Sport
Kicken kann er Folgen
Vier Jahre lang haben Oliver Fritsch, Christian Spiller und Fabian Scheler bei Kicken kann er über die besten Fußballerinnen und die besten Fußballer unserer Zeit gesprochen. Im Januar 2026 veröffentlichten sie die vorerst letzte Folge – doch nun kehrt Kicken kann er für die Fußball-WM zurück. Christian Spiller und Oliver Fritsch begleiten die Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada als Reporter. Gemeinsam mit Fabian Scheler werden sie in einem Videopodcast über ihre Eindrücke sprechen und alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft nach Abpfiff analysieren. Weitere Folgen werden zum Eröffnungsspiel und zum Finale erscheinen. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.
Folgen von Kicken kann er
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Folge vom 25.10.2023Ist Serhou Guirassy wirklich so gut?Die Expertinnen stauen, die Fans wundern sich, das Fußballland sucht nach Erklärungen. Harry Kane? Serhou Guirassy! Der Stuttgarter hat in den ersten acht Spielen schon 14 Tore geschossen. Das hat noch nie jemand zuvor in der Bundesliga hinbekommen, kein Robert Lewandowski, kein Gerd Müller, kein Niclas Füllkrug. Ist das ein Wunder und wie ist es möglich? Ist Guirassy wirklich so gut? Warum trifft er, der in Köln auch schon bespöttelt wurde, erst im Alter von 27? Hat man das bisher übersehen? Genau die richtigen Fragen für unseren Fußballpodcast Kicken kann er. Die beiden Hosts Fabian Scheler und Oliver Fritsch sezieren zunächst die Stärken des guineisch-französischen Stürmers. "Er ist schnell, schussstark, hat ein wunderbares Timing beim Abschluss und kann köpfen", sagt Fritsch. Noch dazu verfüge er über großes Selbstvertrauen und genieße "einen Lauf", sagt Scheler. "Zurzeit könnte er wohl aus 50 Metern abziehen, und der Ball ginge rein." Doch Guirassy hat auch Schwächen. Technik und Dribbling seien eher nicht gut ausgeprägt, mit ihm lasse sich nicht gut kombinieren. "Er muss bedient werden", sagt Fritsch. Allein erschaffe er sich wenig Chancen. "Gut, steht auf meinem Zettel", liest Scheler seine Gesamtzensur für diesen Spieler vor. Daher glauben beide Hosts, dass Guirassy zwar weiter treffen wird, aber keine weiteren Rekorde brechen wird. Der entscheidende Grund, warum es so gut läuft, liegt bei seinem Verein. "Der VfB hat begonnen, sein riesiges Potenzial endlich wieder auszuschöpfen", sagt Fritsch. Stuttgart sei einer der fünf großen Standorte in Deutschland. Seit einiger Zeit setze der VfB wieder auf die richtigen Leute – auf dem Platz und daneben. Eine wichtige Personalentscheidung war die Trennung von Sven Mislintat, dem Sportdirektor, der den VfB mehr oder weniger allein geführt hat. "Nun ist in Stuttgart ein Team am Werk", sagt Fritsch, was dem VfB guttue. Und Guirassy profitiere von der neuen Stärke der Mannschaft. Im Fußball (und in diesem Podcast) komme es auf individuelle Qualität an, "aber allein ist man in diesem Teamsport nichts". _Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Die aktuelle Aufnahme datiert vom 20. Oktober. Einen Tag später schoss Serhou Guirassy seine Mannschaft in Berlin in Führung, kurz darauf wurde er verletzt ausgewechselt und fällt nur einige Wochen aus._ Szenen, die wir in dieser Folge besprochen haben: Guirassys Tore in der aktuellen Saison Tor Endo: Klassenerhalt in letzter Minute Jürgen Klinsmann, Niederlande 1990 Alle Powercard-Wertungen [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 11.10.2023Leroy Sané, das abhängige GenieWie lange ist man eigentlich ein Talent? Leroy Sané ist mittlerweile 27 Jahre alt. Und obwohl niemand seine überragenden Qualitäten abstreitet, würde kaum jemand sagen, dass Sané der überragende deutsche Spieler der Gegenwart ist. Warum, das versuchen die beiden Hosts von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE, zu ergründen. "Sané ist ein abhängiges Genie", sagt Oliver Fritsch. Ein Spieler, der mehr als andere einen Rahmen und ein Setting braucht. Mit seinen Dribblings, seiner Höchstgeschwindigkeit, seiner Ballkontrolle und seinem manchmal fast zu genauem Schuss ist Sané ein disruptives Element im modernen Fußball. Er kann den Unterschied machen. Aber er hängt davon ab, was sein Trainer ihm vermittelt. Fachlich und emotional. "Sané ist ein Spieler, der Vertrauen braucht", sagt Fritsch. "Er ist ein Anti-Führungsspieler." Unter Thomas Tuchel jedenfalls scheint Sané besser zu funktionieren als unter dessen Vorgängern Nagelsmann und Flick. Dafür zumindest sprechen seine sechs Tore und eine Vorlage in der laufenden Saison. Der beste Sané aller Zeiten? Vielleicht. Blöd nur, dass er bald unter Julian Nagelsmann zur EM muss. Die Hosts schwärmen aber auch von seiner Ästhetik. "Sané streichelt den Rasen, wenn er über ihn läuft", sagt Christian Spiller. Er spielt elegant und leichtfüßig, dank der Gene eines ehemaligen Profifußballers und einer 32-fachen Deutschen Meisterin der Rhythmischen Sportgymnastik. Außerdem wird in der Folge über Eigentattos und Eisbärenjacken geredet und die damit zusammenhängende Frage, ob Sané mit anderen Maßstäben bewertet wird als seine Kollegen. Es geht darum, was Pep Guardiola an Sané störte und die Hosts sind sich erschreckend einig über den ersten Platz in der Kategorie Top 5, die sich dieses Mal um Fußballersöhne dreht. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: [Tor gegen Liverpool](https://www.youtube.com/watch?v=WetnNjQQtL4&t=83s) [Tor gegen Leipzig](https://www.youtube.com/watch?v=aGluE2V_lR0&t=237s) [Spiegel-Interview über sein Tattoo und sein Image](https://www.spiegel.de/sport/fussball/leroy-sane-vom-fc-bayern-muenchen-die-leute-stecken-mich-in-diese-bling-bling-schublade-a-6f4d63ec-2b16-4539-9e8f-1385b8811d5e) [Alle Tore für Manchester City](https://www.youtube.com/watch?v=s-1ZGQ0Qb6I) [ZwWdF-Video über Souleyman Sanés Besuch bei Wattenscheid 09](https://www.youtube.com/watch?v=nEJyY5P7Kjc) [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 27.09.2023Neymar ist der Inbegriff der FußballdekadenzDiesmal gibt es 53 Minuten gepflegten Hass, denn die aktuelle Folge von Kicken kann er, dem Fußball-Podcast von ZEIT ONLINE, befasst sich mit Neymar. Er ist so begabt, er hätte regelmäßig mit Lionel Messi und Christiano Ronaldo um den Ballon d’Or wetteifern können. Er hätte Pelé den Status des besten Fußballers der Geschichte Brasiliens streitig machen können. Er zog etwas anderes vor: Party, Luxus, Kohle. Neymar sei ein abschreckendes Beispiel, sagt Fabian Scheler, einer der beiden Hosts. "Er ist das verschwendetste Talent der Welt und die Figur des Hyperkommerz im Fußball." Neymar sei der Inbegriff der Dekadenz, sagt Oliver Fritsch, der andere Host. "An seinem Spiel, an seinen sinnlosen Dribblings kann man ablesen, wie zu viel Geld dem Fußball sogar auf dem Platz schadet." 2015 wurde Neymar als einer der überragenden Spieler Champions-League-Sieger mit dem FC Barcelona, ein Jahr später führte er sein Land zu Olympia-Gold in Rio. Doch bald wechselte er für die noch heute gültige Rekordsumme von 222 Millionen Euro zu PSG, "diesem identitätslosen Gebilde" (Fritsch). Dort schoss er zwar viele Tore, doch entwickelte er sich auch zum "Ich-Ich-Ich-Kicker", der das Gegenteil verkörpere, "weswegen dieses Spiel erfunden wurde", sagt Fritsch. Am Ende protestierten wütende Fans vor seiner Villa. "PSG beweist", sagt Scheler "man kann Erfolg nicht einfach kaufen." In diesem Sommer wechselte der erst 31-jährige Neymar für extrem viel Geld nach Saudi-Arabien, praktisch in den Vorruhestand. Möglicherweise, fragen sich die Hosts, sei Neymar ein Opfer des kapitalistischen Fußballsystems. Fritsch legt sich fest: "Neymar ist eine Witzfigur." **Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: ** [Neymar verliert die Nerven](https://www.sport1.de/news/fussball/2023/09/neymar-ausraster-bei-cl-debut) Neymar-Ausraster [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.
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Folge vom 13.09.2023Niclas Füllkrug und die Sehnsucht der Deutschen nach dem MittelstürmerStimmung wie im Ferienlager bei der neuen Folge von Kicken kann er, dem Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Oliver Fritsch, der in bisher keiner Folge des Podcasts gefehlt hat, ist nicht da. Die Chance für Fabian Scheler und Christian Spiller, sich endlich an die Themen zu wagen, die Fritsch nie durchgehen lassen würde. Niclas Füllkrug zum Beispiel. Mit 29 Jahren hatte er im vergangenen Jahr sein erstes Länderspiel gemacht, mit 30 wechselte er in diesem Sommer zum BVB, seinem ersten richtig großen Verein. "Er steht für Erdung und Nahbarkeit", sagt Spiller und leitet das aus Füllkrugs bisherigen Stationen ab, bei denen er mehr Spiele in der Zweiten als in der Ersten Liga gemacht hat. "Er war überall gut bis sehr gut, doch wo war er bisher?", fragt Scheler. Füllkrug hat es in den Podcast geschafft, weil der nun ehemalige Bundestrainer Hansi Flick mit ihm als zentralen Stürmer für die Nationalmannschaft plante. Die Folge wurde vor Flicks Entlassung aufgenommen, aber es gilt weiterhin: "Er verkörpert den verlorenen Sohn der deutschen Fußballfans", wie Scheler sagt. Ausführlich suchen die Hosts nach Gründen für die Sehnsucht der Deutschen nach einem Mittelstürmer. Hat es vielleicht etwas damit zu tun, dass sein Job darin besteht, das komplexe Spiel auf das radikale Minimum zu vereinfachen: das Toreschießen? Füllkrug sei sowohl Opfer der Moderne als auch ein Profiteur des Backlash, behauptet Spiller. Denn in der Ära der falschen Neun wurde er fast ein ganzes Jahrzehnt lang nicht beachtet, nun brachte ihn der Rückgriff auf den Mittelstürmer bis zur Weltmeisterschaft. Körperkontakt nimmt er nicht als Behinderung, sondern als Bestätigung seiner Arbeit. "Brachialeffizienzfußball", sagt Spiller dazu, und: "Er ist der Anti-Musiala." In Bremen spielte er jahrelang in einem System mit zwei Stürmern, ist das nach Dortmund transferierbar? Wird er überhaupt in Dortmund spielen? Und hat er sich mit dem Wechsel wirklich einen Gefallen getan? Diesen Fragen um den Dortmunder Istzustand gehen die Hosts ausführlich nach. In den Top 5 werden die besten deutschen Mittelstürmer gesucht. Mister X widmet sich einem ganz besonderen Spieler, Spielertrainer und Trainer. Und zum Abschluss verrät die Powercard, wie gut Niclas Füllkrug wirklich ist. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter fussball@zeit.de entgegen. Kicken kann er ist der Fußballpodcast von ZEIT ONLINE. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen des Podcasts finden Sie hier. **Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: ** WM in Katar: Deutschland gegen Spanien Kopfballszenen: Goal Machine in Real Life! Niclas Füllkrug: "Die einen holen Kane, die anderen Füllkrug" Fußball-WM: "Der Jedermannfußballer" DFB-Stürmer: "Mehr Niclas Füllkrug wagen" Kicker meets Dazn: Niclas Füllkrug Alle bisherigen Powercard-Werte [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.