Pflegen und Wohnen Marienthal im Bezirk Wandsbek durchläuft derzeit die Zertifizierung nach dem Konzept von Lebensort Vielfalt Berlin für queersensible Pflege – sichtbar durch die Regenbogenflagge, Informationsmaterial und Community-Symbole, aber auch inhaltlich durch die Anpassung sämtlicher Konzepte an die 150 Items des Standards. Direktorin Jasmin Jahnke betont, dass queersensible Pflege bisher in keinem Lehrplan verankert ist und queere Menschen sich in Pflegeeinrichtungen oft ständig outen oder erklären müssen – dabei wünschen sie sich schlicht einen sicheren, diskriminierungsfreien Ort, einen Safe Space. Pflegerin Jacqueline sieht die Zertifizierung als längst überfällige Chance und schätzt, dass sie als Arbeitnehmerin so sein kann, wie sie ist. Gelebte Vielfalt zeigt sich im Alltag durch Drag-Shows, Kinonachmittage zu queeren Themen und ein Begegnungskaffee mit der Community, das so gut ankommt, dass der Raum nicht mehr ausreicht. Bereits heute leben queere Menschen im Haus und künftig soll es einen Schwerpunktwohnbereich als Safe Space geben. Die Resonanz der übrigen Bewohnerschaft ist durchweg positiv: Offenheit und Neugier statt Ablehnung – ein „wunderbares Miteinander“, wie Jahnke sagt.
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Pflegen und Wohnen Marienthal – Langversion
Die Einrichtung Pflegen und Wohnen in Hamburg strebt unter der Leitung von Direktorin Jasmin Jahnke eine Zertifizierung als queerfreundliche Pflegeeinrichtung an. Seit einem Jahr läuft der Prozess, in dem Konzepte zu diversitätssensibler Sprache und Pflege überarbeitet werden. Ziel ist ein diskriminierungsfreier Safe Space für LGBTQ+-Bewohner, die dort ihre Identität ohne Erklärungszwang leben können. Die Mitarbeitenden, darunter Jacqueline, begrüßen die Initiative ausdrücklich.
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