In der irischen Kleinstadt Tuam wird seit Mitte 2025 ein Massengrab ausgehoben. Forensiker vermuten in einem Abwassertank die Überreste von bis zu 800 Kindern. Sie starben im Mutter-Kind-Heim, das dort bis 1961 von Nonnen betrieben wurde. Insgesamt sind mehr als 57.000 Kinder in solchen Heimen zur Welt gekommen, denn uneheliche Kinder galten im katholischen Irland lange als Schande. Um Buße zu tun, wurden unverheiratete Mädchen und Frauen in Mutter-Kind-Heime geschickt, um dort ihre Kinder zur Welt zu bringen. Mit fatalen Folgen.
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Sinnliche Reportagen, nüchterne Analysen, Porträts von lebenden und historischen Persönlichkeiten, philosophische Betrachtungen existenzieller Themen, kritische Berichte zu aktuellen Fragen, sowie Lebensberatung und Aufklärung.
Folgen von Lebenswelten
56 Folgen
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Folge vom 18.01.2026Irlands verlorene Kinder - Das Grauen von Tuam
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Folge vom 14.12.2025Mein Weihnachten - Auf der Suche nach der ganz persönlichen TraditionWeihnachten ist das Fest der Traditionen. Aber was ist, wenn die Weihnachtsrituale nicht mehr zum eigenen Leben passen? Weihnachten ist auch die Zeit, Traditionen zu überprüfen und neue Rituale zu finden, mal freiwillig, mal aus Notwendigkeit. Eine Suche nach der eigenen Weihnachtstradition.
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Folge vom 07.12.2025Das Schweigen der BischöfeAntonio Messina aus Enna in Sizilien war sechzehn Jahre alt, als ein Kirchenmann anfing, ihn zu missbrauchen. Jahre später hat Messina Anzeige erstattet, nachdem er vergeblich versucht hatte, innerkirchlich Gehör zu bekommen. Doch seit seiner Anzeige wird er angefeindet, eine Journalistin, die über das Thema berichtet hat, bedroht. Und Italien schafft es immer noch nicht, den Missbrauch in katholischen Gemeinden aufzuarbeiten.
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Folge vom 30.11.2025Späte Aufarbeitung – Die vergessenen Heimkinder der DDR-BehindertenhilfeWie die Kinder in der DDR-Behindertenhilfe aufwuchsen, blieb lange unter Verschluss. Bei aller Fürsorge – auch in kirchlichen Heimen gab es Leid und Unrecht. Auch im uckermärkischen Dorf Haßleben erlebten die Kinder Schläge und Demütigungen. Nach Jahrzehnten beginnt nun die Aufarbeitung. Heute wird in einigen diakonischen Einrichtungen der Behindertenhilfe kritisch auf die eigene Arbeit zurückgeschaut.