Trotz Regenbogenflagge auf dem Dach wurden CSD-Teilnehmende mit Flaggen vom Sicherheitsdienst der Europapassage abgewiesen oder zum Einrollen aufgefordert. Hamburg Pride kritisiert widersprüchliche Aussagen des Center-Managements und fordert, dass gelebte Werte nicht beim Schmücken der Fassade enden dürfen. – Pressesprecher Manuel Opitz erläutert im Interview, dass Hamburg Pride dies nicht hinnehemen will und wie eine Verbesserung der Situation im nächsten Jahr erreicht werden soll.
UPDATE 10.08.2026: Inzwischen liegt auch auf Anfrage unseres Schwesterradios Prideradio Berlin eine Stellungnahme des Managements der Europa Passage vor: Der Betreiber beschreibt, wie es dazu kam, entschuldigt sich und will in Absprache mit Hamburg Pride fürs nächste Jahr ein besseres Sicherheitskonzept erarbeiten. – Geschäftsführer Karsten Bärschneider schreibt an Prideradio Berlin:
Vielen Dank für Ihre Anfrage 5.8.2026 und dass Sie uns damit die Möglichkeit geben, auf die Vorwürfe zu reagieren.Die Europa Passage hatte Ihre Sicherheitsmaßnahmen und die Anzahl der Sicherheitskräfte aufgrund des zu erwartenden hohen Besucheraufkommens im Zusammenhang mit dem CSD deutlich erhöht. Hierbei wurden parallel zu dem eingeführten Center-Sicherheitsteam zusätzliche „ortsfremde“ Sicherheitsmitarbeiter eines Subunternehmens eingesetzt. Wie wir mittlerweile wissen, resultierten hieraus unterschiedliche Wissensstände und offenbar auch Unklarheiten bei den jeweiligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welche genauen Regelungen für den Zugang zum Center an einem Tag mit so hohen Besucherzahlen und besonderen Sicherheitsvorkehrungen gelten, und welche Gegenstände aus Sicherheitsgründen nicht mit ins Center gebracht werden dürfen.Das „Sicherheitsproblem“ bei mitgebrachten Gegenständen stellt in aller Regel auch nicht die Fahne „an sich“ und auch nicht die damit verbundene Symbolik dar, sondern vielmehr die häufig genutzten langen Fahnenstangen aus Plastik, Holz oder Metall. Diese wurden leider in der Vergangenheit bereits mehrfach hier im Center als Hieb- bzw. Stoßwerkzeuge eingesetzt. An Tagen mit vielen Besuchern versuchen wir solche Risiken zu minimieren. Aufgrund dieser unklaren Vorgaben haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Zugangskontrollen an den verschiedenen Eingängen unterschiedlich durchgeführt. In vielen Fällen wurden diese besonders restriktiv gehandhabt. Von Seiten einiger Sicherheitskräfte wurden die Vorgaben deutlich überinterpretiert, Kompetenzen überschritten und sogar verbale und körperliche Gewalt ausgeübt. Das ist fraglos völlig inakzeptabel und so wurden bereits personelle Konsequenzen mit dem Sicherheitsunternehmen besprochen und veranlasst. Es gab darüber hinaus keine konkreten Anweisungen, insbesondere keine Anweisung, dass Fahnen, Transparente oder andere Accessoires oder Kleidungsstücke im Rahmen des CSD nicht mitgeführt oder in das Center mitgebracht werden dürfen. Sobald ich als Center Manager von diesen Unklarheiten und den in verschiedenen Fällen verweigerten Zutritten zu unserem Center erfahren hatte, habe ich umgehend reagiert und klargestellt, dass es kein Verbot für das Mitführen von Fahnen, Transparenten oder dergleichen im Center gibt. Selbstverständlich auch nicht in Bezug auf Regenbogen-Flaggen oder Flaggen mit LGBTQ+-Symbolik und somit auch keine Grundlage existiert, einzelnen Besucherinnen oder Besuchern den Zutritt zu verweigern.Ich habe am Montagabend eine persönliche Entschuldigung formuliert und über unsere Social-Media-Kanäle veröffentlicht und versucht zu erklären, wie es zu den beschriebenen Vorfällen kommen konnte. Nach meinem Eindruck ist zumindest die Reaktion auf dieses offene Statement vorsichtig positiv und von der Hoffnung geprägt, dass jetzt auch inhaltlich alles aufgearbeitet wird. Das ist unser Ziel! Wir wollen sicherstellen, dass solche Vorfälle für die Zukunft in der Europa Passage ausgeschlossen sind. In der Zwischenzeit konnte ich Kontakt zum Team Pride-Hamburg herstellen. Insbesondere geht es hierbei einerseits darum, mich bei den Organisatoren des CSD zu entschuldigen, die Vorkommnisse aufzuarbeiten und andererseits ist dies der Versuch verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen. Wir werden gemeinsam mit meinem Centerteam in Zukunft bessere, klarere und eindeutigere Vorgaben machen und diese kommunizieren. Zudem führen wir weitere Gespräche mit dem Sicherheitsdienstleister, um hierdurch unsere Erwartungshaltung klarer zu transportieren.Wir möchten uns bei allen Betroffenen für das Verhalten und den entstandenen Eindruck entschuldigen und Ihnen versichern, dass die Europa Passage sich als offenes, vielfältiges und diskriminierungsfreies Haus versteht und alle Menschen willkommen heißt. Das entspricht auch unserer grundsätzlichen Haltung als Unternehmen und somit für alle von der ECE betriebenen Center: So stehen wir mit unseren Werten und unserer Unternehmenskultur für Offenheit, Toleranz, Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit. Diversität ist für uns als international aktives Unternehmen selbstverständlich. Jegliche Form von Diskriminierung hat keinen Platz bei uns im Unternehmen und gilt für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie auch für unsere Geschäftspartner und Dienstleister. Diese Grundsätze sind auch in unserem Verhaltenskodex (Code of Conduct) festgehalten und Teil unserer Unternehmenswerte, die sie auf unserer Website einsehen können: : Code_of_Conduct_ECE_DE.pdf sowie Unternehmenskultur- ECEDer Vollständigkeit halber erlauben Sie den Hinweis, dass die ECE ein eigenständiges Unternehmen ist und nicht zur Otto Group oder zum Unternehmen Otto gehört.Mit freundlichen Grüßen / Kind regardsKarsten BärschneiderCenter Manager Europa Passage Hamburg
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Folge vom 08.08.2026CSD-Straßenfest: Regenbogenflaggen in Europa Passage unerwünscht
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Folge vom 08.08.202625 Jahre Lebenspartnerschaftsgesetz: Feier bei Hein&FieteAm 1. August 2001 trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Kraft. Zum 25. Jubiläum lud der Checkpoint Hein&Fiete zu einer Feier mit Reden, Torte und kalten Buffet. Lutz Johannsen, Mitinitiator der „Hamburger Ehe“ (1999), erinnerte an den Kampf um Gleichberechtigung und mahnte, Errungenschaften aktiv zu verteidigen. – Redner:innen waren Eva Gümbel (Staatsrätin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung), Florian Wieczorek (LSVD+), Wolfgang Preussner und Lutz Johannsen.
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Folge vom 08.08.2026Pink Channel Nachrichten 08.08.2026Mit Wolfgang Krömer – Thorsten Frei lehnt Schutz queerer Menschen im Grundgesetz ab – Berliner Polizei beendet Betreuungsangebot am CSD-Anschlagsort – Geldstrafe wegen rechtsradikaler Tattoos bei CSD-Gegendemo in Hessen – Uni Düsseldorf verteidigt umstrittene Vorlesung zu Transidentität – Dragqueen-Lesung für Kinder in Augsburg erfolgreich, trotz Protest von Rechtsradikalen
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Folge vom 08.08.2026Comiczeichner Ralf König im InterviewZum CSD Hamburg las Ralf König im Thalia Nachtasyl. Im Anschluss sprach er im Interview mit thomas Diedrichs über seine künstlerischen Anfänge in den 80er-Jahren, den Wandel seines Zeichenstils und sein aktuelles Buch „Pflaumensturz und Sahneschnitten“. Aktuell arbeitet er an einer schwulen Version der Nibelungen.