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Ratgeber

Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

In "Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast" sprechen Tobi und Maria jede Woche Freitag über praktische Tipps, naturnahes Gärtnern, Artenvielfalt und spannende Garten-Experimente.

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Folgen von Kompost und Konfetti – der ARD Garten-Podcast

165 Folgen
  • Folge vom 04.10.2024
    #96: Kürbis anbauen, ernten und lagern
    Herbstzeit ist Kürbiszeit! Weltweit gibt es hunderte Kürbisarten und -sorten - rund 200 davon sind essbar, so wie der beliebte Hokkaido, die restlichen sind leider nur ungenießbare Zierfrüchte. Botanisch gesehen sind Kürbisse kein Gemüse, sondern Beerenfrüchte. Die Spanier haben sie im 16. Jahrhundert aus Lateinamerika nach Europa gebracht. Wie man Kürbisse im Garten anbaut, erntet und lagert, hat sich Gartenredakteurin und Kleingärtnerin Nadine Witt von Kürbisbauer Günther Linzer erklären lassen. Kleine Früchte haben festeres Fruchtfleisch und weniger Fasern sowie einen intensiveren Geschmack als große Früchte. Ein reifer Kürbis klingt beim Klopfen leicht hohl und hat einen verholzten Stiel. Die Erntezeit hängt von der Sorte und den Witterungsbedingungen ab. Nicht ausgereifte Kürbisse schmecken fad und welken, weil sich die Schale nicht vollständig ausgebildet hat. Früchte ohne Stiel können schneller faulen oder austrocknen und sind nicht lagerfähig. Kürbis sollte keine weichen Stellen oder Druckstellen haben. Sie sollten bei Temperaturen über 15 Grad Celsius gelagert werden. Minustemperaturen vertragen auch Dekokürbisse nicht. Kürbisse sind ein ertragreiches Gemüse mit den größten Früchten. Sie sind recht einfach im Anbau, man kann sie vielseitig zubereiten und gut lagern. Wer keinen Platz mehr im Beet frei hat, kann den Kürbis auf dem Kompost anbauen und sich das Düngen sparen. Kürbisse wachsen am besten an einem sonnigen, etwas geschützten Standort. Weil über die großen Blätter viel Wasser verdunstet und auch die Früchte einen hohen Wasserbedarf haben, sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Kürbisse wachsen auf humusreichen, gleichmäßig feuchten Böden und gehören zu den Starkzehrern und brauchen viele Nährstoffe. Sie sollten erst drei Wochen vor den Eisheiligen vorgezogen werden und dann ausgepflanzt werden, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist. Der Boden sollte im Frühjahr mit Kompost vorbereitet werden.
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  • Folge vom 20.09.2024
    #95: Gründüngung
    Jetzt im Herbst kann man mit Pflanzen den Boden pflegen und verbessern. Und zwar mit Gründüngung. Viele Pflanzen sind in der Lage, auch schwierige Böden, die sandig oder sehr lehmig sind, langfristig ertragreicher zu machen. Gründüngung ist in vielen landwirtschaftlichen Betrieben ein fester Bestandteil der Kulturfolge und eine wichtige Stickstoffquelle. Auch im Haus oder Kleingarten kann man die wertvolle Bodenpflege durch Gründüngung anwenden. Was sie bewirkt und wieso sie auch im eigenen Garten eingesetzt werden sollte, das hört ihr in dieser Folge. Gartenredakteurin und Kleingärtnerin Nadine Witt unterhält sich mit Isolde Keil-Vierheilig von der Bayerischen Gartenakademie über die Bodenverbesserung mit Pflanzen. Bei der Gründüngung werden spezielle Pflanzen ausgesät, um eine Bodenverbesserung zu erreichen. Genaugenommen handelt es sich nicht um Dünger, sondern eher um einen Bodenpfleger. Zum Dünger wird das Ganze erst dann, wenn die Pflanzen später in den Boden eingearbeitet werden. Das fördert das Bodenleben und den Humusaufbau und macht den Gartenboden fruchtbarer. Vorteile der Gründüngung: - Verbesserung des Bodens- Bodenbedecker: lebendige Alternative zum Mulch- Schützt vor Verschlämmung- Wurzelmasse der Pflanzen lockert und belüftet den Boden- Schwere, tonige Böden werden durch tiefwurzelnde Pflanzen aufgebrochen- Bei schnell wachsenden Gründüngern, wie Senf oder Phacelia, wird auch das Aufgehen von Unkräutern unterdrückt- Schützt in Hanglagen gegen Erosion und Nährstoffauswaschung- Leguminosen, wie Klee oder Wicken reichern Stickstoff im Boden an Wirkung von Gründüngungspflanzen: - Sonnenblume, Lupine oder Ölrettich lockern und durchlüften den Boden- Tagetes und Ringelblumen können Fadenwürmer vertreiben - Leguminosen wie Klee, Wicken oder Lupinen, liefern Stickstoff- Mehrfachnutzen: aus Ringelblume, Malve oder Sonnenblume kann man Tee machen, Senf, Kresse, Feldsalat, Spinat oder Erbsen kann man essen. Sonnenblumen, Malven, Phacelia, Klee oder Senf sind nützlich für Insekten und Nützlinge. Diese Pflanzen eignen sich als Gründünger: - Ackerbohne: Stickstoffsammler, Tiefwurzler, winterhart, Aussaat: März bis Juni- Buchweizen: Bienenweide, rasche Bodenbedeckung, Aussaat: Mai bis August- Feldsalat: winterhart, viel Wurzelmasse, Aussaat: August bis September            - Gelbsenf: schnellwachsend, gute Durchwurzelung, Aussaat: März bis September- Hafer: Aussaat: März bis August           - Kresse: schnellwachsend, Aussaat: März bis September- Inkarnatklee: winterhart, Stickstoffsammler, Aussaat: März bis August - Lein: gute Bodenlockerung, Aussaat: April bis Juli- Lupinen: Stickstoffsammler, Tiefwurzler, Aussaat: April bis August- Ölrettich: Tiefwurzler, viel Grünmasse, Aussaat: Mai bis September- Persischer Klee: Stickstoffsammler, Bienenweide, Aussaat: April bis August- Phacelia: Bienenweide, Aussaat: März bis September- Ringelblume: hilft gegen Nematoden, Aussaat: März bis August- Sommerwicke: Unkrautunterdrückung, Stickstoffsammler, Aussaat: Mai bis August         - Sonnenblume: Tiefwurzler, zieht Schadstoffe aus dem Boden, Aussaat: April bis Juli   - Spinat: winterhart, Aussaat: März bis September- Tagetes: hilft gegen Nemathoden, Aussaat: Mai bis August        - Winterraps: Tiefwurzler, winterhart, Aussaat: September bis Oktober       - Winterroggen: winterhart, gute Durchwurzelung, Aussaat: September bis Oktober          - Zottelwicke: winterhart, Stickstoffsammler, Aussaat: September bis Oktober
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  • Folge vom 06.09.2024
    #94: Efeu
    In jedem Garten sollte Efeu wachsen! Dafür plädiert der berühmte Kriminalbiologe und Insektenexperte Dr. Mark Benecke. Mit ihm hat Kleingärtnerin Nadine Witt über diese Superpflanze gesprochen. Zum Teil verschrien als Grabpflanze, bietet Efeu Nahrung und Wohnung für viele Insekten und Vögel. Efeu ist eine wertvolle Pflanze und wegen seiner Langlebigkeit ein Symbol der Liebe. Wo Efeu her kommt und noch mehr Wissenswertes, das hört ihr in dieser Folge.
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  • Folge vom 23.08.2024
    #93: Waschbär-Alarm
    Was mache ich, wenn ich einen Waschbären im Garten habe? Diese Frage beschäftigt aktuell Kleingärtnerin Nadine Witt. In ihrem Garten treibt ein Waschbär sein Unwesen und jetzt stellt sich die Frage: Was tun? Waschbären gelten in der EU als invasive Art. Sie übertragen Krankheiten, haben bei uns keine natürlichen Feinde und bedrohen als Allesfresser unser Ökosystem. Waschbären sind zudem nicht ungefährlich. Soll man mit ihnen in wilder Wohngemeinschaft leben oder sie bekämpfen? Darüber spricht Nadine Witt mit Jagdberater Thomas Werneburg in dieser Podcastfolge.
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