Mit Wolfgang Krömer. – Ein ICE-Beamter erschießt in den USA eine queere Frau – Proteste folgen. • Julian Reichelt verliert erneut vor Gericht wegen Falschbehauptungen über den Queerbeauftragten Alfonso Pantisano. • In Berlin wird ein Influencer bei einem homophoben Überfall verletzt. • Die Linke kritisiert die Bundesregierung wegen Untätigkeit gegen queerfeindliche Gewalt. • In Belgien wird ein Täter nach einer homophoben Attacke verurteilt. • Nach dem Coming-out einer Figur in Stranger Things gibt es eine homophobe Onlinekampagne.
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Folge vom 10.01.2026Pink Channel Nachrichten 10.01.2026
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Folge vom 10.01.2026Queere Grab- und Gedenkstätte in Berlin im AufbauAuf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg entsteht eine queere Grab- und Gedenkstätte. Der Künstler Ulrich Vogl gestaltet eine farbige Ziegelmauer mit Gedenktafeln und einem „Kissing Stone“, an dem Besucher Küsse hinterlassen können. Ein digitales Gedenkbuch soll die Geschichten der Verstorbenen bewahren. – Aus einem Studiogespräch von Prderadio Berlin. Foto: Jörg Litwinschuh-Bartel (Stiftung Reerdigung), Marcel de Groot (Schwulenberatung Berlin), Thomas Diedrichs (Prideradio), Ulrich Vogl (Künstler, re. im Bild) – Sendung bei Prideradio hier Zusammenfassung: Der Künstler Ulrich Vogl realisiert einen Mauerabschnitt von zehn Metern Länge und drei Metern Höhe aus 27 unterschiedlich gebrannten Ziegelarten, deren Farbverlauf dezent an einen Regenbogen erinnert und zugleich in das historische Ziegelformat des Friedhofs eingebunden ist.Einzelne Ziegel springen hervor und bilden kleine Podeste, an denen Namensplaketten angebracht und Blumen oder Kerzen abgelegt werden können; für Gedenkfeiern sind symbolische Gesten wie rote Rosen im Sommer oder Kerzen im Winter vorgesehen.Ein „Kissingstone“ aus rosé geädertem Kalkstein ermöglicht Lippenstift-Küsse, die dauerhaft sichtbar bleiben, angelehnt an bekannte Gräber in Paris; bei Feiern sollen Lippenstifte bereitliegen.Ergänzend entsteht ein digitales Gedenkbuch mit biografischen Informationen und Fotos, um die persönlichen Geschichten hinter den Namen langfristig zugänglich zu machen und queere Geschichte lebendig zu halten, später auch in gedruckter Form.Ulrich Vogl versteht die Arbeit als Teil von Kunst im öffentlichen Raum, die explizit in die Gesellschaft hineinwirkt; der Ort ist bereits mit queerer Geschichte verknüpft, u.a. durch ein großes AIDS‑Grab und prominente Gräber wie Rio Reiser.
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Folge vom 10.01.202610. Todestag von David BowieZum zehnten Todestag erinnert Pink Channel an David Bowie: den Musiker, Performer und Stilrebellen, der mit Figuren wie Ziggy Stardust und Songs wie Heroes die Popkultur prägte. Sein Mut zur Veränderung wirken bis heute fort. David-Bowie-Webseite – Foto: David Bowie – Sound and Vision Tour – 5. September 1990 – Zagreb. Les Zg, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons.
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Folge vom 03.01.2026Klaus Lederer will queere Orte in Berlin rettenDer Berliner LINKEN-Politiker Klaus Lederer spricht über das Verschwinden queerer Orte in Berlin, die Ursachen steigender Mieten und sein Konzept eines Sicherungsfonds, der bedrohte Treffpunkte, Bars und Clubs unterstützen soll. – Foto von Ben Gross. Zusammenfassung: Klaus Lederer nennt im Interview mehrere Argumente und Begründungen für seine Initiative zum Schutz queerer Orte in Berlin: Verschwinden queerer Orte: In den letzten Jahren schließen immer mehr Bars, Clubs und Treffpunkte, während kaum neue entstehen. Sozioökonomische Ursachen: Explodierende Gewerbemieten, steigende Lebenshaltungskosten, höhere Löhne und verändertes Ausgehverhalten machen den Betrieb solcher Orte zunehmend unwirtschaftlich. Fehlende Unterstützung: Der Senat habe bei bedrohten Projekten wie dem „Schwuz“ tatenlos zugesehen; mit rechtzeitiger Hilfe zur Umstrukturierung hätte eine Insolvenz vermieden werden können. Vorschlag eines Sicherungsfonds: Ein Fonds soll queere Orte in finanziellen Notsituationen übergangsweise stützen, damit sie sich an neue Bedingungen anpassen können. Förderprogramme für Clubs und Kulturorte: Auch kommerzielle Clubs mit kuratierten Programmen könnten über Kulturförderung entlastet werden. Rolle der Stadt: Landes und Bezirksverwaltungen sollen bei drohendem Raumverlust vermitteln, mit Vermieter:innen sprechen und, wo möglich, eigene Räume bereitstellen. Gesellschaftliche Bedeutung: Queere Orte sind Safe Spaces, Begegnungs und Kulturorte, die Teil der städtischen Vielfalt sind und daher öffentliche Unterstützung verdienen. Kritik an Symbolpolitik: Regenbogenfahnen und PR Gesten reichen nicht; es brauche materielle Hilfen und politische Taten. Langfristige Perspektive: Queere Communitys müssten ebenfalls überlegen, wie sie selbst zum Erhalt ihrer Orte beitragen können – etwa durch neue Beteiligungs oder Finanzierungsmodelle.