Vaterlandsliebe soll nicht sein wie die Liebe zum Rinderbraten, von dem sich jeder ein Stück abschneidet, sagt Kant. Der wahre Patriot betrachtet sein Gemeinwesen nicht als seine Beute, sondern er dient dem Ganzen. Dieser Dienst ist aber nur dann kein chimärischer Wahn, wenn es ein Dienst an der Gerechtigkeit ist: Der Patriot setzt sich für den Rechtsstaat und eine dauerhafte, diesen erhaltende Verfassung ein.Zitat: 0:08Die Regierung soll patriotisch sein: 1:28Patriotismus ist nicht Nationalismus: 16:32Der Patriot betrachtet den Staat nicht als seinen Besitz, sondern sich als Diener des Rechtsstaats: 21:00Faschismus und Ausklärung: 40:16Der unpatriotische Pöbel: 1:00:13Nationalwahn vs. patriotischer Dienst am Rechtsstaat: 1:26:36Dank: 1:36:58Die patriotische Denkungsart wird beschrieben im zweiten Teil von Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/289.html. Weitere verstreute Bemerkungen finden sich in Kants handschriftlichem Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
Kultur & Gesellschaft
Kants Philosophie Folgen
Vor 300 Jahren wurde Immanuel Kant geboren - und in einer umfassenden Reihe von Vorträgen möchte ich mich seiner gesamten Philosophie widmen. Ich habe das vergangene Jahr damit verbracht, die 29 Bände der Kant-Gesamtausgabe zu studieren und täglich wenigstens 100 Seiten Kant zu lesen, um nun hier die wohl umfassendste und gründlichste Darstellung seiner Philosophie zu geben, die bisher versucht wurde, um ihren inneren systematischen Zusammenhang aufzuzeigen und um vor allem Kants Beitrag zur Aufklärung der Menschheit herauszuarbeiten.
Folgen von Kants Philosophie
103 Folgen
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Folge vom 14.03.2026Kants Philosophie - Was ist Patriotismus?
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Folge vom 07.03.2026Kants Philosophie - Warum es kein Recht auf Revolution gibt und Kant sie dennoch begrüßteVerbesserungen im Staat hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit will Kant durch schrittweise Reform erreichen, die wiederum dadurch angestoßen wird, dass öffentlich Kritik geübt wird und Verbesserungen angeregt werden. Wo nicht einmal dies möglich ist und die Zensur herrscht, bleibt nur, auf bessere Zeiten zu hoffen und sich als guter und gesetzestreuer Bürger zu betragen, der höchstens passiven Widerstand leistet, wenn von ihm Dinge verlangt werden, die mit dem moralischen Gesetz unvereinbar sind. Aktiver Widerstand und Revolutionen aber sind notwendig Unrecht, weil sie das Recht selbst aufheben, bevor sie ein neues Recht etablieren. Wenn sie aber doch geschehen, soll man sie als Ruf der Natur zur Freiheit nehmen und das Beste aus ihnen machen. So war Kants Verhältnis zur Revolution ein sehr differenziertes: Nach Prinzipien hat er sie abgelehnt und wäre nie zum Revolutionär geworden, wo sie aber stattfanden, hat er sie enthusiastisch begrüßt.Zitat: 0:08Was soll der Mensch im despotischen Staat tun?: 0:41Ruhig auf bessere Zeiten warten: 7:53Menschen sind für die Revolution, nicht weil diese rechtmäßig ist, sondern weil sie Eudämonisten sind, die sich um Recht nicht scheren: 11:40Revolutionen sind immer Unrecht: 23:29Revolutionen heben den bürgerlichen Zustand auf und werfen Menschen in den Naturzustand zurück: 48:36Revolutionen führen kaum je zur Republikanisierung des Staates: 1:05:35Weshalb man Revolutionen nicht bekämpfen soll, obwohl sie Unrecht sind: 1:18:44Widersetzung ist rechtens, Widerstand nicht: 1:29:44Kants Kritik an Revolutionen ist als subtile Unterstützung der Französischen Revolution zu lesen: 1:47:58Kants eigenes Verhältnis zu Revolutionen: 1:54:41Wann Revolutionen und Widerstand kein Unrecht sind, ohne doch Recht zu sein: 2:05:31Dank: 2:29:29Auf das Thema der Revolution kommt Kant immer wieder in seinen rechtsphilosophischen Werken zu sprechen. So in Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html und auch in seiner Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/311.html und seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html. Es empfiehlt sich, zur Frage, wie der Mensch sich im Despotismus verhalten soll, auch die entsprechenden Passagen seiner Vorlesungen zur Moralphilosophie zu lesen: https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma | https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.Auch Hannah Arendt bemerkte den Zusammenhang von Revolution und Despotismus, insofern beide auf demselben Eudämonismus gründen: https://youtu.be/l1fyT8nAJOY?si=HfgeWHwoWX-y8pMt.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 28.02.2026Kants Philosophie - Warum der Staat keine Philosophenkönige, aber Redefreiheit brauchtKein Staat war bisher ganz und gar republikanisch in Kants Sinne. Das wirft die Frage auf, wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist. Kant trat nicht für den Weg der Revolution ein, die immer Unrecht ist, sondern für schrittweise Reform. Hierfür ist nur nötig, dass die Philosophen im Weltsinne - also die Weisen, die als Gesetzgeber der Vernunft fungieren und über die letzten Zwecke der Menschheit nachdenken und dabei von allem Partikularen und allen Eigeninteressen abstrahieren - von den Herrschern gehört werden. Und hierfür wiederum ist nur nötig, dass sie das Recht haben, frei in der Öffentlichkeit ihre Gedanken zu äußern.Zitat: 0:08Wie ein despotischer Staat zu republikanisieren ist: 0:51Die Philosophen sollen nicht herrschen, aber den Herrscher beraten: 9:07- Kants eigene Natur strebte nicht nach Herrschaft: 20:00- Macht verdirbt das Urteil: 26:21Es muss Redefreiheit für die Philosophen geben: 48:13Meinungsfreiheit ist kein Selbstzweck: 1:19:06Die Verfinsterung: 1:42:40Dank: 2:02:44Über die Rolle der Philosophen im Staat und die politische Bedeutung der sogenannten Meinungsfreiheit schreibt Kant in seiner Schrift Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/368.html. Ergänzend kann man die entsprechenden Reflexionen in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie lesen: https://korpora.org/kant/aa15/. Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai
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Folge vom 21.02.2026Kants Philosophie - Republik und DespotismusKant unterscheidet zwei Regierungsarten: Die despotische und die republikanische. Die Regierungsform ist dabei von der Staatsform verschieden: Autokratie, Aristokratie oder Demokratie können allesamt despotisch oder republikanisch regieren. Entscheidend ist für Kant nicht, wer der Souverän im Staat ist, entscheidend ist, dass der Souverän die Bürger repräsentiert und Gesetze gibt, die die Freiheit wahren und dem Gemeinwillen entsprechen, sowie dass der Souverän nicht zugleich Regent ist, also Gesetzgebung und ausführende Gewalt voneinander geschieden sind. Die Republik ist ein Rechtsstaat, der die Menschen allein der Vernunft unterwirft, die Despotie ein Unrechtsstaat, in dem sie von der Willkür des Herrschers abhängen.Zitat: 0:08Republik und Despotismus: 0:14Die architektonische Herleitung der Regierungsformen: 13:471) In der Republik sind alle Menschen frei: 30:19- Der Staat, der die Menschen beglücken will, ist despotisch: 41:092) In der Republik sind alle Untertanen gleich vor dem Gesetz: 58:47- Die republikanische Gleichheit ist Gleichheit des Zwangs durch das Gesetz: 1:15:33- Der Gesetzgeber steht über dem Gesetz und muss daher untadelhaft sein: 1:29:453) In der Republik sind alle selbstständigen Bürger brüderlich als Gesetzgeber vereinigt: 1:41:40- Wahlrecht: 2:13:02Was die Republik ausmacht: 2:49:10Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit: 2:58:10Die Republik nach den vier Titeln der Kategorientafel: 3:10:57Es kommt auf die Regierungsform an, nicht die Herrschaftsform: 3:22:44Die Dauerhaftigkeit der Republik soll durch die Verfassung garantiert sein: 3:30:52Dank: 3:40:15Den Republikanismus und seine drei Prinzipien beschreibt Kant in seinen Aufsätzen Zum ewigen Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten: https://korpora.org/kant/aa23/153.html & https://korpora.org/kant/aa23/125.html zudem in seinem handschriftlichen Nachlass zur Anthropologie: https://korpora.org/kant/aa15/ und zur Rechtsphilosophie: https://korpora.org/kant/aa19/443.html.Wer mein aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:https://ko-fi.com/jonathanivoloewerhttps://www.patreon.com/jonathanivoloewerhttps://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=VDDT7T7XHR77UThumbnail: www.hotpot.ai