Zwölf Jahre lang waren sie das Traumpaar der Performance: Schlugen sich, verharrten 16 Stunden Rücken an Rücken, zeigten in einer dreimonatigen Marathon-Performance, dass man einander täglich acht Stunden bewegungslos anstarren kann. Zwischen 1976 und 1988 führten Ulay und Marina Abramovic am Kunstparkett einen abgründigen Pas-de-deux auf und malträtierten ihre Körper bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Die Kunstwelt verdankt ihnen Performances, die im doppelten Wortsinn unter die Haut gehen. Derzeit ist eine große Retrospektive von Marina Abramovics Werk in der Albertina modern in Wien zu sehen. Die Cukrarna in Ljubliana zeigt bis 3. Mai unter dem Titel "Art Vital - 12 Years of Ulay und Marina Abramovic" eine Ausstellung, die die kollaborative Praxis des Künstlerpaares Ulay und Marina Abramovic in den Blick nimmt.Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 19.01. 2026.
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Hier finden Sie Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen - breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autor: innen verbinden Expertise mit Alltagserfahrung, sowie Hintergrundwissen mit Reflexion. Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Astrid Schwarz, Alexandra Augustin, Ute Maurnböck. Produktion: ORF Mediencampus Wien. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg
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Folge vom 22.01.2026Positionen in der Kunst: Ulay und Marina Abramovic (1)
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Folge vom 22.01.2026Positionen in der Kunst: Julius von Bismarck (2)Er peitschte auf die Felsen eines alpinen Bergmassivs ein, erfand mit seinem "Fulgurator" eine Geheimwaffe für ausgekochte Medien-Guerilleros und installierte am Wienerberg einen 8 Meter hohen Smiley, der anzeigt, wie sich die Wiener gerade fühlen. Julius von Bismarck schafft einprägsame Bilder, die in den öffentlichen Raum ausstrahlen. Studiert hat der 42-Jährige bei Olafur Eliasson, seine Themen findet der Deutsche abseits zeitgeistiger Debattenfelder. Das Kunsthaus Wien widmet von Bismarck derzeit unter dem Titel "Normale Katastrophe" eine große Schau, die zeigt, dass die Kunst des Experiments auch sinnliche Qualitäten entfalten kann.Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 20. 01. 2026.
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Folge vom 22.01.2026Positionen in der Kunst: Tobias Pils (3)Tobias Pils ist einer der aufregendsten Maler, die Österreich derzeit zu bieten hat, weil er es schafft, seine Kunst mit Dringlichkeit auszustatten: Schlichte Formen und eine reduzierte Farbpalette genügen, um eine suggestive Ästhetik der Reduktion zu entwerfen, banale Gegenstände werden transzendiert und erhalten eine existentielle Dimension.Gestaltung: Thomas Mießgang. Gesendet in Ö1 am 21. 01. 2026.
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Folge vom 22.01.2026Positionen in der Kunst: Gerhard Richter (4)Die Medien feierten ihn als Picasso des 21. Jahrhunderts. Einer breiten Öffentlichkeit ist Gerhard Richter vor allem als teuerster Maler der Gegenwart bekannt. Die Rolle als Star eines überhitzten Kunstmarktes fiel dem scheuen Maler wider Willen zu. Im Laufe seiner Karriere hat sich der Deutsche immer wieder neu erfunden: In seinem Werk trifft Fotorealismus auf Abstraktion, expressive Farben auf monochrome Leinwände. Die Fondation Louis Vuitton in Paris zeigt derzeit die wohl größte Retrospektive, die dem vielstimmigen Werk des Künstlers jemals gewidmet war und würdigt das Lebenswerk des 93jährigen, der vom Kunstmagazin "Monopol" zum einflussreichsten Künstler des Jahres 2025 gekürt wurde.Gestaltung: Christine Scheucher. Gesendet in Ö1 am 22. 01. 2026.