Kleiner Versuch über den Sittenverfall: Der Körper und die PolitikDer Körper war immer schon Teil der Politik und vor allem von deren öffentlicher Repräsentation: Von den Inszenierungen rund um Ludwig XIV. bis zu den Slim-Fit-Optimierungen der Mediengegenwart. Körperinszenierungen tragen zu utopischen Entwürfen, gesellschaftlicher Normierung und Mythoskonstruktionen bei. Sie bieten Projektionsflächen für Identitätswünsche, Sehnsüchte und Ängste, die von politischen Visualisierungsstrategien mobilisiert werden können.Gestaltung: Thomas Miessang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 10.03.2026.
Bildung
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Hier gibt es wöchentlich neue Serien zu relevanten Wissensthemen aus allen Lebensbereichen – breitgefächert, vertiefend und orientierend. Autorinnen und Autoren verbinden fachliche Expertise mit Alltagserfahrung sowie Hintergrundwissen mit Reflexion und eröffnen neue Perspektiven auf aktuelle Fragen unserer Zeit.Redaktion: Ina Zwerger, Ulrike Schmitzer, Monika Kalcsics, Ute Maurnböck, Astrid Schwarz.Produktion: ORF Wissen. Weitere Informationen: https://oe1.orf.at/radiokolleg
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Folge vom 11.03.2026Benehmt euch! (2)
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Folge vom 11.03.2026Benehmt euch! (3)Kleiner Versuch über den SIttenverfall: Rüpeln, Pöbeln, Granteln.Seit Corona ist es besonders evident geworden: Gute Sitten sind old school, Höflichkeit war gestern. Wenn man an das Geschrei und Vogelzeigen im Straßenverkehr denkt, vor allem im beliebten Match Auto- gegen Radfahrer, wenn man sich die Verwahrlosung der Austauschformen in den Kommentaren von social media an neuralgischen weltgeschichtlichen Punkten wie dem Gaza-Krieg vor Augen führt, dann besteht wenig Hoffnung für ein gedeihliches zukünftiges Zusammenleben verfeindeter gesellschaftlicher Subgruppierungen. Die Beleidigung hat längst das faktenbasierte Argument ersetzt. Gestaltung: Thomas Miessang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 11.03.2026.
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Folge vom 11.03.2026Benehmt euch! (4)Was tun gegen den Sittenverfall?Es wäre naiv, zu glauben, dass bessere Umgangsformen zwangsläufig eine bessere Politik zur Folge hätten - das gibt die derzeitige Weltlage einfach nicht her. Aber eine Verbesserung des Diskurses durch Einhaltung bewährter Konventionen würde zumindest wieder einen Hauch von Rationalität in ein zunehmend erratischeres Weltgeschehen bringen und damit den Aspekt der deliberativen Demokratie, wie sie Jürgen Habermas beschrieben hat, stärken: dass nämlich durch Beratschlagung gemeinsame, möglichst konsensuale Entscheidungen getroffen werden.Gestaltung: Thomas Miessgang, Christoph Winder. Redaktion: Ulrike Schmitzer
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Folge vom 09.03.2026Frauen mit Courage: Anna Peczenik (1)1.400 Österreicherinnen und Österreicher kämpften im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) gegen den Faschismus. Auch 34 Frauen hatten sich den Internationalen Brigaden im Kampf gegen Franco angeschlossen. Anni Peczenik ließ 1937 ihre damals dreijährige Tochter Hanja bei ihrer Großmutter zurück, um sich den Interbrigadisten im Kampf für die Spanische Republik anzuschließen. General Franco hatte 1936 geputscht und einen dreijährigen Bürgerkrieg ausgelöst, der 1939 mit einer Diktatur endete. Irene Filip vom Spanienarchiv am Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes erforscht seit Jahren die Lebenswege der kämpferischen Frauen. Einige von ihnen wurden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Konzentrationslagern interniert, so auch Anna Peczenik, die Mutter von Hanja Levitan. Peczenik wurde 1944 im Konzentrationslager Buchenwald ermordet.Gestaltung und Redaktion: Ulrike Schmitzer. Gesendet in Ö1 am 2. 03. 2026.