Religiös
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QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.
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Folge vom 04.04.2023[Liebe] Tag 2 – «Dein Wille geschehe»«Die Seele gelangt zu einer lauteren Gottesliebe, indem sie nur noch um Gottes Willen handelt.» Manchmal erfahren wir die volle Härte des Lebens. Wir finden uns alleine im Ölgarten. Doch allein sind wir nie; gerade in den Notsituationen ist unser Gott bei uns. In Gethsemani erfährt Jesus die ganze Last menschlicher Abgründe. Freiwillig nimmt Er dies auf sich, um mit uns mitzufühlen, um uns Vorbild zu sein, um uns zu erlösen. Er fällt auf die Erde nieder und betet: «Abba, Vater...» Auch wenn Gott sich unserem Erkennen entzieht, ist Er doch immer bei uns – gerade in den schwierigsten Momenten. Es ist erstaunlich, wie Jesus in seiner Todesangst betet: genauso wie früher, als er zusammen mit seinen Jüngern war, als das Leid noch entfernt war: «Dein Wille geschehe» - im «Vater unser» und in Gethsemani. Das ist Liebe: sie schaut nicht auf sich selbst, auf den eigenen Komfort, auf das eigene Wohlergehen; sie schaut auf das Wohl des Geliebten. - - - Zurichtung des Schauplatzes: Wir folgen mit der Kirche Christus nach Gethsemani. Das Evangelium der Passion nach Markus beginnt mit der Todesangst Jesu im Ölgarten, als er den Vater bittet, der Kelch möge an ihm vorüber gehen; doch Jesus betet: «Non quod ego volo, sed quod tu. / Nicht was ich will, sondern was du willst». Versuchen wir, uns in das Innerste, das Herz Jesu, einzufühlen. Seien wir bei ihm in der Stunde, die sein Leiden einleitet. Punkt 1 – Die menschliche Todesangst Christi: Die Furcht vor dem schweren Leiden, die Abscheu vor den Sünden, die Er auf sich nimmt, die Trauer darüber, dass Sein Tod für viele vergeblich sein wird – seine menschliche Natur kann nicht anders, als sich vor dem kommende Leid zu fürchten. Freiwillig nimmt Er dies auf sich. Punkt 2 – Das Gebet: Trotz aller Pein, die sein Herz erfasst, von allen verlassen, unter Blutschweiß spricht Er Sein Ja zum Willen des Vaters. «Abba, Vater...» – dies ist der Ausweg, der dem Menschen immer bleibt. Auch wenn Gott sich unserem Erkennen entzieht, ist Er doch immer bei uns – gerade in den schwierigsten Momenten. Punkt 3 – Die Liebe schaut auf den Geliebten: «Dein Wille geschehe» - im «Vater unser» und in Gethsemani. Aus Liebe zu Gott und zu uns betritt Christus willentlich den Weg der Selbstentsagung und des Verzichtes auf den eigenen Willen. Gespräch mit Jesus Christus über Seine demütige Opfergesinnung und sein liebendes Vertrauen zum Vater in aller Pein: «Dein Wille geschehe». Bitte, Ihm darin folgend zu dürfen.
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Folge vom 03.04.2023[Liebe] Tag 1 – «Lieben ist Dienen»Wer liebt, der versucht nicht, seine Macht anderen gegenüber auszuüben. Er versucht mit all seiner Kraft, dem Geliebten zu dienen. Edith Stein sagt: «Wer Gott erkennt, der kann nicht anders, als ihn lieben, wer ihn liebt, kann nicht anders, als ihm dienen.» Werfen wir einen Blick auf die zentralen Personen des Evangeliums. Marias Herz ist erfüllt mit der Liebe zu Jesus. Wovon ihr Herz erfüllt ist, das äußert sich in der Tat. Ihre Liebe erhebt sie nicht über andere, sondern lässt sie vor den Füßen ihres Erlösers niederknien. Der Gegenpol zu Maria ist Judas. Er stört sich an ihrem Verhalten und sucht nach nichtigen Gründen, sie zu kritisieren. In seinem Herzen hat der Teufel Wohnung genommen und spricht dort sein «non serviam» – «ich will nicht dienen». Jesus nimmt Maria vor Judas in Schutz: «Die Gewaltigen stürzt er vom Thron und erhöht die Niedrigen», heißt es im Magnifikat der Gottesmutter. Wie muss sich die fromme Frau gefühlt haben, als sie Anerkennung und Hilfe bei Jesus fand. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Jesus Christus schauen, der nach Bethanien kommt, wo Lazarus, Maria und Martha wohnen. «Da nahm Maria ein Pfund kostbaren Salböls von echter Narde, salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füsse mit ihren Haaren.» (Joh 12,1-9) Punkt 1 – «Wovon das Herz erfüllt ist, …»: «…das äußert sich in der Tat.» Maria von Bethanien bringt im Dienen ihre Liebe zum Ausdruck. Denn wer Gott liebt, kann nicht anders als ihm dienen. Punkt 2 – Ich will nicht dienen: Judas stört sich an der Freude seines Nächsten und verbreitet Missgunst und Unmut. «Das sagte er aber nicht, weil ihm etwas an den Amen lag, sondern weil er ein Dieb war.» Die Sünde verstellt den Blick, macht unfähig zum Dienst an Gott und an den Menschen – sie reflektiert das teuflische «ich will nicht dienen». Punkt 3 – «Der Herr erhöht die Niedrigen»: Schließlich schauen wir auf unseren Herren. Es sieht so aus, als ob Er sich bedienen lässt. In Wirklichkeit erhebt Jesus den Menschen, der sich vor ihm erniedrigt. Wie muss sich die fromme Frau gefühlt haben, als sie Anerkennung und Hilfe bei Jesus fand? Gespräch mit Maria, der Muttergottes die dem Herrn den schönsten Lobpreis in ihrem Magnifikat singt. Und mit Jesus Christus, der meine kleinen Dienste der Liebe mit seiner heiligen Hingabe vereint und ihnen so unendlichen Wert verleiht.
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Folge vom 02.04.2023[7 Woche] Sonntags-Gespräch über die Liebe«Wer bist Du, Licht,das mich erfülltund meines Herzens Dunkelheit erleuchtet?» In der siebten und letzten Woche lernen wir die Tugend der Liebe kennen. Vorstellen wird uns diese Tugend Bože Serdarušić. Als Kind der kroatischen Gemeinde in Koblenz, der schönsten (und einzigen) Stadt an Rhein und Mosel aufgewachsen und studierte vor seinem Eintritt ins Seminar schon einmal Theologie. Er weist darauf hin, dass gerade heute eine große Verwirrung um das Wort «Liebe» herrscht. Während die deutsche Sprache nur eine Bezeichnung für die Liebe hat, kennen die alten Sprachen verschiedene. Im Latein kennen wir «amor» für die körperliche, sinnliche Liebe – eben das, worauf heute die Liebe oft reduziert wird. Es gibt die «dilectio» – also die auswählende Liebe, die Freundesliebe. Und die «caritas» – die göttliche Liebe, resp. die Tugend der göttlichen Liebe, um die es in dieser Woche gehen wird. Ausgehend von der hl. Schrift zeigt er uns die drei wichtigsten Aspekte der Liebe auf: Die Liebe ist Hingabe, sie ist die christliche Vollkommenheit und sie ist gleichsam die Zusammenfassung des ganzen Gesetzes. Er gibt uns ein einfaches Bild: Die Liebe ist wie die Schnur des Rosenkranzes, die alle Perlen, also die anderen Tugenden, miteinander verbindet. Die Liebe zeigt sich in unseren Taten, dass wir nicht müde werden, Gott und den Anderen zu dienen. Diese Liebe ist immer frei, denn Gott gibt uns den freien Willen: «Dein Wille geschehe» sagt Jesus, oder «Mir geschehe nach deinem Wort» die allerseligste Jungfrau. Eindrücklich zeigt sich dies im Lebenszeugnis der hl. Edith Stein, der geistlichen Meisterin dieser Woche. Sie ist eine Heilige der Karwoche, an ihrem Leben wird sie gleichsam gegenwärtig. Sie sagt: «Die Liebe ist in ihrem letzten Sinn nach Hingabe des eigenen Seins und Einswerden mit dem Geliebten.» Aufgabe der Woche: Für die letzte Woche in dieser Fastenzeit haben wir eine doppelte Aufgabe: Wir wollen uns vornehmen, jeden Tag gezielt ein Werk der Nächstenliebe zu tun. Es muss nicht groß oder aussergewöhnlich sein. Wichtig ist die Motivation, dass wir es aus Liebe zu Gott und dem Nächsten tun. Es ist gut, sich darauf oft zu besinnen: «Jetzt tue ich das, was ich mache, aus Liebe.» So erhalten selbst die kleinsten Dinge einen unendlichen Wert. Und wir wollen in dieser Woche bewusst, wie dies die hl. Edith Stein oft gemacht hat, die Stille aufsuchen und das Kreuz Christi betrachten. «Bei uns zu wohnen» – wie der hl. Augustinus sagt. - - - Follow / Folgen: Telegram: https://t.me/QuadraCast YouTube: http://bit.ly/3kXm9SG Apple Podcast: https://apple.co/3Hvf2Zh Spotify: https://spoti.fi/3HwDI3R Google Podcast: http://bit.ly/3Y2zrMi Amazon Music: https://amzn.to/3DCFj6S
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Folge vom 01.04.2023[Hoffnung] Tag 6 – «Die Hoffnung auf den Sieg»Die christliche Hoffnung hat bestimmte Merkmale, die uns besser verstehen lassen, was sie ist. Erstens: Die christliche Hoffnung ist übernatürlich. Wir hoffen in erster Linie auf die ewige Seligkeit. Wir hoffen auch auf zeitliche Dinge, aber nur insofern, als sie ein Mittel zur ewigen Glückseligkeit sind. Und auch der Grund unserer Hoffnung ist nicht in erster Linie unsere eigene Kraft, sondern die Allmacht Gottes. Unsere Mitarbeit ist zwar unverzichtbar, aber sie allein ist nicht in der Lage, das Ziel unserer Hoffnung zu erreichen. Zweitens: Die christliche Hoffnung ist wirksam und lebendig. Wir warten nicht nur auf Gottes Verheißung, wir handeln auch danach. Eine echte Hoffnung hält uns am Leben, sie hält uns in Spannung, denn es kann immer und überall schief gehen. Drittens: Die christliche Hoffnung ist eine feste Hoffnung. Gottes Verheißung ist wie ein Anker, den Christus im Himmel befestigt hat, so dass auch wir Ihn eines Tages erreichen werden. Gott wird uns niemals loslassen. Gehen wir also hohen Herzens und entschlossen weiter auf dem Weg durch diese Fastenzeit, in dem Bewusstsein, dass auch wir eines Tages mit Ihm verherrlicht werden, wenn wir unseren Teil zum Leiden Christi beitragen - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Jesus Christus schauen, der hingegangen ist, uns einen Platz beim Vater zu bereiten und der wiederkommen wird. So versichert er seinen Jüngern, damit «wo ich bin, auch ihr seid.» (Joh 14,2) Punkt 1 – übernatürliches erhoffen: Unser Ziel, unsere Heimat ist der Himmel: die drei göttlichen Personen in unendlicher Herrlichkeit und Harmonie, umgegeben von den Engeln und Heiligen. Punkt 2 – wirksam und lebendig: Diese Hoffnung prägt unser Leben – wie es uns seine Jünger und Heilige durch die Jahrtausende vorlebten. Seine Berufung bringt eine Trennung von vielem, aber sie führt uns zu neuen Horizonten, neuen Familien, neue Tätigkeiten für das Gottesreich. – Anwendung auf mein Leben. Punkt 3 – fest verankert in Gott: Der Grund unserer Hoffnung ist Seine Zusage. Christus hat die Welt überwunden. «Auferstanden bin ich und nun immer bei dir» (Osterintroitus) Er bleibt bei uns, auf allen unseren Wegen, in allen Nöten und Bedrängnissen uns Licht und Kraft spendend. Gespräch mit Jesus Christus und Maria, über meinen bevorstehenden Weg. Bitte darum, nicht mehr aus der Verbundenheit mit Ihm herauszufallen.