Die Klima-Expertin Claudia Kemfert hat den Stopp der Förderprogramme zur energetischen Gebäudesanierung als überfällig bezeichnet. Die Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte MDR AKTUELL, die Effizienzstandards bei Neubauten hätten sich schon am Markt durchgesetzt. Man brauche die üppigen Förderungen deshalb nicht mehr. "Die größten Probleme liegen ohnehin bei den Bestandsgebäuden", so Kemfert. "Hier muss man mehr Möglichkeiten schaffen, damit die energetische Sanierung vorwärts geht. Das ist bisher zu schleppend verlaufen." Viele Altbauten verbrauchten nach wie vor zu viel Energie. Auf diese Gebäude müsse sich die Förderung künftig konzentrieren.
Kemfert verwies darauf, dass die bisherigen KfW-Programme in Kürze ohnehin ausgelaufen wären. Das sei noch von der alten Bundesregierung beschlossen worden. Insofern sei die Kritik von Unionspolitikern jetzt nicht ganz nachvollzuziehen. Kritik übte die Expertin allerdings an der Art und Weise, wie der Förder-Stopp nun vom grünen Wirtschaftsministerium verkündet wurde: "Das hat kurzfristig Vertrauen zerstört. In der Kommunikation hätte man das besser machen können." Man hätte deutlich sagen müssen, dass das bisherige Programm auslaufe und durch ein neues ersetzt werde.
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Folge vom 24.11.2021Wie wahrscheinlich ist ein „Blackout“ in Deutschland?SPD, Grüne und FDP wollen die Nutzung der erneuerbaren Energien schnell ausbauen. Das wird auch nötig sein, wenn bis 2030 die Nutzung von Kohlestrom auslaufen soll. Denn: Auch mit dem Atomstrom soll bekanntlich Schluss sein. Aber: Wie wird dann die Versorgungssicherheit gewährleistet und wie gut ist Deutschland vorbereitet, falls es doch einmal zum flächendeckenden „Blackout“ kommen sollte? Davor wird von verschiedenen Seiten immer wieder gewarnt. Wie wahrscheinlich ist ein solcher Ernstfall überhaupt? Außerdem: Welchen Einfluss auf dem Klimawandel hat es, ausschließlich Biofleisch zu essen und wie viele Milliarden Euro entgehen dem Staat jährlich durch die fehlende Kerosinsteuer? Sie erreichen uns per Mail: klimapodcast@mdraktuell.de DIW-Studie zur Energieversorgung.