Religiös
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QuadraCast - der Fastenpodcast aus dem Priesterseminar St. Petrus“ dient einem Ziel: Christus näher zu kommen. Das ist das Fundament und das Ziel: Christus besser kennen zu lernen und ihn mehr zu lieben. Der diesjährige Fastenpodcast will diesem Ziel näherkommen, indem er über die Grundlagen des geistlichen Lebens spricht, die uns die Kirche aus ihrem großen Schatz mitteilt. Jede der sieben Wochen der Fastenzeit ist einem speziellen Aspekt des geistlichen Lebens gewidmet. Diese behandeln wir in einem 6 plus 1 – Schema. Was heißt das? Jeweils zum Auftakt der Woche – am Sonntag – senden wir eine 15-minütige Gesprächsfolge über einen Aspekt des geistlichen Lebens, wie z.B. über die Schriftlesung, Betrachtung und Beichte. Unser Gast ist der jeweilige Seminarist, der in der darauffolgenden Woche diesen Aspekt mit praktischen Kurzimpulsen vertiefen wird. Dieser Podcast wird von Seminaristen des Priesterseminars St. Petrus in Wigratzbad und in Zusammenarbeit mit dem deutschsprachigen Distrikt der Priesterbruderschaft St. Petrus produziert.
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Folge vom 03.03.2023[Tapferkeit] Tag 5 – Mit Blut besiegelt.Vergangenen Sonntag, als die Tugend der Tapferkeit vorgestellt wurde, wurde das Martyrium als das vollendete Beispiel der Tapferkeit genannt. In den Augen der Welt ist das Martyrium eine Torheit. P. Lenz erzählt von dem mittlerweile seliggesprochenen Priester Karl Lampert. Lampert hat sich in den brutalen Verhören standhaft geweigert vom Glauben oder dem Priestertum abzufallen, ein Wort hätte genügt, er wäre frei gewesen. Er blieb standhaft und wurde hingerichtet. Das Martyrium ist der höchste Akt der Tapferkeit, der Grund für eine so große Tapferkeit ist allein die Liebe. Eine so große Liebe zu Gott, dass man ihn nicht einmal dann verleugnen möchte, wenn man dafür mit dem Tod bezahlt. Was aber gibt einem Menschen die Kraft, sein Leben auf eine solche Weise hinzugeben? - - - Zurichtung des Schauplatzes: sich das Martyrium des Seligen Karl Lampert vergegenwärtigen. Er wird gefoltert und schließlich hingerichtet, nur um eines zu bewirken: er soll dem Glauben und dem Priestertum entsagen. Christus spricht: «Wer sich zum Menschensohn bekennt, zu dem bekennt …» und «niemand hat eine größere Liebe…» Punkt 1 – Die Tapferkeit verweist über sich hinaus; ein Märtyrer achte nicht auf sich selbst. Die Tapferkeit ist niemals eine egoistische Standhaftigkeit. Der tapfere Mensch richtet sich auf das Gute. Und letzten Endes auf den, der die Quelle alles Guten, ja der Gute selbst ist. Punkt 2 – Die Tapferkeit schaut auf das Geliebte; ein Märtyrer achte nicht auf das Opfer und erstrebt auch nicht den Tod, sondern das, was er liebt. Sein Ziel ist nicht das Opfer und der Tod, sondern das Geliebte – auch über den Tod hinaus. Punkt 3 – Die Tapferkeit entspringt aus der Liebe; ein Märtyrer bleibt nur standhaft im Bekenntnis Gottes, wenn er Ihn liebt – so ist die Liebe die letzte Ursache der Tapferkeit. Gespräch mit Jesus Christus, der uns den Paraklet, den Beistand gesandt hat. Er reinigt, belebt, erfüllt mein Herz mit einer übernatürlichen Liebe. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte).
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Folge vom 02.03.2023[Tapferkeit] Tag 4 – In meiner Schwachheit bin ich stark.Wir haben vergangenen Sonntag schon gehört, dass die Tugend der Tapferkeit nicht in außergewöhnlich großer, eigener Stärke besteht, sondern darin, dass wir unsere Schwäche erkennen und so an der Stärke Gottes teilhaben. Gott kann dann – und nur dann – unsere Stärke sein, wenn wir uns unserer Schwäche und Hilflosigkeit bewusst sind. Tapferkeit bedeutet nicht im Vertrauen auf die eigene Kraft etwas wagen, sondern im Vertrauen auf Gottes Kraft. Werden auch wir das kleine Kind an der Hand des Vaters. Vom Vater gehalten, fürchtet es nichts mehr. - - - Zurichtung des Schauplatzes: sich das Leiden unseres Herrn vergegenwärtigen. Er wurde misshandelt, gegeißelt, entkleidet und mit Dornen gekrönt. So wurde Er dem Volk präsentiert. Ihm wurden die Priester in den KZ gleich. Punkt 1 – Gott entlarvt die weltlichen Trugbilder; Besitz und Macht verleiten leicht zu Gedanken, dass man «jemand» ist. Tatsächlich bin ich aber nur das, was ich innerlich bin und nicht was ich besitze. Wer steht höher in Gottes Augen: diese Priester, die dem Herrn nachfolgen oder ihre Verfolger, die im Luxus leben? Punkt 2 – Gott erhöht den Menschen; Obwohl er von sich aus so wenig ist, ist der Mensch zur Gotteskindschaft berufen. Als Kind Gottes aber ist er ein Königssohn. Christus bekennt in seiner Erniedrigung vor Pilatus, dass er ein König ist. Aber auch, dass sein Königtum nicht von dieser Welt ist. Diese Priester sind gerade in ihrer Erniedrigung dem ewigen Sohn ähnlich und so Kinder Gottes geblieben. Punkt 3 – Gott vollendet unser Tun; Was wir im Vertrauen auf Gott und mit Gott beginnen wird Er selbst auch vollenden. Für Gott aber ist nichts zu groß, nichts unmöglich. So hat letztlich Gott über den Terror im KZ gesiegt, wie auch Christus über Seine Feinde und den Tod selbst triumphiert hat. Gespräch mit Jesus Christus, dem leidenden Gottesknecht, der gerade durch das Kreuz in die Herrlichkeit führt. So erschliesst Er uns den Sinn auch unserer Leiden. Ebenso erleuchtet das Licht seiner Auferstehung meinen Weg. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte).
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Folge vom 01.03.2023[Tapferkeit] Tag 3 – Was lange währt, wird endlich gut.Geduld und Beharrlichkeit sind schwer zu üben. Meist bedeutet es nämlich einfach: ertragen, schweigen, leiden, verzeihen. Es geht nicht darum dieses Leben «halt ganz gut» hinter sich zu bringen, sondern wir arbeiten für die Ewigkeit. Die Ewigkeit aber macht dieses Leben nicht wertlos, sondern im Gegenteil verleiht ihm erst sein großes Gewicht. P. Lenz schreibt über seine Zeit im KZ: «Unsere Lagerjahre, sie waren kein Zeitverlust, sie waren unsere wertvollste Lebenszeit.» Das kann nur sagen, wer zutiefst überzeugt ist von der seligen Ewigkeit. - - - Zurichtung des Schauplatzes: sich in die Lage der unschuldig Inhaftierten der Konzentrationslager versetzen. Alles hat man ihnen genommen. Bekommen haben sie eine Nummer und einen Häftlingsanzug. Tag und Nacht werden sie getrieben, gequält – Jahre lang. Sie können nichts dagegen tun. Sie haben nur noch Gott. Im Garten Gethsemane tritt Christus in dieses Leid des Menschen ein, ja durchlebt sie ganz. Er zittert, ist zu Tode betrübt, wirft sich zu Boden und bittet, dieser Kelch möge an Ihm vorübergehen. «Aber nicht wie ich will, sondern wie Du willst.» (vrgl. Markus 14,32 ff. und Parallelstellen) Punkt 1 – die Güte Gottes übersteigt unser Verstehen; Warum tut Gott nichts? Gott lässt so viel Ungerechtigkeit zu, sodass ich manchmal versucht bin, an Seiner Güte zu verzweifeln. Das Warum bleibt für mich oft unbeantwortet. Aber Gott ist gut, sogar unendlich gut und manchmal kann ich nichts anderes tun, als mich wie ein Kind Seiner Güte zu überlassen. Punkt 2 – die Freiheit kommt von Gott; Das Gefühl, nichts an der eigenen Lage ändern zu können, kann erdrückend sein. Doch die Priester im KZ Dachau haben gezeigt, dass man immer noch etwas tun kann. Ich kann, wie sie, beharrlich weiter beten, beharrlich weiter gut zu den Menschen, zur Schöpfung sein, ich kann mich in jeder Lage weiter bemühen, ein Kind des allmächtigen Vaters zu sein. Punkt 3 – Leben heißt vor allem Kind Gottes sein; Das Leid verengt den Blick. Man sieht nur das Leid und nichts anderes mehr. Viele Häftlinge sind daran zerbrochen. Viele haben aber auch deshalb den Blick zum Himmel gerichtet, und daran gedacht, dass das Leben nicht nur aus dem besteht, was man nicht ändern kann. Zu leben heißt vor allem Kind Gottes zu sein. Gespräch mit Jesus Christus, der die tiefste innere Angst und Pein durchlitten hat und sich gerade da bedingungslos seinem himmlischen Vater übergibt. Er kennt meine Kämpfe, Er selbst stärkt mich, mich Ihm gleich hinzugeben. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte).
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Folge vom 28.02.2023[Tapferkeit] Tag 2 – Frisch gewagt ist halb gewonnen.Etwas zu wagen und frischen Mutes anzupacken ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Tapferkeit. Müßiggang hingegen ist aller Laster Anfang, deshalb ist Tatkraft gefragt. Diese Tatkraft und freimütige Hochherzigkeit müssen wir uns zu eigen machen. Denn der Hochherzige achtet nicht so sehr darauf, was er verlieren könnte. Er klammert sich nicht kleinlich an irgendwelche niedrigen Dinge. - - - Zurichtung des Schauplatzes: sich die Szene aus dem Impuls genau vor Augen führen; der junge Mann, der sein Leben riskiert, damit das Kreuz Jesu Christi nicht länger entehrt wird; die Gefahr, als er aus der Kolonne tritt; das ungerechte Urteil und sein hochmütiges Zeugnis für seinen Heiland. Auf der anderen Seite betrachte den reichen Jüngling. Er kommt zu Jesus und fragt, was er Gutes tun müsse, um das ewige Leben zu erlangen. Am Ende geht er betrübt von dannen; «denn er besaß viele Güter». Punkt 1 – Bereitschaft zum Geben; Ich will gerne bereit sein zu geben – nicht kleinlich, sondern bereit zu allem. So wie der junge Kleriker, der in seiner großen Pein den Blick für die Gegenwart Gottes nicht verliert. Ich will bereit sein, nicht nur in Lebensgefahr, sondern immer – auch in Kleinigkeiten meines Alltags. Punkt 2 – Bereitschaft ohne Berechnen; Der junge Mann hätte sich sagen können: «Es ist ja nur ein Wegkreuz». Stattdessen sagte er sich: «Es ist das Zeichen meines Gottes». Die Hochherzigkeit kommt aus der Liebe und sagt niemals: «Es ist ja nur eine Kleinigkeit». Sie tut die Kleinigkeiten und unscheinbaren Dinge mit dem gleichen Eifer wie die großen Dinge. Punkt 3 – Bereitschaft zum Jetzt; Wie der junge Kleriker will ich schnell bereit sein, das Gute zu tun. Wenn ich die Gelegenheit haben, will ich sie sofort packen – nicht morgen und schon gar nicht übermorgen. Heute und jetzt! Gespräch mit Jesus Christus, der auch mich einlädt, Ihm zu folgen. Sage Ihm und bitte Ihn dir zu zeigen, was «die Güter» sind, die dich zurückhalten Ihm ganz zu folgen. Bitte Ihn … (meine persönliche Bitte).