Religiös
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QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.
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Folge vom 19.03.2023[5 Woche] Sonntags-Gespräch über den Glauben«Fulton, glaubst du an Gott? Ich meine praktisch, nicht theoretisch.» Mit der fünften Woche wenden wir uns der ersten der theologischen Tugenden zu – dem Glauben. Und das passend am Fest des Hl. Josef, dem schweigsamen Vorbild des Glaubens. Vorstellen wird uns diese Tugend Stjepan Androić. Aus Kroatien stammend hat er die englische und russische Sprache und Literatur an der Universität in Zagreb studiert, bevor er vor vier Jahren hier in Wigratzbad eintrat. Die Kirche lehrt uns, dass der Glaube für unser Heil notwendig ist und uns bei der Taufe als eine übernatürliche Gabe geschenkt wird. Er ist gleichsam ein Eingangstor für das Wirken Gottes in der Seele. Sowie das Licht der Sonne ins Haus nur durch ein Fenster eingehen kann, sonst bleibt das Haus im Dunkeln, so kann Gott nur durch das Fenster des Glaubens eine Seele beleuchten und ihr das Heil schenken. Obwohl wir mittels des Lichtes der natürlichen Vernunft erkennen können, dass Gott ist und es unserer Mitwirkung bedarf, können wir ohne Ihn keinen Fortschritt machen. Denn die Vernunft ist wie eine Vorhalle und Eintrittstür des schönen Palastes des Glaubens, in den wir durch das Sakrament der Taufe eingehen. Die Vorhalle ist nicht der Palast selbst. Wer in der Vorhalle eines Palastes verweilt, wird die ganze Schönheit des Palastes nie sehen. Wer aber weitergeht wird bald Einsicht gewinnen, dass sogar diese Vorhalle ihren Platz innerhalb des ganzen Palastes hat, denn ohne sie hätte man den Zugang zum Rest des Palastes nie finden können. Die Schönheit des Glaubens lernen wir am Beispiel und an den Predigten von Fulton Sheen kennen, der mit seinen Fernsehpredigten Millionen von Menschen jede Woche erreichte und bis heute die einzige religiöse Person ist, die ein Emmy Award gewonnen hat. Aufgabe der Woche: Wir wollen uns in dieser Woche besonders bewusst machen, dass wir uns mit unserem Gebet an eine Person, an Gott wenden, die uns in der Vergangenheit seine Nähe hat erfahren lassen und dies auch in Zukunft will. Vielleicht können wir uns auch an einen Moment erinnern, in dem wir gezweifelt haben, dass Gott unser Gebet erhören würde – und wir es dann doch erfahren haben. Durch dieses dankbare Erinnern können wir in uns das Vertrauen erneuern und lebendig halten. - - - Follow / Folgen: Telegram: https://t.me/QuadraCast YouTube: http://bit.ly/3kXm9SG Apple Podcast: https://apple.co/3Hvf2Zh Spotify: https://spoti.fi/3HwDI3R Google Podcast: http://bit.ly/3Y2zrMi Amazon Music: https://amzn.to/3DCFj6S
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Folge vom 18.03.2023[Klugheit] Tag 6 – «Über den richtigen Moment.»Nach rot und orange schalten wir heute die Ampel auf Grün: Die Ampel, die uns hilft, Entscheidungen klug zu treffen. Der Befehl ist eigentlich das Wichtigste der Klugheit. Es ist das Ziel der beiden vorhergehenden Phasen. Denn man kann noch so scharfsinnig beraten und urteilen: Wenn das Ganze nur Theorie bleibt und nicht umgesetzt wird bringt es nichts. Auf den ersten Blick tönt es einfach. Aber warum hält man seine Vorsätze nicht? Oder warum schiebt man deren Erfüllung immer weiter hinaus, vor sich hin? Gute Vorsätze sollen nicht nur fest, sondern auch konkret und gut machbar sein. Bei der Entscheidung soll die Ausführbarkeit auch sicher sein. Man soll also die konkreten Mittel kennen, die es für die Umsetzung braucht. Wenn man so entschieden hat, hat man schon einen festen Plan für die Umsetzung. Das ist eine bessere Voraussetzung für einen Erfolg, wie wenn der Entscheid nur ein diffuses Möchten ist. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus und Zachäus blicken, wie er Christus sein großmütiges Angebot vorträgt. «Siehe, Herr, die Hälfte meines Besitzes gebe ich den Armen, und habe ich jemand um etwas betrogen, will ich es vierfach erstatte. Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren.» (Lk 19,1-10) Punkt 1 – Nur nicht heute; Stell dir vor, Zachäus verspricht es, würde es aber immer wieder hinausschieben bis zur Todesstunde, oder erst kurz davor. Punkt 2 – Aber nur, wenn; Stell dir vor, Zachäus verspricht es, würde aber auf die für ihn perfekten Umstände warten. Er will Gott dahinziehen, wohin er selbst will. Er will sich zwar hingeben und dienen – aber nur auf die Art und Weise, wie er selbst es will. Punkt 3 – Der Moment der Gnade; Stell dir vor, Zachäus verspricht es und packt die Gelegenheit beim Schopfe, wie Gott sie in seiner Vorsehung schickt. Er versucht das Geld nur so zu wollen, wie Gott es will. Gespräch mit Jesus Christus, er möge mir helfen, den Moment der Gnade zu nützen, großherzig und allein im Vertrauen auf ihn.
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Folge vom 17.03.2023[Klugheit] Tag 5 – «Ein Herz, um zu entscheiden»In der heutigen Zeit haben viele Menschen Schwierigkeiten, wichtige und folgenschwere Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Man hat Mühe, eine definitive Entscheidung wie z.B. zu heiraten zu treffen und schiebt sie daher einfach vor sich her oder weicht ihr aus. Eine klare und feste Perspektive über den Tod hinaus kann hilfreich sein, also die Perspektive, dass das Leben vor dem Tod im Vergleich zur Ewigkeit nur ein Augenblick ist. So ist man schneller bereit, sich mit einem einfachen, hochherzigen und demütigen Herzen zu entschließen, das Gute zu tun. Das ist klug, denn so kommt man mit großen Schritten voran in Richtung Ziel. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus blicken, der seine Jünger lehrt, also auch mich. Der Auftrag Christi ist ganz einfach: Nehme täglich dein Kreuz auf dich und folge mir nach. Er sagt zu mir: «Was nutzt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber Schaden leidet (an seiner Seele)?» (Lk 9,25) Punkt 1 – ein einfaches Herz; Der Blick auf Christus, der Blick über den Tod dieses Lebens hinaus gibt allen Dingen das richtige Gewicht, die richtige Ordnung. Punkt 2 – ein hochherziges Herz; Der Blick auf Christus, der Blick über den Tod dieses Lebens hinaus zeigt, dass dieses Leben nur eine Pilgerreise hin zur himmlischen Heimat ist. Das Leben ist mir geschenkt, aber es ist erst ein Vorgeschmack. «Wer es um meinetwillen verliert, wird es retten.» So kann der Blick zur Lebenshingabe fähig machen. Punkt 3 – ein demütiges Herz; Der Blick auf Christus, der Blick über den Tod dieses Lebens hinaus gibt mir ein Gefühl dafür, was wichtig ist. Die Erfüllung unseres Glückes liegt nicht in dieser Welt. Ich muss mich nicht vor ihr beweisen. Es zählt einzig, was vor Gott groß ist. Gespräch mit Jesus Christus, der mich in dieser Stunde ruft, mich neu für ihn zu entscheiden. Ich drücke ihm meine Bereitschaft aus, mein Kreuz anzunehmen und erbitte Seine Gnade, es treu zu tragen zu dürfen.
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Folge vom 16.03.2023[Klugheit] Tag 4 – «Stehe still und sammle dich.»Entscheidungen sollte man nach den Regeln der Klugheit treffen. Dies gilt insbesondere für die wichtigen Entscheidungen unseres Lebens. In den nächsten drei Tagen legen wir deshalb den Fokus darauf, wie man klug entscheidet. Zur ersten, roten Phase heißt es: «Stehe still und sammle dich». In dieser Phase kann es auch gut sein, von außen Rat zu holen. Wenn man in der Situation niemanden hat, den man um Rat fragen kann, kann es auch hilfreich sein, sich selbst in die Rolle des Ratgebers zu versetzen: was würde ich meinem Freund in der Situation raten? Gerade wenn es um die wichtigen Entscheidungen unseres Lebens geht, sollte man auf jeden Fall auch Gott um Rat bitten. Manchmal ist es schon sehr erhellend, wenn man probiert das Problem aus der Perspektive Gottes zu sehen. - - - Zurichtung des Schauplatzes: auf Christus und den reichen Jüngling blicken. Der junge Mann, hat sich Jesus großmütig angeboten, befolgt die Gebote wie es aufgetragen ist – geht aber dann traurig weg, weil er sehr reich war (Mt 19,22). Er lässt sich von der Weisheit der Welt beraten und nicht von der göttlichen Weisheit, die ihm in Christus gegenübersteht. Punkt 1 – meine Gefühlsregung; Die Gefühle kommen und gehen, mal bedrohlich und ein anderes Mal subtil. Wozu raten sie? Wohin drängt die Begeisterung? Wohin die Trägheit, der Zorn? Punkt 2 – mein Ratgeber; Wir sind in eigener Sache schlechte Ratgeber. Wohin und auf welche Weise sollte uns ein guter Ratgeber drängen? Punkt 3 – Was bleibt; «Wenn du wüsstest, wie man die Dinge vom Totenbett aus anders als sonst beurteilt! Wie wertlos erscheinen manche Dinge, denen im Leben eine große Bedeutung zugeschrieben wird!» (hl. Gianna Beretta Molla) Wohin drängt der Gedanke, nur eine kurze Zeit später vor Gott zu stehen? Gespräch mit Maria, der Mutter vom Guten Rat, auf dass sie mich lehrt Rat bei Christus und in seinem Wort zu suchen, so wie sie dem Diener bei der Hochzeit zu Kana riet: «Was er euch sagt, das tut». Und das gleiche Gespräch mit Christus.