Der Klimawandel bringt dicke Eisschichten zum Schmelzen. Dadurch werden jahrtausendealte Tierkadaver und Pflanzenreste freigelegt - und mit ihnen Viren, die eigentlich inaktiv waren. In einer noch unveröffentlichten Studie erklären Forscherinnen und Forscher, dass sie 13 Viren aus dem sibirischen Permafrost wieder aktiviert haben. Klimaökonomin Claudia Kemfert erklärt im Podcast, warum solche Viren dem Menschen gefährlich werden können.
Ein weiteres Thema in dieser Folge sind Anpassungsstrategien gegen den Klimawandel. In der ARD-Sendung "Maischberger" hatte "Welt"-Chefreporterin Anna Schneider dafür plädiert, die Klimakrise anzunehmen und sich dagegen zu rüsten. Kemfert macht aber deutlich, dass Anpassungsstrategien Grenzen haben. "Gegenden, die abgebrannt oder überflutet sind, können sich nicht mehr anpassen", so Kemfert. Außerdem spricht sich die Klimaökonomin für mehr wissenschaftliche Expertise in Talkshows aus.
Kemfert kritisiert in der aktuellen Folge außerdem die lange Laufzeit des Flüssiggas-Vertrags mit Katar. "Es widerspricht den Klimazielen, wenn wir über 15 Jahre Laufzeit reden", meint die Wissenschaftlerin. Die Hörerfrage beschäftigt sich diesmal mit dem klimaschädlichen Gas SF6. Damit sind Komponenten von Windrädern befüllt. Muss der Ausbau von Windrädern neu bewertet werden? Darauf gibt Kemfert Antwort und zeigt auch auf, welche Alternativen es gibt.
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Hitze, Dürren und schwere Unwetter. Die Klimakrise hat viele Gesichter und macht vielen von Euch Angst. Deshalb ist eine sachliche und verlässliche Einordnung wichtig. Die bekommt Ihr alle zwei Wochen in “Kemferts Klima-Podcast”. Was bedeuten die neuesten Klima-Studien? Sind die Klimaschutz-Maßnahmen der Regierung wirklich sinnvoll? Und woher bekommen wir in Zukunft günstige und emissionsfreie Energie? Klimaökonomin Prof. Claudia Kemfert gibt Antworten und zeigt Euch, wie Ihr nachhaltiger und klimafreundlicher leben könnt.
Folgen von Kemferts Klima-Podcast
90 Folgen
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Folge vom 30.11.2022Gefährliche Viren im Permafrost
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Folge vom 16.11.2022Lobbyisten-Wahnsinn beim UN-KlimagipfelDer UN-Klimagipfel in Ägypten ist auf der Zielgeraden. Die Klimaökonomin Claudia Kemfert sieht sich in ihrer Skepsis vor dem Gipfel bestätigt. Zwar gebe es positive Aspekte, beispielsweise den Schutzschirm für Klimaschäden in ärmeren Ländern. Daneben gebe es aber viel Ernüchterndes. Beispielsweise das deutsche Auftreten vor Ort. Kanzler Scholz habe wohlklingende Worte mitgebracht, das Handeln Deutschlands beim Klimaschutz sehe aber ganz anders aus, so Kemfert. Sie beklagt "gigantische Umsetzungslücken" bei der deutschen Klimapolitik. Die Bundesrepublik fällt auch in einem Klimapolitik-Ranking zurück. Noch schlimmer sieht es mit Blick auf China aus, das bei den Schadstoff-Emissionen weltweit auf Platz 1 liegt. Der chinseische Staatschef ist nicht einmal angereist. Ein echter Aufreger beim Gipfel ist ein BBC-Bericht, nachdem bei dem Gipfel mehr als 600 Lobbyisten für Öl, Kohle und Gas dabei sind. Ein großer Teil davon ist sogar als Teil von Delegationen der Staaten angereist. Kemfert sagt: Diese Menschen sind definitiv nicht im Sinne des Klimaschutzes unterwegs. Sie spricht von einem "Karussell des Wahnsinns". Haben Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen sie an unter 0800 40 40 008.
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Folge vom 02.11.2022Vom umweltverträglichen Fliegen und Alarmismus in der WissenschaftZum Start geht es um ein klimapolitisches Großereignis. In Ägypten startet die UN-Klimakonferenz. Klima-Ökonomin Kemfert sieht eine Reihe von schwierigen Fragen, die die Staatengemeinschaft angehen muss. Bei den Klimazielen sei die Welt nicht auf dem richtigen Pfad. „Derzeit geht es in die falsche Richtung“, sagt sie. Ganz so pessimistisch wie die Aktivistin Greta Thunberg ist sie aber nicht. In diesem Podcast schauen wir außerdem nach Südafrika. Dort gibt es immer wieder massive Probleme mit Stromausfällen. Das Netz in diesem Land ist veraltet. Es fehlt an erneuerbaren Energien, obwohl das Land eigentlich prädestiniert dafür wäre. Das Beispiel zeigt, wie gut Deutschland mit Blick auf sein Stromnetz dasteht. Im Schwerpunkt geht es um die Frage, ob man als klimabewusster Mensch noch fliegen sollte. Kemfert sagt, wer es vermeiden könne, solle es vermeiden. Es ganz zu lassen, das sei aber nicht nötig. Denn: Es gebe gute Möglichkeiten, die Flüge zu „kompensieren“, indem man für die Umwelt spendet. Es gibt mehrere Anbieter, die das Geld dann in klimafreundliche Projekte investieren. Wir machen Rechenbeispiele. Außerdem geht es um ein Interview eines Klimawissenschaftlers, der sagt, man solle die Folgen des Klimawandels nicht dramatisieren. Kemfert sieht die Aussagen kritisch und erklärt, warum. Haben auch Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen sie an unter 0800 40 40 008.
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Folge vom 19.10.2022Energiespartipps für Geldbeutel und KlimaZum Beginn des Podcasts wird es persönlich. Claudia Kemfert wird mit zwei Preisen ausgezeichnet. Dieser Podcast spielt dabei keine ganz unwichtige Rolle. Und es geht darum, dass auch Social-Media-Kanäle einer Klimaökonomin das Ziel von Hackern sein können. Außerdem bewertet Kemfert das AKW-Machtwort von Kanzler Scholz. Sie sagt, sie hoffe, dass damit das finale Kapitel einer schier unendlichen Debatte abgeschlossen werde. Die Atomenergie helfe Deutschland beim Energieverbrauch kaum, die Debatte müsse sich vielmehr auf wichtigere Themen wie die Energiewende insgesamt konzentrieren. Und: Es geht ums Sparen. Wer weniger warmes Wasser, Gas und Strom verbraucht, tut etwas fürs Klima. In diesen Zeiten spart man damit aber auch viel Geld. Es geht um Hunderte Euro im Jahr. Was man tun kann, besprechen wir im Podcast. Hier geht es zu den im Podcast besprochenen Spartipps des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Haben auch Sie Fragen an Frau Kemfert? Dann schreiben Sie uns an klimapodcast@mdraktuell.de oder rufen sie an unter 0800 40 40 008.