Er schreibt über Bier und Eisenbahnfahrten, Theaterstücke und Essays – aber die wahren Schätze sind die Romane von Jaroslav Rudiš. Seit einigen Jahren schreibt der im böhmischen Paradies geborene Autor auf Deutsch, hat das deutsche Bundesverdienstkreuz genau wie die tschechische Verdienstmedaille und den Görlitzer Brücke-Preis bekommen – unter anderem für die Verständigungsarbeit zwischen Deutschland und Tschechien.Sein neuer Roman "Wo die Toten sprechen" ist eine große europäische Erzählung über das Sterben und das Reisen, die Vergangenheit und die Gegenwart, über Kunst und Erbe und die Schönheit des Unterwegsseins. Mit MDR Literatur-Redakteurin Katrin Schumacher trifft sich Jaroslav Rudiš auf dem Südfriedhof in Leipzig und spricht über die Hinfälligkeit der Nationalstaaten, das Schreiben über Grenzen hinweg, seine Leidenschaft für die Toten und wie er es schafft, ihnen Geschichten zu entlocken.Das Gespräch ist bis zum 3. Oktober 2027 verfügbar.
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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in Geschichte und Gesellschaft, Philosophie und Religion, Kulturgeschichte, Naturwissenschaften und Lebenshilfe. Und steht damit für die kritische Reflexion der Gegenwart sowie geistige Konzentration und Orientierungen über den Augenblick hinaus.
Folgen von MDR KULTUR Diskurs
41 Folgen
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Folge vom 03.10.2026Wo die Toten sprechen: Jaroslav Rudis
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Folge vom 26.09.2026Was alle Sprachen verbindet – Die weltweite "Mama"Wenn es weh tut, sagt man "au", "ah" oder "ai" – praktisch überall auf der Welt. Die Wörter für die eigene Mutter haben in allen bekannten Sprachen einen "m"-Laut. Die Forschung kennt viele solcher sprachlichen Universalien. Was folgt daraus für die Natur der Sprache und des Sprechens? Julia Nestlen im Gespräch mit dem Linguisten Johann-Mattis ListVerfügbar bis 26. September 2027
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Folge vom 19.09.2026Confusion Is Next. Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk ProskeDie Nullerjahre sind ein Jahrzehnt der euphorischen Umarmung neuer Möglichkeiten, des Individualismus und der technologisch entgrenzten Freiheit.Und der großen Enttäuschungen, die bis in unsere Gegenwart reichen.Jens Balzer im Gespräch mit Hendryk ProskeDas Gespräch ist bis 19. September 2027 verfügbar.
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Folge vom 12.09.2026Rembrandt 1632 - Die große Ausstellung jetzt in GothaRembrandt ist immer eine Reise wert und in dem Fall heißt es „auf nach Gotha ins Herzogliche Museum“. Bis zum 6. Dezember läuft dort die ambitionierte Ausstellung über Rembrandts glückliche Anfänge um das Jahr 1632 herum, als der junge, talentierte Rembrandt Van Rijn von seiner Heimatstadt Leiden nach Amsterdam zog, um sich dort in der boomenden niederländischen Metropole einen Namen zu machen. Im wahrsten Sinne, denn von nun an signierte er seine Gemälde und Grafiken nur noch mit dem Vornamen. An Selbstvertrauen mangelte es ihm offenbar nicht. Mit welchen Themen und welchem künstlerischen Profil sich Rembrandt in diesen Anfangsjahren als „Marke“ etabliert, erklärt der Kunsthistoriker Timo Trümper von der Friedenstein Stiftung Gotha, der die Ausstellung zusammen mit seinem Kollegen Justus Lange von der Hessen Kassel Heritage kuratiert hat. Ein MDR Kultur-Diskurs von und mit Stefan Nölke.