichen Veränderungen, die er miterlebt hat. Dazu gehören die Anfänge der LGBTQ+-Bewegung in Hamburg, die ersten Christopher-Street-Day-Demonstrationen sowie die Auswirkungen der AIDS-Krise auf die schwule Community. Das Gespräch zeichnet damit zugleich ein Stück deutscher Zeitgeschichte nach.Auch private Einblicke kommen nicht zu kurz. Reinhardt berichtet von seinem Leben zwischen Öffentlichkeit und Rückzug, von seiner Familie und von der besonderen Rolle, die Hamburg in seinem Leben spielt. Die Hansestadt bezeichnet er als einen Ort, der ihm viele Chancen eröffnet und seine Karriere entscheidend geprägt hat.Heute lebt Ernie Reinhardt ruhiger als in den Jahren seiner größten Bekanntheit. Dennoch ist er weiterhin als Autor und Bühnenkünstler aktiv. Sein aktuelles Programm und seine Autobiografie zeigen, dass die Geschichte hinter Lilo Wanders weit mehr umfasst als eine erfolgreiche Fernsehkarriere. Sie erzählt von Mut zur Veränderung, von gesellschaftlichem Wandel und von einem Künstler, der über Jahrzehnte hinweg die Hamburger Kulturlandschaft mitgeprägt hat.Hier geht es zur Podcastempfehlung bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/lost-sheroes-frauen-die-in-den-geschichtsbuechern-fehlen/urn:ard:show:396e3ec5bdc8c7af/
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Folge vom 01.07.2026Victoria Trauttmansdorff: Hamburg, Royals und die BühneVictoria Trauttmansdorff gehört zu den prägenden Schauspielerinnen des deutschsprachigen Theaters. Im Podcast Feel Hamburg spricht die langjährige Thalia-Theater-Darstellerin über ihr Leben zwischen Wien und Hamburg, ihre Liebe zur Bühne und die besonderen Orte, die ihr in der Hansestadt ans Herz gewachsen sind.Seit mehr als drei Jahrzehnten lebt die gebürtige Wienerin in Hamburg. Sie erzählt, warum sie sich in der Stadt zu Hause fühlt, weshalb sie die Elbe der Alster vorzieht und was sie am Stadtteil Uhlenhorst schätzt. Gleichzeitig blickt sie mit einem Wiener Blick auf Hamburg und spricht über Architektur, Denkmalschutz und die Unterschiede zwischen den beiden Städten.Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist ihre Arbeit am Thalia Theater. Victoria Trauttmansdorff beschreibt, was die besondere Atmosphäre des Hauses ausmacht, wie sich das Publikum verändert hat und warum Theater für sie weit mehr ist als die Arbeit der Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne. Außerdem berichtet sie von ihrer Leidenschaft für das Geschichtenerzählen, ihrem Weg zur Schauspielerei und den prägenden Erfahrungen während ihrer Zeit in London.Auch ihre Fernsehrollen kommen zur Sprache. Sie erzählt von den Dreharbeiten zur ARD-Komödie „Rosen und Reis“, die in den Vier- und Marschlanden entstanden ist, und erklärt, warum ihr die Arbeit vor der Kamera einen wichtigen Ausgleich zum Theater bietet. Dabei geht es auch um Schauspieltechniken, Lampenfieber und die Frage, wie sie sich auf unterschiedliche Rollen vorbereitet.Persönlich wird es, als Victoria Trauttmansdorff von ihrer Familie, ihrer Herkunft und ihrer ungewöhnlichen Liebesgeschichte berichtet. Sie spricht über ihre Töchter, ihre Rolle als Schwiegermutter und einen spontanen Heiratsantrag, der ihr Leben verändert hat.Außerdem geht es um royale Familien, ihre Begeisterung für Serien wie „Downton Abbey“, mehrsprachiges Aufwachsen, die schönsten Orte in Hamburg und ihre Vision für eine Stadt, in der man eines Tages wieder in der Alster schwimmen kann.Ein Gespräch über Theater, Heimat, Liebe, Hamburg und die Kunst, sich immer wieder neu zu erfinden.Hier geht es zur Komödie "Rosen und Reis" in der ARD-Mediathek: https://www.ardmediathek.de/film/sendereihenseite-ard/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3Jvc2VuLXVuZC1yZWlz
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Folge vom 01.07.2026Annie Heger: Von Plattdeutsch bis PodiumsbühneAnnie Heger gehört zu den bekanntesten Stimmen des Nordens. Die gebürtige Ostfriesin arbeitet als Musikerin, Autorin, Moderatorin und Kolumnistin und setzt sich seit vielen Jahren für die Sichtbarkeit der plattdeutschen Sprache ein. Im Podcast "Feel Hamburg" spricht sie mit Daniel Kaiser über ihr Leben zwischen Ostfriesland und Hamburg, ihre vielfältigen Projekte und die Frage, warum sie sich ungern auf eine einzige Berufsbezeichnung festlegen lässt.Im Gespräch erzählt sie von ihrer Kindheit in einem kleinen ostfriesischen Ort, von ihrer Familie und davon, wie prägend die plattdeutsche Sprache bis heute für sie ist. Sie berichtet, wie aus der Sprache ihrer Großeltern ein wichtiger Teil ihrer beruflichen Arbeit wurde und warum Plattdeutsch für viele Menschen weit mehr ist als ein Dialekt. Dabei geht es auch um regionale Unterschiede innerhalb des Plattdeutschen, um Sprachkultur und um die Rolle von Theater, Musik und Medien für den Erhalt einer lebendigen Sprache.Ein weiteres Thema ist Hamburg. Annie Heger lebt seit einigen Jahren wieder in der Hansestadt und hat in Altona ihre neue Heimat gefunden. Sie spricht über das Ankommen in der Stadt, über die besonderen Strukturen ihres Viertels und darüber, warum sie sich zur Elbe stärker hingezogen fühlt als zur Alster. Außerdem verrät sie, welche Orte für sie typisch hamburgisch sind und weshalb sie die Mischung aus Großstadt und Nachbarschaft besonders schätzt.Daneben geht es um ihre ungewöhnliche berufliche Laufbahn. Annie Heger hat keinen klassischen Berufsabschluss und war nie in einem sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnis tätig. Sie beschreibt, wie sie ihren eigenen Weg gefunden hat, warum Neugier für sie wichtiger ist als Planung und weshalb sie Offenheit gegenüber neuen Erfahrungen als große Bereicherung empfindet.Natürlich spielt auch Ostfriesland eine wichtige Rolle. Heger erzählt von ihrer Verbundenheit mit ihrer Heimatregion, von der ostfriesischen Teekultur, von kulturellen Traditionen und von den Menschen, die sie bis heute begleiten. Dabei wird deutlich, wie stark ihre Herkunft ihre Arbeit und ihre Perspektive auf die Welt geprägt hat.Darüber hinaus spricht sie offen über gesundheitliche Herausforderungen. Nach jahrzehntelangem Leben mit Typ-1-Diabetes beschäftigt sie sich intensiv mit den Folgen ihrer Erkrankung und den Veränderungen, die diese für ihren Alltag mit sich bringen. Sie berichtet, wie sie mit Unsicherheit umgeht, welche Erfahrungen sie im Austausch mit anderen Betroffenen gemacht hat und warum sie sich entschieden hat, das Leben bewusst wahrzunehmen.Ein persönliches Gespräch über Sprache, Heimat, Kultur, Lebenswege, Neugier und die vielen Facetten einer Frau, die sich nicht auf eine Rolle festlegen lässt.Hier geht es direkt zum Podcast True Crime Hamburg bei ARD Sounds: https://www.ardsounds.de/sendung/true-crime-hamburg-der-polizei-podcast/urn:ard:show:3c3311290ecbada3/